Fachbuch, 2018
74 Seiten
1 Einleitung
2 Aktive vs. Passive Anlagephilosophie
3 Aktives Management
3.1 Instrumente zur Messung des aktiven Managements
3.2 Kombination von Tracking Error und Active Share
3.3 Risiken des aktiven Managements
3.4 Aktueller Forschungsstand und Kritik
4 Empirische Analyse
4.1 Methodik und Daten
4.2 Ergebnisse zum Active Share und Tracking Error
4.3 Idiosynkratisches Risiko
4.4 Performance
5 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.1 Wesentliche Erkenntnisse der empirischen Untersuchung
5.2 Vergleich zu anderen Studien
6 Fazit und Schlussbetrachtung
7 Anhang
Die Arbeit untersucht die Replizierbarkeit der Ergebnisse von Cremers und Petajisto (2009) zur Wirksamkeit des „Active Share“ als Prognoseinstrument für die Fondsperformance. Basierend auf einer Stichprobe von 867 US-amerikanischen Investmentfonds wird analysiert, ob Fonds mit einem hohen Active Share eine risikoadjustierte Überrendite gegenüber ihrer Benchmark erzielen können.
3.1.2 Active Share
Wie eingangs bereits erwähnt, wurde der Active Share von Cremers und Petajisto im Jahr 2006 als neues Maß zur Bewertung des aktiven Portfoliomanagements eingeführt. Als solches gibt er den Anteil des Bestandes eines Portfolios an, der von der Benchmark bzw. vom Index abweicht (Cremers, Petajisto 2009). In ihrer ersten Publikation aus dem Jahr 2006 berechneten die beiden Forscher den Active Share für US amerikanische Investmentfonds im Zeitraum von 1980 bis 2003. Sie kategorisierten Active Shares anhand von Fondseigenschaften wie Größe, Kosten und Turnover im Querschnitt und prüften die Ergebnisse über die genannte Periode.
Nach den Erkenntnissen von Cremers und Petajisto (2009) kann der Active Share als Prognoseinstrument für die Fondsperformance herangezogen werden. Demnach outperformen Fonds mit den höchsten Active Shares signifikant ihre Benchmark, sowohl vor als auch nach Kosten, und sollen zudem eine hohe Performance Persistenz besitzen. Die keinen Index replizierenden Fonds mit den geringsten Active Shares underperformen hingegen ihre Benchmark. Die Ergebnisse von Cremers und Petajisto sind bis heute Gegenstand der aktuellen Debatte. Detaillierter wird hierauf in Kapitel 2.4 eingegangen werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Herausforderungen für Privatanleger bei der Fondsselektion dar und führt in das Konzept des aktiven Managements sowie das Maß des Active Share als Bewertungsmetrik ein.
2 Aktive vs. Passive Anlagephilosophie: Dieses Kapitel erläutert die Unterschiede zwischen aktivem Management und passiver Indexierung, insbesondere unter Berücksichtigung von Kostenaspekten und der Markteffizienztheorie.
3 Aktives Management: Hier werden Instrumente zur Messung aktiven Managements, wie Tracking Error und Active Share, detailliert vorgestellt und ihre Anwendung sowie Risiken diskutiert.
4 Empirische Analyse: Dieses Kapitel enthält die empirische Untersuchung von 867 US-Fonds, bei der die Performance, das idiosynkratische Risiko und die Kategorisierung mittels Active Share und Tracking Error analysiert werden.
5 Zusammenfassung der Ergebnisse: Hier werden die Resultate der empirischen Analyse reflektiert, interpretiert und in den Kontext der bestehenden Finanzliteratur eingeordnet.
6 Fazit und Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Kernerkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Eignung des Active Share als Entscheidungsgrundlage für Privatanleger.
Active Share, Tracking Error, Aktives Management, Investmentfonds, Fondsselektion, Performance, Idiosynkratisches Risiko, Portfolioallokation, Benchmarking, Closet Indexing, Stock Picking, Faktor Timing, Risikoadjustierte Rendite, Markteffizienz, Anlegerverhalten.
Die Arbeit analysiert die Nützlichkeit des „Active Share“ als Kennzahl zur Messung des Aktivitätsgrades von Investmentfonds und dessen Eignung, eine zukünftige Überrendite (Alpha) vorherzusagen.
Die zentralen Themen sind der Vergleich zwischen aktiven und passiven Anlagestrategien, die Methoden zur Messung aktiven Managements sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Fondsperformance und deren Risikofaktoren.
Das primäre Ziel ist die Replikation und Überprüfung der Studienergebnisse von Cremers und Petajisto (2009) unter Verwendung eines aktuellen Datensatzes US-amerikanischer Investmentfonds.
Es wird eine empirische Querschnittsanalyse von 867 Investmentfonds durchgeführt, wobei die Fonds mittels Active Share und Tracking Error in verschiedene Managementstile kategorisiert und auf ihre Performance hin untersucht werden.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition und methodischen Erfassung von aktivem Management, der Diskussion aktueller Forschungskritik am Active Share sowie der ausführlichen empirischen Auswertung der Daten hinsichtlich Risiko und Rendite.
Die wichtigsten Begriffe sind Active Share, Tracking Error, aktives Management, Investmentfonds und Fondsselektion.
Der Active Share misst die Abweichung der Portfoliobestände von der Benchmark, während der Tracking Error die Volatilität der Renditedifferenz zwischen Portfolio und Benchmark beschreibt.
Die Arbeit diskutiert hierzu das „Investment Puzzle“ nach Gruber: Anleger hoffen, durch die Auswahl spezifischer, vermeintlich überbewerteter Fonds eine Überrendite zu erzielen oder nutzen diese Fonds als Absicherung gegen Downside-Risiken.
Der Autor schlussfolgert, dass der Active Share kein alleiniges Entscheidungskriterium für Privatanleger darstellt, sondern als hilfreiches Instrument in Kombination mit anderen Kennzahlen dienen kann, um die Strategie eines Fondsmanagers zu durchleuchten.
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