Masterarbeit, 2018
61 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Arbeit untersucht den muslimischen Antisemitismus bei arabisch- und türkischstämmigen Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Sie analysiert die Ursachen und Präventionsmöglichkeiten dieser Form des Antisemitismus und untersucht die spezifischen Charakteristika, die seine Existenz begründen. Der Fokus liegt dabei auf den von Armin Pfahl-Traughber aufgeführten Ideologieformen des Antisemitismus sowie dem eingangs angeführten Zitat von Adorno.
Die Einleitung stellt den Antisemitismus als ein „Medium“ dar, das vom Menschen als Mittel zur Selbstentlastung genutzt wird. Sie beleuchtet die psychologischen Faktoren, die Menschen zu Antisemiten werden lassen, sowie die unterschiedlichen ideologischen Begründungen, die hinter Antisemitismus stecken.
Kapitel 2 definiert den Antisemitismus und beleuchtet den Forschungsstand zu muslimischem Antisemitismus.
Kapitel 3 analysiert den Einfluss sozialer Medien, insbesondere den Nahostkonflikt und Israel-Bashing, sowie die Verbreitung von Verschwörungstheorien auf die Entwicklung antisemitischer Einstellungen bei Kindern und Jugendlichen. Des Weiteren werden antisemitische Vorbildfunktionen im sozialen Umfeld und in der Jugendkultur beleuchtet.
Kapitel 4 befasst sich mit der Prävention von Antisemitismus bei Kindern und Jugendlichen. Es werden verschiedene Ansätze und Initiativen vorgestellt, die sich für den Kampf gegen Antisemitismus einsetzen.
Antisemitismus, Muslimischer Antisemitismus, Kinder und Jugendliche, Soziale Medien, Nahostkonflikt, Israel-Bashing, Verschwörungstheorien, Vorbildfunktionen, Schule, Prävention, Gesellschaft, Migration, Deutschland, Berlin
Zu den zentralen Faktoren gehören der Einfluss sozialer Medien, der Nahostkonflikt, die Verbreitung von Verschwörungstheorien sowie antisemitische Vorbildfunktionen im sozialen Umfeld und in der Jugendkultur (z.B. Rap).
Soziale Medien fungieren oft als Verstärker für „Israel-Bashing“ und die Verbreitung von antisemitischen Verschwörungstheorien, die besonders Kinder und Jugendliche im Grundschulalter erreichen können.
Prävention erfolgt durch Aufklärung, die Einbeziehung außerschulischer Lernorte (wie das Anne Frank Zentrum) und spezifische pädagogische Ansätze, die sich mit Identität und Vorurteilen auseinandersetzen.
Ja, die Arbeit untersucht spezifische Fälle, wie den „Fall Oskar“ an der Friedenauer Gemeinschaftsschule oder Vorfälle an der Paul-Simmel-Grundschule, um die Problematik zu verdeutlichen.
Wichtige Initiativen sind zum Beispiel die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e. V. (KIGA) und das Anne Frank Zentrum.
In migrationsgeprägten Städten wie Berlin zeigt sich, dass antisemitische Einstellungen oft bereits im Kindesalter verinnerlicht werden. Eine Analyse hilft, gezielte Präventionsmaßnahmen für diese Zielgruppen zu entwickeln.
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