Bachelorarbeit, 2013
48 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition von Persönlichkeit
2.2 Komponenten der Persönlichkeit: Das Modell der „Big Five“
2.2.1 Dimensionen des Fünf-Faktoren-Modells
2.2.2 Erfassung der Big Five Facetten
2.2.3 Kritische Würdigung des Fünf-Faktoren-Modells
2.3 Definition von Arbeitsleistung
2.3.1 Erfassung der Arbeitsleistung
2.3.2 Vorhersagevariablen der Arbeitsleistung
3. Methodik
4. Der Einfluss von Persönlichkeit auf die Arbeitsleistung
4.1 Persönlichkeit als Prädiktor der Arbeitsleistung- Die Kontroversen
4.1.1 Zweifler der Validität von Persönlichkeitsmessungen
4.1.2 Befürworter der Validität von Persönlichkeitsmessungen
4.2 Empirische Ergebnisse zu Persönlichkeit und Arbeitsleistung
4.2.1 Emotionale Stabilität und verschiedene Berufsgruppen
4.2.2 Extraversion und verschiedene Berufsgruppen
4.2.3 Offenheit für Erfahrung und verschiedene Berufsgruppen
4.2.4 Verträglichkeit und verschiedene Berufsgruppen
4.2.5 Gewissenhaftigkeit und verschiedene Berufsgruppen
4.3 Situative Moderatoren - Die vernachlässigten Kriterien bei Messungen von Persönlichkeit und Arbeitsleistung
4.4 Zusammenfassung der Studien
4.5 Kritische Würdigung der Ergebnisse
5. Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Persönlichkeit auf die Arbeitsleistung, wobei das Big-Five-Modell als theoretisches Fundament dient, um die Validität von Persönlichkeitstests in der Personalauswahl kritisch zu beleuchten und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.
4.2.5 Gewissenhaftigkeit und verschiedene Berufsgruppen
Für alle untersuchten Berufsfelder, gilt Gewissenhaftigkeit als valider Prädiktor. Es stellte sich vor allem heraus, dass dieser Faktor auch den höchsten Wert aufwies und sich somit als stärkster Prädiktor für die Arbeitsleistung in allen betrachteten Berufen, also für Experten, Verkäufer, Manager, Polizisten und gelernte beziehungsweise angelernte Arbeitskräfte herausstellte (Barrick et al., 2001: 21). Bereits in der 10 Jahre zuvor erstellten Metaanalyse, korrelierte die Eigenschaft Gewissenhaftigkeit mit der Arbeitsleistung aller Berufsgruppen (Barrick & Mount, 1991: 12 f.). Die Studie von Vinchur et al. (1998: 591) belegt, dass die Eigenschaft gewissenhaft zu sein, mit den Leistungskriterien von Verkäufern zusammenhängen. Genauer gesagt konnte sich Gewissenhaftigkeit als Prädiktor für Verkaufsergebnisse und Vorgesetztenbewertungen erweisen und die zuvor genannten Resultate bekräftigen (Vinchur et al., 1998: 591). Auch für militärische und bürgerliche Berufe besitzt Gewissenhaftigkeit eine grundsätzliche Gültigkeit (Salgado, 1998: 278). Nach Hurtz und Donovan (2000: 874) besitzt Gewissenhaftigkeit die höchste Validität als Vorhersagevariable der gesamten Arbeitsleistung, vor allem für Verkäufer und den Kundendienst.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz des Humankapitals ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss der Persönlichkeit auf die Arbeitsleistung.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begriffe Persönlichkeit sowie Arbeitsleistung definiert und das Big-Five-Modell als wissenschaftliche Basis eingeführt.
3. Methodik: Dieses Kapitel erläutert die Kriterien der Literatursuche und Auswahl, welche die Basis für das folgende Literaturreview bilden.
4. Der Einfluss von Persönlichkeit auf die Arbeitsleistung: Dieser Hauptteil analysiert empirische Studien und Metaanalysen zur Validität von Persönlichkeitsmerkmalen als Prädiktoren für verschiedene Berufsgruppen.
5. Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement: Hier werden aus den theoretischen und empirischen Erkenntnissen praktische Empfehlungen für die Personalauswahl abgeleitet.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert den Forschungsstand und bietet einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der Persönlichkeitsforschung.
Persönlichkeit, Arbeitsleistung, Big Five, Personalauswahl, Gewissenhaftigkeit, Emotionale Stabilität, Extraversion, Validität, Metaanalyse, Personalmanagement, Prädiktor, Berufspsychologie, Eignungsdiagnostik, Situative Moderatoren, Leistungskriterien
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlich umstrittenen Frage, ob und inwieweit Persönlichkeitseigenschaften eines Menschen dessen berufliche Arbeitsleistung vorhersagen können.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf dem Big-Five-Modell der Persönlichkeit, der Definition und Messbarkeit von Arbeitsleistung sowie der Evaluation von Persönlichkeitstests in der Eignungsdiagnostik.
Das Ziel ist es, den Forschungsstand zur Einflussnahme von Persönlichkeitsfaktoren auf die Arbeitsleistung systematisch aufzuarbeiten und Handlungsempfehlungen für das betriebliche Personalmanagement zu generieren.
Es handelt sich um ein Literaturreview, welches zahlreiche wissenschaftliche Artikel und Metaanalysen der letzten 20 Jahre heranzieht, um die Validität von Persönlichkeitsmessungen zu untersuchen.
Der Hauptteil analysiert Kontroversen zwischen Kritikern und Befürwortern von Persönlichkeitstests und stellt empirische Ergebnisse für verschiedene Berufsgruppen sowie situative Moderatoren vor.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Persönlichkeit, Arbeitsleistung, Big Five, Gewissenhaftigkeit, Eignungsdiagnostik und Personalauswahl charakterisiert.
Das Modell dient als international anerkannter Konsens in der Forschung, um Persönlichkeitsmerkmale strukturiert zu kategorisieren und deren Korrelation mit beruflicher Leistung messbar zu machen.
Die Forschungsergebnisse deuten konsistent darauf hin, dass Gewissenhaftigkeit der stärkste und valideste Prädiktor für die Arbeitsleistung über nahezu alle untersuchten Berufe hinweg ist.
Situative Moderatoren sind äußere Rahmenbedingungen, wie beispielsweise Anforderungen der Aufgabenebene oder das Unternehmensklima, welche die Stärke der Beziehung zwischen Persönlichkeit und Arbeitsleistung maßgeblich beeinflussen können.
Das Fazit verdeutlicht, dass Persönlichkeitsmessungen mit Bedacht ausgewählt und kombiniert werden müssen, um einen echten Mehrwert bei Einstellungsentscheidungen und der Prognose beruflicher Leistung zu erzielen.
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