Diplomarbeit, 2005
71 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Bedeutung der Internationalisierung der Rechnungslegung für die Steuerabgrenzung im Konzern
1.2 Gang der Untersuchung
2 Konzept der Steuerabgrenzung
2.1 Zielsetzung der Steuerabgrenzung
2.2 Gesetzliche Grundlagen
2.3 Theoretische Grundlagen
2.3.1 Timing-Differences- vs. Temporary-Differences-Konzept
2.3.2 Deferred-method vs. liability-method
3 Wesentliche Grundlagen zum Konzernabschluss
3.1 Zum Konzernbegriff und Konzernabschluss
3.2 Betroffene Unternehmen
3.3 Aufstellungspflicht
3.4 Konsolidierungskreis
3.5 Besonderheiten
3.6 Kapitalkonsolidierung
3.6.1 Vollkonsolidierung
3.6.1.1 Erwerbsmethode
3.6.1.2 Interessenzusammenführungsmethode
3.6.2 Quotenkonsolidierung
3.6.3 Equity-Methode
4 Latente Steuern im Rahmen von Erst- und Folgekonsolidierung
4.1 Ursachen latenter Steuern
4.1.1 HGB
4.1.2 IAS
4.1.3 DRS 10
4.2 Bewertung, maßgebender Steuersatz, Werthaltigkeitstest
4.2.1 HGB
4.2.2 IAS
4.2.3 DRS 10
4.3 Latente Steuern im Rahmen von Konsolidierungsmaßnahmen
4.3.1 Erfolgsneutrale Bildung im Rahmen der Erstkonsolidierung
4.3.1.1 HGB
4.3.1.2 IAS
4.3.1.3 DRS 10
4.3.2 Erfolgswirksame Bildung im Rahmen der Folgekonsolidierung
4.3.2.1 HGB
4.3.2.2 IAS
4.3.2.3 DRS 10
4.4 Ausweis und Erläuterungen
4.4.1 HGB
4.4.2 IAS
4.4.3 DRS 10
5 Besonderheiten im Rahmen der Steuerabgrenzung nach HGB und IFRS
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Bilanzierung latenter Steuern im Konzernabschluss nach HGB und IAS 12. Ziel ist es, die Auswirkungen der Kapitalkonsolidierung auf die Steuerabgrenzung zu untersuchen und die zunehmende Annäherung an internationale Rechnungslegungsstandards darzustellen.
3.6.1 Vollkonsolidierung
Im Rahmen der Vollkonsolidierung existieren die Erwerbs- und die Interessenzusammenführungsmethode. Die Erwerbsmethode kommt gem. § 301 HGB regelmäßig zur Anwendung, da die Interessenzusammenführungsmethode nur unter bestimmten Voraussetzungen gem. § 302 HGB als Alternative anwendbar ist.
Auch die IFRS sahen bisher die Anwendung beider Methoden als zulässig an. Durch die Einführung des IFRS 3 wurde IAS 22 ersetzt und gleichzeitig die Anwendbarkeit der Interessenzusammenführungsmethode (Pooling-of-Interest-Method) gestrichen.
1 Einleitung: Erläutert die wachsende Bedeutung der Steuerabgrenzung im Zuge der Internationalisierung der Rechnungslegung.
2 Konzept der Steuerabgrenzung: Behandelt die Zielsetzung und die verschiedenen theoretischen Konzepte sowie gesetzlichen Grundlagen der Steuerabgrenzung.
3 Wesentliche Grundlagen zum Konzernabschluss: Vermittelt die notwendigen Grundlagen des Konzernabschlusses mit Fokus auf Konsolidierungskreis und Kapitalkonsolidierung.
4 Latente Steuern im Rahmen von Erst- und Folgekonsolidierung: Analysiert detailliert die Ursachen, Bewertung und Behandlung latenter Steuern bei verschiedenen Konsolidierungsmaßnahmen.
5 Besonderheiten im Rahmen der Steuerabgrenzung nach HGB und IFRS: Zeigt zentrale Unterschiede in der Bewertung und Konzeption zwischen den beiden Rechnungslegungssystemen auf.
6 Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Stand der Annäherung an internationale Standards.
Latente Steuern, Konzernabschluss, HGB, IFRS, Kapitalkonsolidierung, Steuerabgrenzung, Erstkonsolidierung, Folgekonsolidierung, Temporary-Konzept, Timing-Konzept, Geschäfts- oder Firmenwert, stille Reserven, DRS 10, IAS 12, Erwerbsmethode
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bilanzierung latenter Steuern innerhalb des Konzernabschlusses und vergleicht dabei die Regelungen nach deutschem Handelsrecht (HGB) mit den internationalen Standards (IFRS/IAS).
Die zentralen Themen sind das Konzept der Steuerabgrenzung, die Kapitalkonsolidierung, die Entstehung latenter Steuern durch Konsolidierungsmaßnahmen sowie deren Bewertung und Ausweis.
Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Bilanzierung latenter Steuern aufzuzeigen und die Auswirkungen von Konsolidierungsvorgängen unter Berücksichtigung verschiedener Rechnungslegungsstandards zu analysieren.
Die Untersuchung erfolgt durch eine systematische Gegenüberstellung und Analyse der einschlägigen handelsrechtlichen Vorschriften, internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) und deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS 10).
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Steuerabgrenzung und des Konzernabschlusses erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der latenten Steuern bei Erst- und Folgekonsolidierung nach den verschiedenen Regelwerken.
Die wichtigsten Begriffe sind Latente Steuern, Kapitalkonsolidierung, HGB, IFRS, Temporary-Konzept und Erwerbsmethode.
Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Zielsetzung: Das HGB basiert primär auf dem GuV-orientierten Timing-Konzept, während IFRS dem bilanzorientierten Temporary-Konzept folgen, das alle Bilanzdifferenzen einbezieht.
Sie besagt, dass die Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nach HGB auf die Anschaffungskosten der Beteiligung begrenzt ist, was in den IFRS so nicht vorgesehen ist.
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