Bachelorarbeit, 2017
120 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theorieteil
2.1 Begriffsklärung Generationen
2.1.1 Babyboomer und Generation X
2.1.2 Generation Y
2.2 Begriffsklärung Soziale Rolle
2.3 Begriffsklärung Geschlechtsstereotype
2.4 Begriffsklärung Geschlechterrolle
2.5 Frauen im Beruf
2.5.1 Work-Life Balance von Frauen
2.5.2 Virtuelle Zwillinge
2.5.3 Vertikale Segregation
2.5.4 Ursachen der Unterschiede zwischen Männern und Frauen
2.6 Frauen im Haushalt
3 Fragestellung und Hypothesen
4 Methodik
4.1 Beschreibung der Stichprobe
4.2 Datenerfassungsinstrumente
4.3 Versuchsablauf
4.4 Methoden zur Testauswertung
5 Ergebnisse
5.1 Methoden zur Datenprüfung
5.2 Deskriptive Ergebnisse
6 Interpretation und Schlussfolgerungen
7 Diskussion
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob Unterschiede in den Geschlechterrollenvorstellungen zwischen Frauen der Generation X und der Generation Y existieren und inwiefern diese Vorstellungen die subjektive Bedeutung des Berufs beeinflussen. Es wird analysiert, wie sich die Zugehörigkeit zu einer Generation auf die Einstellung zur Gleichberechtigung im Berufsleben und im Haushalt sowie auf die wahrgenommenen Auswirkungen der Berufstätigkeit auf das Familienleben auswirkt.
2.5.3 Vertikale Segregation
An dieser Stelle setzt die vertikalen Segregation an. Diese besagt, dass besonders in der oberen Führungsebene weniger Frauen zu finden sind. Dies wird auch als Effekt der „gläsernen Decke“ beschrieben. Diese Decke ist eine unsichtbare, undurchdringliche Barriere für Frauen, weshalb sie nur schwer oder gar nicht in die oberen Führungsebenen gelangen (Athenstaedt & Alfermann, 2011). Ein möglicher Grund für dieses Phänomen ist die Doppelrolle, die die Frau zwischen Hausarbeit und Erwerbsarbeit einzunehmen hat. Zwischen diesen beiden bestehen unterschiedliche Anforderungen, welche die Situation der Frau bedingen. So arbeitet man im Beruf für die Bedürfnisse anderer, welche oft unbekannt und weit entfernt sind. Andererseits muss man auch die eigenen Interessen berücksichtigen, welche sich auf soziale und ökonomische Ansprüche beziehen. Dem gegenüber steht die Hausarbeit. Diese richtet sich auf die unmittelbaren Bedürfnisse der Personen selbst oder denen von nahestehenden Personen. Da historisch gesehen die Frau für die Hausarbeit zuständig war, wurde das Element der Sorge für sich selbst auch als wichtiges Element für Frauen in der Erwerbsarbeit beibehalten. Der berufliche Aufstieg steht daher weniger im Fokus (Beck-Gernsheim, 1979).
Eagly und Carli (2007) bezeichnen den Begriff der gläsernen Decke als nicht mehr angebracht, da mittlerweile Frauen in die obere Führungsebene gelangen. Es sind jedoch nur etwa 11% der Führungskräfte und nur 4% der Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer in Europa weiblich. Weitere unzutreffende Aussagen über den Effekt der gläsernen Decke werden erwähnt. So ist es nicht der Fall, dass Frauen den gleichen Zugang zu Positionen haben wie Männer. Ebenfalls gibt es nicht die eine Barriere auf einer bestimmten Ebene, wie weibliche Führungskräfte zeigen. Diese Barrieren sind außerdem nicht unvorhersehbar, aber dennoch komplex und vielfältig. Daher gibt es auch entgegen den Annahmen viele unterschiedliche Strategien, um die Barrieren zu bewältigen. Und letztlich ist es so, dass durch durchdachtes Problemlösen der Weg nach oben erleichtert werden kann. Daher greifen die beiden Autorinnen zu einer „Labyrinth“-Metapher. Um dieses Labyrinth zu durchdringen, ist Beharrlichkeit, Bewusstsein für den eigenen Fortschritt und eine sorgfältige Analyse der bevorstehenden Rätsel von Nöten.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die schwierige Position von Frauen in der Gesellschaft trotz gesetzlicher Gleichstellungsversuche und führt in die Forschungsfrage ein, ob sich die Geschlechterrollenvorstellungen zwischen den Generationen X und Y unterscheiden.
2 Theorieteil: Dieser Teil legt die theoretischen Grundlagen zu den Begriffen Generationen, soziale Rolle, Geschlechtsstereotype und Geschlechterrolle und beleuchtet die Situation von Frauen in Beruf und Haushalt.
3 Fragestellung und Hypothesen: In diesem Kapitel werden die Forschungsfragen sowie die darauf basierenden Hypothesen im Hinblick auf den Vergleich zwischen den Generationen X und Y abgeleitet.
4 Methodik: Hier wird der Versuchsaufbau, einschließlich der Beschreibung der Stichprobe, der Datenerfassungsinstrumente (Online-Fragebogen) und der angewandten statistischen Auswertungsmethoden, detailliert beschrieben.
5 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Datenprüfung, die deskriptiven Ergebnisse der Stichprobe sowie die statistischen Auswertungen zur Überprüfung der Hypothesen.
6 Interpretation und Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden interpretiert und in Bezug auf die Hypothesen diskutiert, wobei auch Gründe für nicht signifikante Ergebnisse analysiert werden.
7 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, methodische Schwächen wie die Nicht-Repräsentativität der Stichprobe thematisiert und ein Ausblick für zukünftige Forschung gegeben.
Geschlechterrollen, Generation X, Generation Y, Berufstätigkeit, Hausarbeit, Gleichberechtigung, Arbeitswelt, Work-Life-Balance, Geschlechtsstereotype, Soziale Rolle, Karriere, Führungspositionen, Berufswahl, Online-Befragung, Frauen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Geschlechterrollenvorstellungen von Frauen und untersucht, ob sich diese zwischen den Generationen X und Y unterscheiden und wie sie sich auf die subjektive Bedeutung des Berufs auswirken.
Die zentralen Themen sind der Wandel von Geschlechterrollen, die Arbeitswelt für Frauen, die Aufteilung von Hausarbeit und Beruf sowie die Einstellungen zur Gleichberechtigung in verschiedenen Lebensbereichen.
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob es signifikante Unterschiede in den Geschlechterrollenvorstellungen zwischen den Generationen X und Y gibt und ob diese Vorstellungen die subjektive Bedeutung des Berufs beeinflussen.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung von 174 Frauen in Deutschland durchgeführt, deren Daten anschließend statistisch mittels SPSS ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst eine ausführliche theoretische Fundierung zu Generationen und Rollenbildern, eine detaillierte Erläuterung der Methodik und die anschließende Präsentation und Interpretation der empirischen Ergebnisse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Geschlechterrollen, Generation X, Generation Y, Berufstätigkeit, Hausarbeit und Gleichberechtigung.
Die Online-Befragung wurde gewählt, da sie eine hohe Erreichbarkeit von Testpersonen ermöglicht, kosteneffizient ist und computergestützte Datenerfassung unterstützt, was besonders sinnvoll ist, da das Internet selbst ein moderner Kommunikationskanal ist.
Es konnten nur geringfügige Unterschiede zwischen den Generationen festgestellt werden. Ein Unterschied zeigt sich lediglich im Faktor der erwarteten Auswirkungen der Berufstätigkeit auf den Haushalt, wobei die Generation X eine etwas traditionellere Sichtweise aufweist.
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