Masterarbeit, 2017
87 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Frühkindliche Bildung
2.1 Das Trias Erziehung – Bildung – Betreuung
2.2 Der Bildungsauftrag in der Frühpädagogik
2.3 Frühe Kindheit
2.4 Frühkindliche Bildungsforschung in Deutschland
2.5 Bildungspläne der Bundesländer
3. Die Kindertagesbetreuung in Deutschland
3.1 Die Kindertagesstätte als institutionelle Betreuungsform
3.2 Die Kindertagespflege als private Betreuungsform
4. Reggio-Pädagogik
4.1 Die konzeptionelle Entwicklung der Reggio-Pädagogik
4.2 Die Biografie von Loris Malaguzzi
4.3 Das Menschenbild der Reggio-Pädagogik
4.3.1 Das Bild vom Kind
4.3.2 Die Rolle Erwachsener: Eltern und Erzieher
4.4 Besonderheiten und Grundsätze der Reggio-Pädagogik
4.4.1 Die Bedeutung von Identität und Gemeinschaft
4.4.2 Die Vorstellung von Bildung und Lernen
4.4.3 Die Bedeutung von Projekten
4.4.4 Beobachtung und Dokumentation
4.4.5 Der Raum als dritter Erzieher
4.5 Kritik an der Reggio-Pädagogik
5. Vergleich des Bildungsverständnisses des frühkindlichen Bildungsdiskurses mit dem Bildungsverständnis im Konzept der Reggio-Pädagogik
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den aktuellen frühkindlichen Bildungsdiskurs in Deutschland und vergleicht dessen Anforderungen und Bildungsverständnisse mit den Grundsätzen der Reggio-Pädagogik. Ziel ist es, unter Beantwortung der Forschungsfrage zu analysieren, welche spezifischen Bildungsaspekte der Reggio-Pädagogik den hiesigen Diskurs bereichern können.
4.4.5 Der Raum als dritter Erzieher
„La terza insegnanto è lo spazio (Mara Davolis)“ (Göhlich 1988, S. 67).
Die Aussage Mara Davolis besagt, dass der Raum bzw. die Aufteilung und Gestaltung des Gruppenraums sowie der gesamten Einrichtung ebenso wichtig ist, wie die beiden Erzieher, die den dreißig Kindern einer Gruppe zugeteilt sind (vgl. ebd.). Sämtliche Krippen und Kindergärten in Reggio Emilia folgen dem Prinzip „der Raum als dritter Erzieher“, dies bedeutet, „(...) dass anregende Materialien und transparente räumliche Strukturen den Kindern freie Erkundungen und autonome Lernschritte ermöglichen“ (Dreier 2006, S. 48). Die Kinder lernen durch Gegenstände und Objekte ihre Umwelt kennen. Rinaldi betont: „Die Gegenstände und die Objekte der Umwelt sind wichtige und aktive Gesprächspartner des Kindes. Wir können von einem Dialog zwischen Kind und Objekten und einem Lernen durch sie sprechen“ (Rinaldi 1984, S. 217; übersetzt von A. Dreier). Spiegel als Gegenstände sind in der Reggio-Pädagogik zum Beispiel von großer Bedeutung: „Sie regen an zur Selbstwahrnehmung und – beobachtung und tragen somit wesentlich zur Entwicklung der Identität eines Kindes bei, indem es sich auf vielfältige Weise kennenlernen kann“ (Dreier 2006, S. 43; siehe auch Kapitel 4.4.2 Stichwort Identitätsbildung). Zusätzlich zu den Spiegeln finden sich in jeder Gruppe Fotos aller Kinder, damit das Kind nicht nur sich selbst wahrnimmt, sondern auch als Teil einer Gruppe sieht und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird. Die individuelle und soziale Entwicklung eines Kindes wird hierdurch angeregt (vgl. ebd., S. 43 f.).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Bildungsdebatte ein, die maßgeblich durch PISA-Ergebnisse ausgelöst wurde, und skizziert die Forschungsfrage der Arbeit.
2. Frühkindliche Bildung: Das Kapitel befasst sich mit der theoretischen Einordnung von Erziehung, Bildung und Betreuung sowie dem aktuellen Stand der Bildungsforschung und der Entwicklung von Bildungsplänen.
3. Die Kindertagesbetreuung in Deutschland: Es werden die institutionellen Rahmenbedingungen der Kindertagesbetreuung, einschließlich der Kindertagespflege und gesetzlicher Grundlagen, erläutert.
4. Reggio-Pädagogik: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Geschichte, das Menschenbild, die Rollen von Erwachsenen und Kindern sowie die spezifischen methodischen Grundsätze der Reggio-Pädagogik.
5. Vergleich des Bildungsverständnisses des frühkindlichen Bildungsdiskurses mit dem Bildungsverständnis im Konzept der Reggio-Pädagogik: Hier erfolgt die Gegenüberstellung der theoretischen Ansätze zur Beantwortung der Forschungsfrage.
Frühkindliche Bildung, Reggio-Pädagogik, Bildungsdiskurs, Kindertagesbetreuung, Bildungspläne, Loris Malaguzzi, Konstruktivismus, Bildungsverständnis, Partizipation, Projektarbeit, Dokumentation, Raumgestaltung, Bildungschancen, kindliche Entwicklung, Bildungsauftrag.
Die Arbeit untersucht den frühkindlichen Bildungsdiskurs in Deutschland und vergleicht diesen mit dem pädagogischen Ansatz der Reggio-Pädagogik.
Die Schwerpunkte liegen auf der frühkindlichen Bildung, der Rolle der institutionellen Betreuung, dem Bild vom Kind sowie den Grundsätzen der Reggio-Pädagogik.
Die Arbeit fragt danach, welche wichtigen Bildungsaspekte die Reggio-Pädagogik benennt, die im aktuellen deutschen Bildungsdiskurs bisher kaum oder nur am Rande berücksichtigt werden.
Es handelt sich um eine rein literaturgestützte Arbeit, die verschiedene pädagogische Konzepte und bildungspolitische Dokumente analysiert und gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der frühkindlichen Bildungsdebatte in Deutschland, eine Analyse der institutionellen Betreuung und eine ausführliche Beschreibung der Reggio-Pädagogik.
Die zentralen Begriffe sind Frühkindliche Bildung, Reggio-Pädagogik, Bildungsdiskurs, Bildungsverständnis und Projektarbeit.
Die Autorin argumentiert, dass die pädagogische Haltung des Erziehers direkt davon abhängt, ob das Kind als defizitär oder als kompetenter Akteur und Konstrukteur seines Wissens wahrgenommen wird.
Der Raum wird als „dritter Erzieher“ betrachtet, der durch seine Gestaltung aktiv die Lernprozesse der Kinder anregt und den Dialog zwischen Kindern und Erwachsenen ermöglicht.
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