Masterarbeit, 2018
92 Seiten, Note: 11
1. Grundlegendes
1.1. Einleitung
1.2. Themenfindung
1.3. Das Forschungsinteresse
2. Das österreichische Bildungssystem im Überblick
3. Der aktuelle Forschungsstand
3.1. Die duale Ausbildung – Ein Überblick
3.2. Lernortkooperation Deutschland
3.3. Lernortkooperation in Österreich
4. Ziel der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht
5. Stellenwert der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht
6. Probleme der Lernortkooperation
7. Lernortkooperation aus pädagogischer Sicht
8. Die Unternehmen
8.1. Die Volkswagen OTLG
8.1.1. Das Vertriebszentrum Rhein-Main
8.2. Die Fuchs-Gruppe
8.2.1. Der Standort Thalgau
9. Die Wahl der Methode
9.1. Qualitative Forschung
9.2. Was sind Experten und welche Probleme gibt es mit Ihnen?
9.3. Begründung der Experteninterviews
9.4. Datenerhebung
9.5. Anonymisierung
9.6. Auswertung & Transkription
10. Ergebnisse
11. Fazit
11.1. Ausblick
Die Arbeit untersucht die Effektivität und Ausgestaltung der Lernortkooperation zwischen Berufsschulen und Ausbildungsbetrieben in Deutschland und Österreich im Vergleich, um Verbesserungspotenziale aus betrieblicher Perspektive zu identifizieren.
1.1. Einleitung
„Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrikhalle oder im Forschungslabor. Sie beginnt im Klassenzimmer.“ Ford erkannte schon früh die Wichtigkeit eines soliden Grundstocks für die Berufs- und Arbeitswelt. Dieser hört nie auf zu wachsen, da die Gesellschaft bedingt durch den ständigen Fortschritt einem lebenslagen Lernen unterliegt. Das Lernen beginnt bereits im Mutterleib, wenn die ungeborenen Babys lernen, Stimmen zu unterscheiden; sie erinnern sich sogar an Gedichte oder Geschichten, die sie vor der Geburt von einem Elternteil vorgelesen bekommen haben. Im Hinblick auf die Stimmunterscheidung ist das Baby sogar in der Lage, die Stimme der Mutter zu identifizieren. Dies fördert nachweislich die Entwicklung der Neugeborenen deutlich positiv.
Weitere wichtige Stationen stellen der Kindergarten, die Grundschule und die folgenden weiterführenden Schulen dar. Im Anschluss daran erfolgt gegebenenfalls, wenn durch die Schulbildung möglich, die Entscheidung zwischen Studium, einer dualen, oder vollzeitschulischen Ausbildung. Ich möchte mich bei dieser Arbeit mit der dualen Ausbildung, genauer gesagt mit der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht, beschäftigen. Dies soll im Ländervergleich mit Österreich stattfinden, welches ebenfalls das duale System in der Ausbildung verwendet. Jedoch sind beide Systeme unterschiedlich. Sie besitzen Gemeinsamkeiten, wie die Lernortkooperation, aber zum Beispiel ist die gesetzliche Regelung in Österreich eine andere als in der Bundesrepublik Deutschland. Es sollen in dieser Arbeit die unterschiedlichen Nuancen herausgearbeitet und analysiert werden, welches System in diesen Unterschieden besser funktioniert, beziehungsweise den größten Nutzen hat.
1. Grundlegendes: Einführung in die Relevanz der beruflichen Bildung und die Zielsetzung der vergleichenden Untersuchung.
2. Das österreichische Bildungssystem im Überblick: Darstellung der Struktur und Facetten des österreichischen Bildungssystems.
3. Der aktuelle Forschungsstand: Ein Überblick über existierende Literatur und die historische Entwicklung der dualen Ausbildung.
4. Ziel der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht: Untersuchung der Notwendigkeit und der Ziele einer engen Kooperation zwischen den Lernorten.
5. Stellenwert der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht: Analyse, warum Betriebe in die duale Ausbildung investieren und wie diese zur Fachkräftesicherung beiträgt.
6. Probleme der Lernortkooperation: Identifikation von Schwierigkeiten und Defiziten in der Abstimmung zwischen Betrieb und Schule.
7. Lernortkooperation aus pädagogischer Sicht: Beleuchtung des Konzepts Lernortkooperation unter Berücksichtigung pädagogischer Anforderungen und Traditionen.
8. Die Unternehmen: Vorstellung der untersuchten Unternehmen, Volkswagen OTLG und der Fuchs-Gruppe.
9. Die Wahl der Methode: Erläuterung der qualitativen Forschungsmethodik und Begründung der Experteninterviews.
10. Ergebnisse: Darstellung der aus den Experteninterviews gewonnenen Erkenntnisse und Meinungen.
11. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Forschungsergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Duale Ausbildung, Lernortkooperation, Berufliche Bildung, Deutschland, Österreich, Experteninterview, Fachkräftesicherung, Betriebliche Ausbildung, Berufsschule, Wissenstransfer, Qualifizierung, Lernort, Ausbildungssystem.
Die Arbeit befasst sich mit einem Ländervergleich der beruflichen Bildung zwischen Deutschland und Österreich, wobei der Fokus gezielt auf der Kooperation zwischen den Lernorten Betrieb und Berufsschule liegt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur des dualen Systems, der Bedeutung der Kommunikation zwischen Schule und Betrieb, der Rolle der Unternehmen als Ausbilder sowie der Analyse von Problemen und Optimierungsmöglichkeiten in diesem Kooperationsgeflecht.
Ziel ist es, aus der betrieblichen Sicht zu klären, wie die Lernortkooperation in beiden Ländern funktioniert, welche Herausforderungen bestehen und welche Verbesserungsvorschläge für die jeweils andere Seite daraus abgeleitet werden können.
Der Autor führt eine qualitative Forschung durch, wobei Experteninterviews mit Vertretern der Ausbildungsabteilungen ausgewählter Unternehmen (Volkswagen OTLG und Fuchs-Gruppe) als primäre Erhebungsmethode genutzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Vorstellung der Fallbeispiele, eine fundierte methodische Herleitung und die detaillierte Auswertung der geführten Interviews zur aktuellen Praxis der Lernortkooperation.
Wichtige Begriffe sind duales System, Lernortkooperation, Ausbildung, Fachkräfte, betriebliche Sicht und Ländervergleich.
Die Ergebnisse zeigen Unterschiede vor allem in der zeitlichen Struktur (Blockunterricht vs. wöchentlicher Unterricht) und in der Intensität der Kommunikation zwischen den Lernorten, wobei in beiden Ländern der Wunsch nach einer engeren Verzahnung geäußert wird.
Die interviewten Experten stehen dem verstärkten Einsatz von E-Learning eher kritisch gegenüber, da sie befürchten, dass dadurch wichtige soziale Kompetenzen und der direkte persönliche Austausch in der Schule verloren gehen könnten.
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