Masterarbeit, 2018
105 Seiten, Note: 1,0
1 AKTUALITÄT, ZIELSETZUNG, AUFBAU UND METHODISCHE VORGEHENSWEISE DER ARBEIT
2 URSPRÜNGLICHE AUFGABEN UND ZIELE DES IWF UND DEREN ENTWICKLUNGEN
3 GESCHICHTLICHER RÜCKBLICK ARGENTINIENS UND DER WEG IN DIE KRISE
3.1 Die wirtschaftliche Blütezeit Argentiniens (1900 - 1929)
3.2 Politik der Importsubstitutionen (1930 - 1976)
3.2.1 Definition – Importsubstitution
3.2.2 Die erste Phase der Importsubstitutionen (1930 - 1955)
3.2.3 Die zweite Phase der Importsubstitutionen (1956 - 1976)
3. 3 Liberalisierung der Wirtschaft (1976 - 1989)
3.3.1 Die Militärdiktatur (1976 - 1983)
3.3.2 Regierungszeit von Raúl Alfonsín (1983 - 1989)
3.4 Der Weg in den Staatsbankrott und die Rolle des IWF
3.4.1 Die Regierung Menem (1989 - 1999)
3.4.2 Die Regierung de la Rúa (Dezember 1999 - Dezember 2001)
4 URSACHEN, HINTERGRÜNDE UND AUSWIRKUNGEN DER ARGENTINIEN-KRISE
4.1 Versäumnisse einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung im 20. Jahrhundert
4.1.1 Defizite der Importsubstitution
4.1.2 Informeller Sektor und Korruption
4.1.3 Fehlende Rechtstaatlichkeit und schwache politische Institutionen
4.1.4 Staatliche Verschuldung und Ausverkauf des Staates
4. 2 Neoliberale Wirtschaftspolitik
4.2.1 Der Plan Cavallo und das Currency Board System
4.2.2 Rolle des IWF in der Argentinien-Krise
4.3 Kollateralschäden durch Krisen in der Nachbarschaft
4.3.1 Mexiko-Krise 1994
4.3.2 Brasilien-Krise 1998
5 UMSETZUNG DER STRUKTURANPASSUNGSPROGRAMME DES IWF UND DEREN FOLGEN
5.1 Politische Einschnitte durch den IWF
5.2 Wirtschaftliche Folgen der Strukturanpassungsprogramme
5.3 Eigenschaften der Strukturanpassungsprogramme
5.4 Soziale Auswirkungen der Strukturanpassungsprogramme
5.5 Gesellschaftliche Veränderungen in der Krise
5.6 Kritik am IWF und dessen Strukturanpassungsprogrammen
6 ÜBERBLICK ÜBER DIE DERZEITIGE WIRTSCHAFTLICHE UND POLITISCHE LAGE ARGENTINIENS
6.1 Der Übergangspräsident Eduardo Duhalde
6. 2 Die Ära der Kirchners
6.3 Regierung des Mauricio Macri
7 FAZIT
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Ursachen und Hintergründe der Argentinien-Krise von 2001 sowie die maßgebliche Rolle des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei der Entstehung und Bewältigung dieser Krise.
Die Regierung de la Rúa (Dezember 1999 - Dezember 2001)
Am 10. Dezember 1999 übernahm Fernando de la Ruá das Präsidentenamt. Er ging als Sieger der letzten Wahlen im Oktober hervor. Die Peronisten wurden geschlagen. In seiner Regierungszeit ging er ein Bündnis mit der Partei Frente País Solidario (FREPASO) ein. Diese Allianz von UCR, der de la Rúa, angehörte und der FREPASO versprach im Wahlkampf die Korruption zu bekämpfen und die Wirtschaft wiederzubeleben.
Das Land befand sich in einer tiefen Rezession und die Schulden waren auf fast 120 Milliarden US-Dollar angewachsen. Wie in solchen Situationen üblich war der IWF sofort zur Stelle und bot im März 2000 weitere finanzielle Hilfen in der Höhe von 7,2 Milliarden US-Dollar unter der Bedingung an, dass die Ausgaben um weitere 2,4 Milliarden US-Dollar gekürzt werden müssten. Darunter fielen eine weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes sowie weitere Kürzungen der Renten und Löhne für öffentliche Angestellte.
Die wirtschaftliche Situation spitzte sich massiv zu und der Widerstand der Bevölkerung wurde intensiver. Die Hoffnung vieler Argentinier, dass sich mit der Regierung de la Rúa die wirtschaftliche und soziale Situation im Land verbessern würde, wurde nicht erfüllt. De la Rúa war auch nicht in der Lage, die mit dem IWF getroffenen Vereinbarungen umzusetzen. Zudem lähmten interne Streitigkeiten seine Handlungskompetenzen. Im Oktober 2000 trat der Vizepräsident Carlos Álvarez von der FREPASO zurück, da die Regierung nicht fähig war einen Korruptionsskandal im Senat aufzuklären. Ende 2000 betrugen die Staatsschulden bereits 150 Milliarden US-Dollar. Argentinien bekam vom März bis November 2000 alleine zwölf Milliarden US-Dollar vom IWF, danach verweigerte er aber jede weitere Unterstützung.
1 AKTUALITÄT, ZIELSETZUNG, AUFBAU UND METHODISCHE VORGEHENSWEISE DER ARBEIT: Der Autor führt in die Thematik ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Herangehensweise der Master-Thesis.
2 URSPRÜNGLICHE AUFGABEN UND ZIELE DES IWF UND DEREN ENTWICKLUNGEN: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung des IWF und wie er seine Aufgaben im Laufe von 70 Jahren an veränderte ökonomische Rahmenbedingungen angepasst hat.
3 GESCHICHTLICHER RÜCKBLICK ARGENTINIENS UND DER WEG IN DIE KRISE: Der historische Rückblick beleuchtet die Phasen der Importsubstitution, die Liberalisierung der Wirtschaft und die politischen Ereignisse, die den Weg in den Staatsbankrott ebneten.
4 URSACHEN, HINTERGRÜNDE UND AUSWIRKUNGEN DER ARGENTINIEN-KRISE: Hier werden die Versäumnisse wirtschaftlicher Entwicklung, neoliberale Reformen wie der Plan Cavallo und der Einfluss externer Krisen auf die argentinische Wirtschaft untersucht.
5 UMSETZUNG DER STRUKTURANPASSUNGSPROGRAMME DES IWF UND DEREN FOLGEN: Das Kapitel analysiert die Strukturanpassungsprogramme des IWF, deren Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und die Kritik an der IWF-Politik.
6 ÜBERBLICK ÜBER DIE DERZEITIGE WIRTSCHAFTLICHE UND POLITISCHE LAGE ARGENTINIENS: Es wird die Entwicklung des Landes von 2002 bis 2017 betrachtet, inklusive der Ära der Kirchners und der Regierung des Mauricio Macri.
7 FAZIT: Das Fazit beantwortet die zentralen Forschungsfragen und resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über die Rolle des IWF und die Zukunftsperspektiven Argentiniens.
Argentinien-Krise, IWF, Strukturanpassungsprogramme, Staatsbankrott, Neoliberalismus, Importsubstitution, Plan Cavallo, Korruption, Wirtschaftspolitik, Verschuldung, soziale Auswirkungen, Finanzkrisen, Argentinien, politische Institutionen, Washington Consensus.
Die Arbeit analysiert die Argentinien-Krise von 2001, deren historische Ursachen sowie die Rolle, die der Internationale Währungsfonds bei der Entstehung und dem Verlauf dieser Krise spielte.
Die Schwerpunkte liegen auf der wirtschaftlichen Fehlentwicklung durch Importsubstitution, den Auswirkungen neoliberaler Reformen, der Rolle von Staatsverschuldung und Korruption sowie der Beziehung zwischen dem IWF und Argentinien.
Ziel ist es zu klären, wie Argentinien von einem der reichsten Länder in den 1930er Jahren in einen Staatsbankrott geraten konnte und ob die Politik des IWF diesen Prozess beschleunigt oder abgemildert hat.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die wissenschaftliche Bücher, Zeitschriften, Dokumentationen sowie verifizierbare Online-Quellen auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse Argentiniens bis zur Krise, eine detaillierte Untersuchung der IWF-Strukturanpassungsprogramme und deren sozioökonomische Folgen sowie einen Überblick über die politische Lage bis 2017.
Wesentliche Begriffe sind die Argentinien-Krise, der IWF, Strukturanpassungsprogramme (SAP), Staatsverschuldung und neoliberale Wirtschaftspolitik.
Der IWF wird als konstante Größe in der argentinischen Finanzpolitik identifiziert, deren strikte Auflagen und Forderungen nach Liberalisierung und Haushaltsdisziplin laut Autor die Krise verschärft und soziale Spannungen im Land massiv erhöht haben.
Nach massiven sozialen Unruhen, Plünderungen und dem Vertrauensverlust in das Bankensystem (Corralito) kam es zum Rücktritt des Präsidenten de la Rúa und zur offiziellen Erklärung der Zahlungsunfähigkeit durch seinen Nachfolger.
Die Ära wird als eine Phase beschrieben, in der sich das Land von den internationalen Finanzmärkten abschottete und versucht wurde, soziale Probleme durch staatliche Subventionen zu lösen, was jedoch zu einer hohen Abhängigkeit von Schulden und einer späteren Verschlechterung der ökonomischen Lage führte.
Die Einführung gentechnisch veränderten Saatguts durch internationale Konzerne führte zur Abhängigkeit der Landwirte, ökologischen Schäden und gesundheitlichen Problemen der Bevölkerung, die zum Anstieg der Armut in städtischen Slums beigetragen haben.
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