Diplomarbeit, 2005
149 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Definition des Begriffs „Low-Cost-Airline“
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Veränderung des Luftverkehrsmarktes
2.1 Deregulierung und Liberalisierung des internationalen Luftverkehrs
2.1.1 Deregulierung in den USA
2.1.2 Deregulierung in Europa
2.1.3 Deregulierung des internationalen Luftverkehrs
2.2 Auswirkungen der Deregulierung und Evolution der Low-Cost-Airlines
2.2.1 Entwicklung in den USA
2.2.2 Entwicklung in Europa
2.2.3 Entwicklung auf anderen bedeutenden Flugmärkten
3 Das Geschäftsmodell der Low-Cost-Airlines
3.1 Strategische Orientierung
3.2 Grundelemente des Geschäftsmodells
3.2.1 Streckenstruktur
3.2.2 Flugzeuge
3.2.3 Marketing & Vertrieb
3.2.4 Service
3.2.5 Personalwirtschaft und Organisation
3.2.6 Interdependenzen
3.3 Vergleich zu herkömmlichen Airlines
3.3.1 Network-Airlines
3.3.2 Charter-Airlines
4 Low-Cost-Airlines im Fernstreckenverkehr
4.1 Gescheiterte Pioniere
4.2 Eigenschaften der Langstrecke
4.3 Methodik der Interviews
4.4 Stärken und Schwächen (Unternehmensanalyse)
4.4.1 Innen-Außen-Perspektive
4.4.2 Außen-Innen-Perspektive
4.5 Chancen und Risiken (Umweltanalyse)
4.5.1 Allgemeine Umwelt
4.5.2 Wettbewerbsumwelt
5 Schlussbetrachtung und Handlungsempfehlung
Diese Diplomarbeit untersucht das Geschäftsmodell von Low-Cost-Airlines (LCA) und analysiert kritisch deren Erfolgspotenziale im Hinblick auf eine Transformation vom Kurz- und Mittelstreckenverkehr auf die Langstrecke. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob sich die für den Erfolg auf Kurzstrecken verantwortlichen Faktoren auch auf Fernstrecken übertragen lassen.
1.1 Einführung in die Thematik
Die Welt ist durch die Entwicklung der modernen Luftfahrt immer näher aneinander gerückt. Eine Umrundung des Globus dauert nicht mehr 80 Tage, sondern kann innerhalb von 48 Stunden erfolgen. Menschen nutzen das Flugzeug, um zu ihren Arbeitsplätzen zu gelangen, Freunde und Verwandte zu besuchen oder um an einem fremden Ort ihre Freizeit zu verbringen. Längst ist das Fliegen kein Luxusgut mehr und wird von breiten Schichten der Bevölkerung genutzt. Seit der Deregulierung zahlreicher Flugmärkte der Welt hat der Wettbewerb, und speziell der Preiswettbewerb zugenommen. Infolgedessen ist der erzielbare Yield pro Passagierkilometer tendenziell gesunken (Doganis, 2002, S. 101). Dies hat die Anbieter dazu bewogen, ihre Stückkosten weiter zu senken. Genau in diese Entwicklung passt die Entstehung der Low-Cost-Airlines (LCA) 1. Schon vor mehr als 30 Jahren trat das Phänomen „LCA“ in den USA auf. Auf einem holprigen Weg mit zahlreichen Rückschlägen hat es dieser neue Betriebstyp schließlich geschafft, sich zu etablieren. Diese neue Generation von Airlines hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Produkt „Flug“ auf die Kernleistung zu reduzieren, um es für noch mehr Menschen erschwinglich zu machen. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Die Erfahrung zeigt, dass niedrige Flugtarife überproportional steigende Nachfrage generieren. Menschen, die sonst mit Bahn, Bus, Fähre, Auto oder gar nicht gefahren wären, nutzen nun das Flugzeug als Verkehrsmittel. Die Welle des Erfolges ist längst von den USA auf den Rest der Welt übergeschwappt. Überall entstehen neue Fluggesellschaften, die durch die konsequente Minimierung ihrer Kosten günstige Preise anbieten können. Bisher operieren die neuen Anbieter vorwiegend auf Kurz- und Mittelstrecken. Alle Versuche, das Geschäftskonzept auf die Langstrecke zu übertragen, sind bisher gescheitert. Betrachtet man jedoch die zurzeit herrschende Euphorie in diesem Marktsegment, scheint ein erneuter Versuch nur eine Frage der Zeit zu sein. Diese Arbeit soll dazu dienen, die Erfolgspotenziale der LCAs aufzuzeigen und hinsichtlich einer Transformation auf die Langstrecke zu überprüfen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Entwicklung der Luftfahrt und die Entstehung von Low-Cost-Airlines dar und definiert deren Kernkonzept.
2 Veränderung des Luftverkehrsmarktes: Dieses Kapitel erläutert die Deregulierung und Liberalisierung des Flugverkehrs in den USA, in Europa und auf internationaler Ebene sowie deren Auswirkungen auf die Wettbewerbsstruktur.
3 Das Geschäftsmodell der Low-Cost-Airlines: Hier wird das Geschäftsmodell der Low-Cost-Airlines detailliert beschrieben und mit den Strukturen von Network- und Charter-Airlines verglichen.
4 Low-Cost-Airlines im Fernstreckenverkehr: Dieses Kernkapitel analysiert auf Basis von Experteninterviews die Erfolgspotenziale und die Umsetzbarkeit des Low-Cost-Modells auf der Langstrecke.
5 Schlussbetrachtung und Handlungsempfehlung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der SWOT-Analyse zusammen und bewertet die Chancen für ein erfolgreiches Bestehen von Low-Cost-Airlines auf der Langstrecke.
Low-Cost-Airlines, Deregulierung, Luftverkehr, Kostenführerschaft, Langstrecke, Geschäftsmodell, Wettbewerb, Liberalisierung, Point-to-Point, Yield Management, Marktanteile, No-Frills, Charter-Airlines, Netzbetreiber, Strategisches Management.
Die Arbeit untersucht, ob und wie das erfolgreiche Geschäftsmodell der Low-Cost-Airlines vom Kurz- und Mittelstreckenverkehr auf die Langstrecke übertragen werden kann.
Die zentralen Felder umfassen die Deregulierung der Luftverkehrsmärkte, die detaillierte Beschreibung der Low-Cost-Strukturen und den Vergleich mit etablierten Netzwerk- sowie Charter-Airlines.
Ziel ist es, die Erfolgspotenziale von Low-Cost-Airlines zu identifizieren und kritisch zu prüfen, ob eine Transformation des Geschäftsmodells auf die Fernstrecke wirtschaftlich realisierbar ist.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse wurden fünf teilstandardisierte Experteninterviews mit Branchenvertretern durchgeführt, deren Ergebnisse in die strategische Analyse einfließen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Luftverkehrsmärkte, den operativen Erfolgsfaktoren der Low-Cost-Carrier und der anschließenden Analyse der Umsetzbarkeit auf Langstreckenrouten mittels Unternehmens- und Umweltanalyse.
Die wesentlichen Begriffe sind Low-Cost-Airlines, Deregulierung, Kostenführerschaft, Point-to-Point-Verkehr und Langstreckenpotential.
Sie dienen als mahnendes Beispiel, um zu verdeutlichen, welche Risiken und betriebswirtschaftlichen Herausforderungen bei einer Transformation auf die Fernstrecke auftreten können.
Die Experten betonen, dass Kostenvorteile auf der Langstrecke schwinden und das Modell dort eher mit den bereits etablierten Charter-Geschäftsmodellen kollidiert, was einen dauerhaften Einstieg erschwert.
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