Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Essen und Ernährung
2.2 Esskultur
2.3 Nachhaltigkeit
2.4 Partizipation
3 Reflexion der theoretischen Ausgangspunkte
3.1 Sozialisation in den Institutionen Familie und Kita
3.2 Sozialität des Essens
3.3 Nachhaltiges Esshandeln
4 Methodisches Vorgehen im Forschungsprozess
4.1 Forschungsinteresse
4.2 Fallauswahl
4.3 Datenerhebung
4.4 Datenauswertung
5 Analyse des Datenmaterials
5.1 Wie gestaltet sich die familiäre Esskultur?
5.2 Wie gestaltet sich die kitainterne Esskultur?
5.3 Welche partizipativen Ansätze sind beim Esshandeln zu erkennen?
6 Fazit
7 Forschungsperspektiven
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie eine gesunde und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Esskultur entstehen kann. Im Zentrum steht die Frage, welche Bedeutung Partizipationsprozesse von Eltern und Kindern in Familie und Kindertagesstätte für die Herausbildung eines nachhaltigen Esshandelns haben und wie durch Wissenstransfer und aktive Mitgestaltung etablierte Ernährungsmuster gewandelt werden können.
Die Struktur der Esssituationen
In den Familien von I_1 und I_2 wird das Frühstück meistens gemeinsam eingenommen. In der Familie von I_3 frühstücken die Kinder hingegen in der Kita. In allen drei Familien wird aufgrund der Berufstätigkeit der Eltern meistens abends eine warme Mahlzeit gekocht und es wird versucht, dass alle Familienmitglieder anwesend sind, was nicht immer realisierbar ist. Am Wochenende werden meistens alle Mahlzeiten gemeinsam verbracht. Bei I_1 und I_2 variieren je nach Unternehmungen und Hungergefühl der zeitliche Rhythmus der Mahlzeiten und das Speisenangebot. I_1 geht relativ oft in Restaurants essen, I_2 hingegen sehr selten.
Die Aussagen zeigen, dass die Erwerbstätigkeit beider Elternteile und die Möglichkeiten der eigenverantwortlichen Freizeitgestaltung am Wochenende zu einer Veränderung der traditionellen, dreigeteilten Mahlzeitenstruktur führen. Es findet zum Einen eine zeitliche Flexibilisierung der Mahlzeiten statt und zum Anderen erfolgt von Montag bis Freitag eine Auslagerung des Frühstücks und des Mittagessens in die Kita. Das folgende Zitat verdeutlicht, dass zwar der Anspruch besteht, das traditionelle Mahlzeitenschema aufrecht zu erhalten, dies jedoch kaum möglich ist:
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Wandels der Esskultur hin zu mehr Nachhaltigkeit und definiert die zentrale Forschungsfrage.
2 Begriffsdefinitionen: Es werden die zentralen Begriffe Essen, Ernährung, Esskultur, Nachhaltigkeit und Partizipation theoretisch bestimmt, um ein einheitliches Verständnis für die Untersuchung zu schaffen.
3 Reflexion der theoretischen Ausgangspunkte: Dieses Kapitel verknüpft sozialisationstheoretische Ansätze mit der Sozialität des Essens und dem Konzept der Nachhaltigkeit, um einen theoretischen Rahmen für die empirische Analyse zu bilden.
4 Methodisches Vorgehen im Forschungsprozess: Die Arbeit legt ihr qualitativ-empirisches Design offen, das auf leitfadengestützten Interviews basiert und mittels inhaltlich strukturierender Analyse ausgewertet wird.
5 Analyse des Datenmaterials: Die Analyse untersucht fallorientiert und kategorienbasiert die Gestaltung familiärer und kitainterner Esskulturen sowie das Ausmaß partizipativer Ansätze.
6 Fazit: Die Ergebnisse zeigen, dass ein ganzheitlicher Ansatz unter Einbeziehung von Eltern und Kindern den Wandel der Esskultur beschleunigen kann, wobei jedoch unterschiedliche Wertvorstellungen ein hohes Konfliktpotenzial bergen.
7 Forschungsperspektiven: Aus den Erkenntnissen der explorativen Studie werden Ansätze für weiterführende, breiter angelegte wissenschaftliche Forschungen abgeleitet.
Esskultur, Ernährung, Nachhaltigkeit, Partizipation, Sozialisation, Familie, Kita, Esshandeln, qualitative Forschung, MAXQDA, Gesundheitsförderung, Ernährungsbildung, Konsumverhalten, Mahlzeitenstruktur, Alltagspraxis
Die Arbeit untersucht, wie eine gesunde und nachhaltige Esskultur durch Partizipationsprozesse in Familie und Kindertagesstätte gefördert werden kann.
Die Arbeit behandelt die Sozialisation in Familie und Kita, die soziale Bedeutung von Mahlzeiten sowie die Möglichkeiten der Einflussnahme durch aktives Mitgestalten an Ernährungsentscheidungen.
Die zentrale Frage lautet: Wie kann eine gesunde und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Esskultur entstehen?
Es wurde ein qualitativ-empirisches Vorgehen gewählt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit Eltern, die mittels inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse (nach Kuckartz) ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden die Strukturen der familiären und kitainternen Esskulturen analysiert sowie die Grade der Partizipation (Informieren/Konsultieren vs. Aktive Beteiligung) der Akteure beleuchtet.
Besonders ist die systemübergreifende Betrachtung des Esshandelns, die sowohl die privaten Lebenswelten der Familien als auch die institutionellen Rahmenbedingungen der Kita in Bezug auf Nachhaltigkeit verknüpft.
Die Analyse zeigt, dass das Kita-Personal durch seine Haltung gegenüber Ernährungsthemen und die Organisation der Essensversorgung maßgeblichen Einfluss auf die Essgewohnheiten der Kinder und die Wahrnehmung der Eltern ausübt.
Die Reaktionen variieren stark: Während einige Eltern Skandale zum Anlass für eine kritische Überprüfung und Umstellung ihres Einkaufsverhaltens nehmen, zeigen andere eine eher ambivalente Haltung, in der persönliche Gewohnheiten oder der pragmatische Faktor Zeitaufwand überwiegen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Partizipation von Eltern und Kindern ein zentraler Motor für den Wandel ist, da aktive Mitbestimmung das Bewusstsein für die eigene Ernährungsgestaltung und die damit verbundenen ökologischen und sozialen Konsequenzen stärkt.
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