Masterarbeit, 2018
124 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Stand der Forschung
1.3 Zielsetzung, Forschungsfragen sowie Aufbau der Arbeit
2 Die Entstehungsgeschichte des Crowdfundings
2.1 Ökonomische Ebene
2.2 Technologische und gesellschaftliche Ebene
3 Die heutige Definition von Crowdfunding sowie die Abgrenzung zum Fundraising
4 Die Akteure im Crowdfunding
4.1 Crowd
4.2 Kapitalsuchende
4.3 Plattform
4.4 Sonstige Stakeholder
5 Grundsätzliche Prinzipien eines Crowdfundings
5.1 Das ‚Alles oder nichts‘-Prinzip
5.2 Das Gegenleistungsprinzip
5.3 Das Transparenzprinzip
6 Die unterschiedlichen Arten des Crowdfundings
6.1 Spendenbasiertes Crowdfunding (Donation)
6.1.1 Vorstellung der Plattform Betterplace
6.1.2 Exemplarische Kampagnenvorstellung: UNO-Flüchtlingshilfe
6.2 Gegenleistungsbasiertes Crowdfunding (Reward)
6.2.1 Vorstellung der Plattform Startnext
6.2.2 Exemplarische Kampagnenvorstellung: SWARM Protein
6.3 Beteiligungsbasiertes Crowdfunding (Equity)
6.3.1 Vorstellung der Plattform Seedmatch
6.3.2 Exemplarische Kampagnenvorstellung: TinkerToys
6.4 Kreditbasiertes Crowdfunding (Lending)
6.4.1 Vorstellung der Plattform Auxmoney
6.4.2 Exemplarische Vorstellung einer Auxmoney-Kampagne
7 Die Phasen einer Crowdfunding-Kampagne
7.1 Die Vorbereitungsphase einer Crowdfunding-Kampagne
7.1.1 Der Aufbau einer Community
7.1.2 Der Projektplan
7.1.3 Das Pitch-Video
7.1.4 Bilder
7.1.5 Rewards
7.2 Die anderen Phasen einer Crowdfunding-Kampagne
7.2.1 Bewerbungsphase
7.2.2 Die Fundingphase
7.2.3 Der Kampagnenabschluss und die Aufgaben danach
8 Empirie
8.1 Methodisches Vorgehen
8.2 Experteninterviews
8.2.1 Beschreibung der Interviewleitfäden
8.2.2 Deskriptive Darstellung der Ergebnisse
8.2.3 Analyse der Ergebnisse
8.3 Online-Umfrage
8.3.1 Beschreibung der Online-Umfrage
8.3.2 Deskriptive Darstellung der Ergebnisse
8.3.3 Analyse der Ergebnisse
9 Diskussion, Handlungsempfehlungen und Schlussfolgerung
Die Masterarbeit untersucht den Einfluss von Social Media und Presseberichten auf den Erfolg von Crowdfunding-Kampagnen in Deutschland, um zu bestimmen, welcher Faktor für die anfängliche Bewerbung wertvoller ist und wie diese optimal im Kampagnenprozess eingesetzt werden.
7.1.3 Das Pitch-Video
„Das Video ist das wichtigste Element einer Crowdfunding-Kampagne“ (Startnext, 2018e). Aus diesem Grund wird nachfolgend auf die Charakteristika eines guten Videos eingegangen. Das Video wird selten direkt auf der eigentlichen Crowdfunding-Plattform hochgeladen. In den meisten Fällen muss das Video vorab auf den Videoplattformen YouTube oder Vimeo veröffentlicht sein (Sterblich et al, 2015, S. 118). Bei Startnext erfolgt die Videoeinbindung via YouTube. Insgesamt sollte das Video speziell für die Crowdfunding-Kampagne gedreht werden. Ein bereits vorhandener Imagefilm oder ein Trailer werden nicht empfohlen und sollten allerhöchstens nach einer individuellen Kampagnenansprache eingespielt werden (Startnext, 2018f).
Da das Video nicht nur der reinen Projektvorstellung dient, sondern vielmehr auch als wichtiges Bindeglied zwischen Crowd und Kampagnenleiter anzusehen ist, sollten idealerweise die Gesichter hinter der Projektidee vor der Kamera vorgestellt werden. Dies schafft wichtiges Vertrauen bei den potenziellen Unterstützern (Sterblich et al, 2015, S. 120) und sorgt für ein authentischeres Auftreten. Neben der Vorstellung des Teams sollte bereits zu Beginn des Videos kurz und präzise die Idee vorgestellt werden. Die frühzeitige Projektvorstellung lässt sich auf die geringe Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer zurückführen. Startnext selber beschreibt hierzu: „Die ersten 20 Sekunden sind entscheidend. In dieser Zeit entscheiden die Zuschauer i.d.R., ob sie ein Video zu Ende schauen. Daher solltest du die wichtigsten Informationen an den Anfang des Videos stellen“ (Startnext, 2018e). Im Crowdfunding-Handbuch wird sogar auf die ersten zehn Sekunden verwiesen (Sterblich et al, 2015, S. 120). Da das ‚Pitch-Video‘ oftmals der erste Berührungspunkt mit der Crowd darstellt, sollten bei der Erstellung weitere, psychologische Effekte berücksichtigt werden.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Crowdfundings als alternative Finanzierungsform ein und thematisiert die Forschungsfrage nach dem Einfluss von Social Media und Presse auf den Kampagnenerfolg.
2 Die Entstehungsgeschichte des Crowdfundings: Es werden die ökonomischen, technologischen und gesellschaftlichen Hintergründe beleuchtet, die zur Entstehung und Verbreitung des Crowdfundings führten.
3 Die heutige Definition von Crowdfunding sowie die Abgrenzung zum Fundraising: Dieses Kapitel liefert eine aktuelle Begriffsdefinition und grenzt Crowdfunding inhaltlich vom Fundraising ab.
4 Die Akteure im Crowdfunding: Die zentralen Beteiligten wie die Crowd, Kapitalsuchende und Plattformen werden in ihren Rollen und Intentionen beschrieben.
5 Grundsätzliche Prinzipien eines Crowdfundings: Die Prinzipien "Alles oder nichts", Gegenleistung und Transparenz bilden die methodische Basis für das Verständnis von Kampagnenmodellen.
6 Die unterschiedlichen Arten des Crowdfundings: Es erfolgt eine detaillierte Erörterung der vier Hauptarten (Donation, Reward, Equity, Lending) inklusive Praxisbeispielen aus Deutschland.
7 Die Phasen einer Crowdfunding-Kampagne: Dieser Abschnitt beschreibt den Ablauf von der Vorbereitung (Community-Aufbau, Pitch-Video) bis hin zum Kampagnenabschluss.
8 Empirie: Dargestellt werden die methodische Vorgehensweise, die Durchführung der Experteninterviews mit Kampagnenleitern sowie die quantitative Online-Umfrage zur Crowdwahrnehmung.
9 Diskussion, Handlungsempfehlungen und Schlussfolgerung: Die Ergebnisse werden diskutiert, die Forschungsfragen beantwortet und Handlungsempfehlungen für zukünftige Kampagnenleiter abgeleitet.
Crowdfunding, Social Media, Pressearbeit, Schwarmfinanzierung, Startnext, Seedmatch, Crowdlending, Crowdinvesting, Projektfinanzierung, Projektmarketing, Investitionsentscheidung, Community-Aufbau, Pitch-Video, Kampagnenerfolg, Internetnutzer
Die Arbeit analysiert, wie soziale Medien und Pressearbeit den Erfolg einer Crowdfunding-Kampagne in Deutschland beeinflussen, und gewichtet die Bedeutung dieser beiden Faktoren im Verlauf einer Kampagne.
Die zentralen Felder umfassen die Entstehungsgeschichte und Prinzipien des Crowdfundings, die verschiedenen Crowdfunding-Arten (Spenden, Gegenleistung, Beteiligung, Kredit), die Phasen einer Kampagne sowie eine empirische Untersuchung durch Experteninterviews und eine Online-Umfrage.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, wie und wann Social Media und Pressearbeit eingesetzt werden sollten, um den Kampagnenerfolg zu maximieren, und die Hypothese zu prüfen, ob Pressearbeit für die anfängliche Bewerbung wertvoller ist als Social Media.
Der Autor verwendet einen Methodenmix, bestehend aus einer qualitativen Analyse durch Experteninterviews mit erfolgreichen Kampagnenleitern und einer quantitativen Untersuchung mittels einer Online-Umfrage unter der Crowd.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Crowdfundings, die Akteure, die Kampagnenphasen (insbesondere die Vorbereitung) sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
Die wichtigsten Begriffe sind Crowdfunding, Social Media, Pressearbeit, Schwarmfinanzierung, Projektmarketing, Crowdinvesting, Kampagnenplanung und Investorenverhalten.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Presseberichte aufgrund ihrer enormen Reichweite und der Fähigkeit, auch Zielgruppen außerhalb sozialer Netzwerke zu erreichen, besonders wertvoll für die anfängliche Sichtbarkeit einer Kampagne sind.
Social Media fungiert als direkter Kanal zum Aufbau einer Community und zur zielgruppengerechten Ansprache, wobei Facebook laut den Experteninterviews als besonders wertvoll für das Kampagnen-Marketing eingestuft wird.
Der Autor empfiehlt eine frühzeitige und detaillierte Kampagnenplanung, die Nutzung von Presse für die Reichweitenmaximierung zu Beginn und den Aufbau einer Community über soziale Medien, um das Engagement während der Fundingphase zu stützen.
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