Bachelorarbeit, 2011
84 Seiten, Note: 2,00
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN
2 ALLGEMEINES ZUR KREATIVITÄT
2.1 Kreative Bausteine
2.1.1 Die kreative Person
2.2 Das kreative Produkt und seine Umwelt
3 DER KREATIVE PROZESS
3.1 Modell nach LOWENFELD
3.2 Hemisphärenmodell
3.3 Biologische Modelle
3.3.1 Genetische Aspekte
3.3.2 Psychophysiologische Theorie nach MARTINDALE
3.3.3 Endokrinologisches Modell nach GESCHWIND und GALABURDA
3.4 Blockaden im kreativen Prozess
4 KREATIVITÄT VS. INTELLIGENZ
4.1 Intelligenztheorien nach SPEARMAN, THURSTONE und JÄGER
4.2 Konvergentes und divergentes Denken
5 KOGNITIVE ENTWICKLUNG
5.1 Entwicklungsstufen nach PIAGET
5.1.1 Stufe der sensomotorischen Intelligenz
5.1.2 Stufe des symbolischen und vorbegrifflichen Denkens
5.1.3 Stufe des anschaulichen Denkens
5.1.4 Stufe der konkret-operationalen Denkoperationen
5.1.5 Stufe der formalen Denkoperationen
5.2 Entwicklungsmodell nach SCHENK-DANZINGER
5.2.1 Der naive Realismus
5.2.1.1 Denkleistungen auf der Strukturstufe des naiven Realismus
5.2.1.2 Die motorische Entwicklung
5.2.2 Der kritische Realismus
5.2.2.1 Die Merkmale des kritischen Realismus
5.2.2.2 Die Wahrnehmung von Raum und Zeit
5.2.2.3 Die endgültige Überwindung vom Egozentrismus
6 FORSCHUNGSMETHODEN
6.1 Standardisierte Tests
6.1.1 Die Bestandteile eines standardisierten Tests
6.1.2 Die drei Hauptgütekriterien
6.1.3 Normierung
6.1.4 TSD-LV
6.2 Lehrerinneneinschätzung
6.3 Forschungstagebuch
7 FORSCHUNGSERGEBNISSE
7.1 TSD-Durchführung und Ergebnisse
7.2 Lehrerinneneinschätzung - Durchführung und Ergebnisse
7.3 Kreative Schreibübungen und Forschungstagebuch
7.4 Telefonische Befragung der Deutschlehrerin
8 ÜBUNGSPOOL SCHREIBÜBUNGEN
9 ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht, inwiefern Schüler/innen im Bereich des kreativen Schreibens begabt sind und wie diese Kreativität durch gezielte Übungen gesteigert werden kann. Dabei wird analysiert, wie Lehrkräfte die kreativen Leistungen ihrer Schüler/innen einschätzen und ob ein Zusammenhang zwischen der kognitiven Entwicklung sowie der Intelligenz und der schöpferischen Leistung besteht.
2.1.1 Die kreative Person
Oftmals wurden kreative Menschen von der Gesellschaft als störend oder sogar als verrückt angesehen, da sie meistens nicht willkommen sind. Doch während der letzten Jahrzehnte wendete sich das Blatt. Aufgrund der Ergebnisse der Kreativitätsforschung entwickelten sich Bestrebungen, die Kreativität schon ab dem Kindesalter zu fördern.
Auch J. P. GUILFORD war der Meinung, dass die eventuell vorhandenen Fähigkeiten eines Menschen, die für Kreativität wichtig sind, nicht außer Acht gelassen werden sollten. Sie sollten so früh wie möglich gefördert werden (vgl. GUILFORD zit. nach MEISSNER in ASANGER/WENNINGER, 1994, S. 368).
1950 entdeckte er im Rahmen seiner Forschung der Intelligenzfaktoren folgende acht Merkmale, die eine kreative Persönlichkeit ausmachen:
• Die Fähigkeit zur Entdeckung und Identifizierung von Problemen
Der Mensch erkennt Widersprüche und stellt Gewohnheiten in Frage.
• Eine überdurchschnittliche Frustrationstoleranzgrenze
Die Person erträgt leichter Misserfolge und kann sich bei inneren Spannungen zurückhalten.
• Die Fähigkeit, spielerisch eine hohe Anzahl von Einfällen zu erzeugen
Verfügt ein Individuum über ein solches Merkmal, kann es ganz einfach Assoziationen oder Parallelen zu einem gewissen Thema herstellen. J. P. GUILFORD benannte diese beschriebene Fähigkeit als „fluency“ (=Flüssigkeit).
• Flexibilität in Handeln und Denken
Der Mensch beharrt nicht auf seinem Standpunkt, sondern lässt auch „Gedanken“ zu. Er kann seine Erwartungen und Einstellungen ändern.
PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN: Einführung in die Forschungsfrage und die Hypothesen bezüglich der Kreativität bei Schülern.
ALLGEMEINES ZUR KREATIVITÄT: Definition des Kreativitätsbegriffs, der kreativen Person und der Bedeutung der Lernumwelt.
DER KREATIVE PROZESS: Analyse verschiedener Phasenmodelle und biologischer Einflüsse auf den kreativen Prozess sowie Darstellung möglicher Blockaden.
KREATIVITÄT VS. INTELLIGENZ: Diskussion der Korrelation zwischen Intelligenz und Kreativität sowie Vorstellung verschiedener Intelligenztheorien.
KOGNITIVE ENTWICKLUNG: Erläuterung der Entwicklungsstufen nach Piaget und des Modells nach Schenk-Danzinger im Kontext der Schulentwicklung.
FORSCHUNGSMETHODEN: Detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns, insbesondere des TSD-LV Tests und der qualitativen Erhebungsmethoden.
FORSCHUNGSERGEBNISSE: Präsentation und Interpretation der empirischen Testergebnisse sowie der Lehrereinschätzungen und Schreibübungen.
ÜBUNGSPOOL SCHREIBÜBUNGEN: Zusammenstellung praktischer Übungen für den Deutschunterricht zur Förderung der kreativen Ausdrucksfähigkeit.
ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Kreativitätsförderung im Schulalltag.
Kreativität, kognitive Entwicklung, schöpferisches Denken, TSD-LV, kreatives Schreiben, Intelligenz, Problemlösungsprozess, Schreibübungen, pädagogische Psychologie, Förderung, Begabung, Divergentes Denken, Schulleistung, Lernumwelt, Hemisphärenmodell.
Die Bachelorarbeit untersucht, ob und wie Schüler/innen im Bereich des kreativen Schreibens gefördert werden können und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Die Arbeit verknüpft theoretische Aspekte zur Kreativität und kognitiven Entwicklung mit einer praktischen Interventionsstudie im Bereich des kreativen Schreibens.
Das Ziel ist es zu klären, wie begabt Schüler/innen im Bereich des kreativen Schreibens sind und ob sich ihre Kreativität durch gezielte, regelmäßig durchgeführte Übungen steigern lässt.
Es kommt der standardisierte "Test zum schöpferischen Denken - literal/verbal" (TSD-LV) zum Einsatz, ergänzt durch Lehrereinschätzungen und ein Forschungstagebuch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theorie über den kreativen Prozess und die kognitive Entwicklung sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der durchgeführten Schreibübungen.
Kreativität, schöpferisches Denken, kognitive Entwicklung, Schreibförderung und pädagogische Diagnostik sind die zentralen Begriffe der Publikation.
Die Untersuchung findet im Setting einer Neuen Mittelschule statt, die sich durch innere Differenzierung und Individualisierung auszeichnet, was den Rahmen für die pädagogische Interventionsstudie bildet.
Ja, die Auswertungen stützen die These, dass eine Korrelation zwischen dem Leistungsniveau im Deutschunterricht und den Ergebnissen im TSD-LV Test besteht.
Die Einschätzungen der Lehrkräfte dienen dazu, die subjektive Wahrnehmung der Kreativität von Schüler/innen mit den Ergebnissen der standardisierten Testung abzugleichen.
Es zeigte sich, dass regelmäßig durchgeführte, abwechslungsreiche Übungen das vorhandene kreative Potenzial der Kinder aktivieren und zur Steigerung der schöpferischen Leistung beitragen können.
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