Masterarbeit, 2014
212 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehen und Gliederung
1.3 Forschungsstand
1.3.1 Wissenspsychologie
1.3.2 Sprachliches Wissen zu den Wortarten/ zum Verb
1.3.3 Zusammenfassung
2. Sprachliches Wissen
2.1 Was ist überhaupt Wissen? – Ein Exkurs in die Wissenspsychologie
2.1.1 Deklaratives Wissen
2.1.2 Problemlösewissen
2.1.3 Prozedurales Wissen
2.1.4 Metakognitives Wissen
2.2 Eine Definition – sprachliches Wissen
2.2.1 Deklaratives Sprachwissen
2.2.2 Sprachliches Problemlösewissen
2.2.3 Prozedurales Sprachwissen
2.2.4 Metakognitives Sprachwissen
2.3 Entwicklung sprachlichen Wissens
2.3.1 Im einsprachigen Kontext
2.3.2 Im mehrsprachigen Kontext
2.4 Notwendigkeit sprachlichen Wissens
3. Kompetenzmodelle und –auffassungen des Deutschunterrichts
3.1 Sprachliche Kompetenz nach Steinig und Huneke
3.2 Sprachliche Kompetenzauffassung der DESI-Studie
3.3 Kompetenzmodell für den Deutschunterricht nach Jakob Ossner
3.4 Fazit
4. Das Verb
4.1 Linguistische Betrachtung
4.1.1 Morphologische Betrachtung
4.1.2 Semantische Betrachtung
4.1.3 Syntaktische Betrachtung
4.2 Fachdidaktische Betrachtung
4.3 Unterrichtsrealität
4.3.1 Curriculare Vorgaben
4.3.1.1 Nationale Bildungsstandards
4.3.1.2 Bildungsplan Grundschule BW 2004
4.3.2 Sprachbücher
4.4 Einordung des Verbs in das Kompetenzmodell nach Ossner
5. Zusammenfassung
6. Forschungsdesign der quantitativen Erhebung
6.1 Anlage der empirischen Erhebung
6.1.1 Stichprobe
6.1.1.1 Ein bürokratischer Exkurs
6.1.1.2 Die endgültige Stichprobe
6.1.2 Datenformat
6.1.2.1 Test
6.1.2.2 Note
6.2 Methodisches Vorgehen
6.2.1 Datenerhebung
6.2.1.1 Test
6.2.1.2 Note
6.2.2 Datenaufbereitung
6.2.2.1 Test
6.2.2.2 Note
6.2.3 Datenauswertung
6.2.4 Gütekriterien
7. Ergebnisse der quantitativen Erhebung
7.1 Deklaratives sprachliches Wissen
7.2 Sprachliches Problemlösewissen
7.3 Typenbildung
7.4 Zusammenfassung und Diskussion
8. Forschungsdesign der qualitativen Einzelfallstudien
8.1 Anlage der Einzelfallstudien
8.1.1 Fallauswahl
8.1.2 Datenformat
8.1.2.1 Test
8.1.2.2 Schülertext
8.1.2.3 Interview
8.2 Methodisches Vorgehen
8.2.1 Datenerhebung
8.2.1.1 Test
8.2.1.2 Schülertext
8.2.1.3 Interview
8.2.2 Datenaufbereitung
8.2.2.1 Test
8.2.2.2 Schülertext
8.2.2.3 Interview
8.2.3 Datenauswertung
8.2.3.1 Test
8.2.3.2 Schülertext
8.2.3.3 Interview
8.2.4 Gütekriterien
9. Ergebnisse der qualitativen Einzelfallstudien
9.1 Fall A
9.2 Fall B
9.3 Fall C
9.4 Fall D
9.5 Fall E
9.6 Fall F
10. Schluss
10.1 Zusammenführung und Diskussion der Ergebnisse
10.2 Beantwortung der Forschungsfragen
10.3 Gütekriterien und Aussagekraft
10.4 Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht das sprachliche Wissen von Schülern am Übergang in die Sekundarstufe I, mit einem spezifischen Fokus auf das Verb. Ziel ist es, das vorhandene Wissensspektrum – unterteilt in deklaratives, prozedurales, metakognitives und Problemlösewissen – zu erheben und zu analysieren, wie sich dieses Wissen im schulischen Kontext entwickelt.
1.1 FRAGESTELLUNG UND ZIELSETZUNG
Ein Verb ist ein Wiewort, zum Beispiel wie alt ist er - 11 Jahre
Die, auch im Titel dieser Arbeit angeführte, Antwort eines Viertklässlers auf die Frage Was ist ein Verb? lässt vermuten, dass es um das sprachliche Wissen von Schülern am Ende der Grundschule schlecht bestellt ist. Betrachtet man jedoch die Erklärung des Schülers etwas genauer, so steckt doch einiges an Wissen darin:
Gut, der Schüler hat scheinbar die Wortarten Verb und Adjektiv vertauscht, doch die Aussage dass ein Adjektiv ein Wiewort ist, wie er es formuliert, ist so vermutlich in der Mehrzahl von Sprachbüchern aufzufinden. In diesem Zusammenhang konnte er sich wohl auch noch an die dazugehörige Fragetechnik erinnern, die ebenfalls in den meisten Lehrwerken für die Grundschule zu finden ist. Diese hat er dann nach bestem Wissen und Gewissen auf sein Beispiel angewandt und was dabei herauskam, das ist in den ersten Zeilen dieser Einleitung zu lesen: Der Eindruck, dass der Schüler so ziemlich alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des sprachlichen Wissens von Schülern am Ende der Grundschule ein und definiert das Forschungsziel sowie die methodische Gliederung der Arbeit.
2. Sprachliches Wissen: Dieses Kapitel erarbeitet einen theoretischen Rahmen, indem der Wissensbegriff und insbesondere das sprachliche Wissen in seine vier Komponenten unterteilt und definiert werden.
3. Kompetenzmodelle und –auffassungen des Deutschunterrichts: Verschiedene wissenschaftliche Kompetenzmodelle werden diskutiert, wobei das Modell nach Ossner als theoretische Basis für die eigene Studie ausgewählt wird.
4. Das Verb: Das Verb wird hier linguistisch, fachdidaktisch und unter Berücksichtigung der realen Unterrichtspraxis sowie der curricularen Vorgaben detailliert analysiert.
5. Zusammenfassung: Dieses Kapitel bündelt die theoretischen Erkenntnisse zu den Wissensdimensionen und deren Bedeutung für das schulische Lernen.
6. Forschungsdesign der quantitativen Erhebung: Der empirische Teil beginnt mit der Beschreibung des methodischen Aufbaus, der Stichprobe und der Instrumente der quantitativen Vorstudie.
7. Ergebnisse der quantitativen Erhebung: Hier werden die gewonnenen Daten der Vorstudie deskriptiv und statistisch ausgewertet, wobei der Fokus auf den deklarativen und Problemlöse-Wissensbeständen liegt.
8. Forschungsdesign der qualitativen Einzelfallstudien: Dieser Abschnitt beschreibt die Anlage und das methodische Vorgehen der qualitativen Vertiefungsstudien, die auf den Ergebnissen der Vorstudie basieren.
9. Ergebnisse der qualitativen Einzelfallstudien: Die Ergebnisse der sechs Einzelfälle werden detailliert dokumentiert und interpretiert, um ein tieferes Verständnis der Wissenskonstellationen zu gewinnen.
10. Schluss: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt, Forschungsfragen beantwortet und die Gütekriterien sowie Grenzen der explorativen Studie reflektiert.
Sprachliches Wissen, Verb, Grundschule, Wissensdimensionen, Problemlösewissen, Grammatikunterricht, Deklaratives Wissen, Sprachgefühl, Bildungsstandards, Einzelfallanalyse, Kompetenzmodell, Sprachdidaktik, Metakognition, Schulbuchanalyse, Empirische Studie
Die Masterarbeit befasst sich mit dem sprachlichen Wissen von Kindern am Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen, wobei das Phänomen "Verb" als exemplarischer Untersuchungsgegenstand dient.
Die Arbeit verknüpft psychologische Theorien des Wissenserwerbs mit fachdidaktischen Modellen und empirischen Untersuchungen zur Grammatikvermittlung im Deutschunterricht.
Das Hauptziel besteht darin, zu erheben, wie umfassend das sprachliche Wissen der Schüler ist und inwieweit dieses Wissen – in seinen verschiedenen Ausprägungen – in konkreten Problemsituationen tatsächlich abgerufen und angewendet werden kann.
Es wird ein methodischer Mix (Vertiefungsmodell) verwendet: Zunächst findet eine quantitative Vorstudie statt, gefolgt von qualitativen Einzelfallstudien, um die Ergebnisse tiefer gehend zu interpretieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Wissensarten, Kompetenzmodelle), eine linguistische und fachdidaktische Analyse des Verbs sowie eine umfangreiche empirische Untersuchung inklusive Auswertung.
Zentrale Begriffe sind neben dem "sprachlichen Wissen" und dem "Verb" vor allem die Differenzierung zwischen Wissen und Können, deklaratives Wissen, Problemlösewissen sowie der Begriff des "Sprachgefühls".
Das Verb wurde gewählt, da es eine zentrale Rolle im Deutschunterricht einnimmt, eine hohe linguistische Komplexität aufweist und Schüler bereits frühzeitig mit unterschiedlichen didaktischen Zugangsweisen zu dieser Wortart konfrontiert werden.
Die Ergebnisse zeigen eine Diskrepanz zwischen Wissen und Können auf: Schüler verfügen oft über ein theoretisches (deklaratives) Wissen, sind jedoch häufig nicht in der Lage, dieses bei komplexen Problemlöseaufgaben explizit anzuwenden, da sie stark auf implizite Strategien (Sprachgefühl) zurückgreifen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

