Diplomarbeit, 2005
137 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Marketingaktivitäten im B2B-Sektor
2.1 Definitionen von B2B-Marketing und Abgrenzung zu B2C
2.2 B2B-Sektor und B2C-Sektor im Vergleich
2.2.1 Gemeinsamkeiten beider Marktformen
2.2.2 Unterschiede zwischen beiden Marktformen
2.3 Der Einsatz von Marken im B2B-Bereich - Sinnvoll oder nicht?
3 Ingredient Branding: B2B-Markenpolitik
3.1 Definitionen und Begriffsabgrenzung
3.1.1 Verschiedene Definitionen von Ingredient Branding
3.1.2 Begriffsabgrenzung zu verwandten Begriffen
3.2 Objekte und Funktionsweise des Ingredient Branding
3.2.1 Markierungsobjekte des Ingredient Branding
3.2.2 Funktionsweise des Ingredient Branding
3.2.2.1 Die Mehrstufigkeit des Ingredient Branding
3.2.2.2 Push- und Pull-Prinzip
3.3 Besonderheiten des Ingredient Branding
3.3.1 Integralqualitäten des Ingredients
3.3.2 Besonderheiten im Beschaffungsprozeß - Das Buying Center
3.3.3 Besonderheiten im Akquisitions- und Verhandlungsprozeß - Das Selling Center
3.4 Ingredient Branding aus Sicht der beteiligten Gruppen
3.4.1 Ingredient Branding aus Sicht des Ingredientherstellers
3.4.2 Ingredient Branding aus Sicht des Endproduktherstellers
3.4.3 Ingredient Branding aus Sicht des Endverbrauchers
4 Kommunikationspolitische Instrumente für eine erfolgreiche Umsetzung von Ingredient Branding
4.1 Unterschiedliche Gewichtung der eingesetzten Kommunikationsinstrumente im B2B- und B2C-Bereich
4.2 Kommunikationsinstrumente des B2B-Sektors
4.2.1 Verkaufsförderung
4.2.2 Personal Selling
4.2.3 Werbung
4.2.3.1 Klassische Werbung
4.2.3.2 Direktwerbung
4.2.4 Public Relations
4.2.5 Sponsoring
4.2.6 Event-Marketing
4.2.7 Messen und Ausstellungen
5 Bisherige Ingredient Branding Kampagnen
5.1 Die Ursprünge des mehrstufigen Marketings
5.2 Das Musterbeispiel „Intel Inside“
5.3 Weitere Praxisbeispiele
5.3.1 Beispiele aus der Chemiebranche
5.3.2 Beispiele aus der Textilbranche
5.3.3 Beispiele aus der Technologiebranche
5.3.4 Beispiele aus der Automobilbranche
5.3.5 Beispiele aus sonstigen Branchen
5.3.6 Beispiele für Ingredient Branding bei Dienstleistungen
6 Best Practices für die Umsetzung von Ingredient Branding
6.1 Allgemeiner Leitfaden - Für Ingredient Hersteller aller Branchen
6.1.1 Generelle Empfehlungen für ein erfolgreiches mehrstufiges Marketing
6.1.2 Empfehlungen für den Markenaufbau eines Ingredient Brand
6.1.3 Empfehlungen zur Markenpositionierung eines Ingredient Brand
6.1.4 Auswahl einer geeigneten Markenstrategie
6.1.5 Gestaltung des Ingredient Brand Markennamens
6.1.6 Gestaltung des Ingredient Brand Markenzeichens
6.1.7 Gestaltung des Ingredient Brand Slogans
6.1.8 Gestaltung der Ingredient Brand Verpackung
6.1.9 Lizenzierung von Ingredient Brands
6.1.10 Rechtliche Aspekte des Ingredient Branding
6.1.11 Auswahl geeigneter kommunikationspolitischer Instrumente
6.2 Spezieller Leitfaden - Für Ingredient Hersteller in ausgewählten Branchen
6.2.1 Die Chemie- und Textilbranche
6.2.2 Die Technologiebranche
6.2.3 Die Automobilbranche
7 Ingredient Branding - „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligte?
8 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung und Anwendung von Ingredient Branding im B2B-Sektor aufzuzeigen. Die Forschungsarbeit analysiert, wie durch dieses Marketinginstrument Marken im B2B-Umfeld gestärkt werden können, um Differenzierungsvorteile zu erzielen und Entscheidungsprozesse in komplexen Beschaffungsstrukturen zu beeinflussen.
3.1.1 Verschiedene Definitionen von Ingredient Branding
In der Literatur gibt es bereits eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen des Begriffs Ingredient Branding; einer Bezeichnung, die sich Anfang der 90er Jahre in den USA für eine bestimmte Art der Markenpolitik im B2B-Sektor herausgebildet hat.
Einer der ersten, der den Begriff Ingredient Branding in der englischsprachigen Literatur überhaupt in einem Artikel anwendete, ist der Amerikaner Norris. Ingredient Branding ist laut Norris „the promotion of an ingredient to final user“ (Norris, 1992, S.20).
Hiervon inspiriert definierte Intel, die mit ihrer „Intel Inside“-Kampagne diesem Marketingkonzept im B2B-Bereich zum Durchbruch verhalfen, Ingredient Branding als die „Promotion of a brand within a brand to the enduser“ (Simon/Sebastian, 1995, S.42).
Eine treffende deutsche Übersetzung ist für diesen Begriff bisher schwer zu finden. Am ehesten läßt sich Ingredient Branding noch mit „Bestandteilsmarkierung“ bzw. „Zutaten Markierung“ wörtlich übersetzen. Beides sind aber Übersetzungen, die sich in der Literatur nicht durchgesetzt haben. Generell versteht man in der neueren deutschen Literatur unter Ingredient Branding „die Markierung von Materialen, Komponenten und Teilen, die in anderen Produkten zum Einsatz kommen und deren Leistungen von den Kunden als eigenständiger Bestandteil dieser Produkte wahrgenommen werden“ (Esch, 2003, S.364). Die betroffenen Markierungsobjekte (vgl. hierzu Kapitel 3.2.1) gehen damit als wesentlicher Bestandteil in das endgültige Erzeugnis ein bzw. verbinden sich mit ihm und verlieren ihre Anonymität.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Marken im B2B-Sektor und führt in das Konzept des Ingredient Branding ein.
2 Marketingaktivitäten im B2B-Sektor: Dieses Kapitel vergleicht B2B- mit B2C-Märkten und analysiert die Rolle von Marken zur Risikoreduktion und Informationseffizienz im B2B-Bereich.
3 Ingredient Branding: B2B-Markenpolitik: Hier werden Definitionen sowie die Funktionsweise und Besonderheiten des Ingredient Branding – insbesondere die Rolle des Buying Centers – ausführlich erörtert.
4 Kommunikationspolitische Instrumente für eine erfolgreiche Umsetzung von Ingredient Branding: Das Kapitel konzentriert sich auf die spezifische Bedeutung von Instrumenten wie Personal Selling, Werbung und Public Relations im B2B-Marketing.
5 Bisherige Ingredient Branding Kampagnen: Anhand von Praxisbeispielen (z.B. Intel, Gore-Tex, Makrolon) wird die Anwendung von Ingredient Branding in verschiedenen Industrien aufgezeigt.
6 Best Practices für die Umsetzung von Ingredient Branding: Als Kernkapitel bietet es einen detaillierten Leitfaden zur strategischen und operativen Umsetzung, inklusive Markenaufbau und rechtlicher Aspekte.
7 Ingredient Branding - „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligte?: Eine kritische Betrachtung der Chancen und Risiken dieser Strategie für alle involvierten Partner.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel resümiert die Erkenntnisse und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des Ingredient Branding.
B2B-Marketing, Ingredient Branding, Markenführung, Buying Center, Push-Strategie, Pull-Strategie, Markenpositionierung, Intel Inside, Makrolon, Gore-Tex, Kooperationswerbung, Markenallianz, Markenpolitik, Investitionsgüter, Mehrstufiges Marketing.
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Markenführung im B2B-Sektor, wobei das spezielle Instrument des „Ingredient Branding“ im Fokus steht.
Zu den Kernbereichen gehören der Vergleich von B2B- und B2C-Märkten, die Funktionsweise mehrstufiger Marketingstrategien sowie die operative Ausgestaltung der Markenkommunikation.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen im B2B-Bereich durch Ingredient Branding ihre Produkte aus der Anonymität führen und durch aktive Markenpolitik Wettbewerbsvorteile erzielen können.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Analyse vorhandener Fachliteratur, empirischer Studien (wie der „Excellence in Branding“-Studie) und die Aufarbeitung zahlreicher Praxisbeispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Funktionsbeschreibung des Ingredient Branding, eine Analyse notwendiger Kommunikationsinstrumente sowie umfangreiche Best-Practice-Empfehlungen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Ingredient Branding, B2B-Marketing, Markenallianz, Pull-Strategie, Buying Center und Markenpositionierung.
Das Buying Center ist zentral, da die Kaufentscheidung im B2B-Sektor meist durch eine Gruppe erfolgt; Ingredient Branding hilft hier, die Kommunikation zu strukturieren und das Risiko für diese Entscheidungsträger zu senken.
Sie ist essentiell, da Ingredient Branding als vertikale Strategie nur erfolgreich sein kann, wenn die nachgelagerten Stufen (Endprodukthersteller) das Ingredient aktiv in ihre eigene Kommunikation integrieren.
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