Masterarbeit, 2018
112 Seiten, Note: 2.0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Verhandelns
2.1 Theoretische Grundlagen der Principal-Agent-Theorie
2.1.1 Adverse Selection
2.1.2 Moral Hazard
2.2 Kommunikation als Ausgangspunkt der Betrachtung
2.2.1 Das Vier-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun
2.2.2 Die Watzlawick-Axiome
2.2.3 NLP
2.2.3.1 Die Bedeutung und der Ursprung von NLP
2.2.3.2 Grundannahmen des NLP
2.2.3.3 Elemente einer wirkungsvollen Kommunikation
2.2.3.4 Kritik an NLP
3 Verhandlungsstile im Überblick
3.1 Der nachgiebige Verhandlungsstil
3.2 Der kompromisslose Verhandlungsstil
3.3 Die Harvard-Verhandlungsmethode
3.3.1 „Menschen und Probleme getrennt voneinander behandeln“
3.3.2 „Auf Interessen konzentrieren, nicht auf Positionen“
3.3.3 „Entwickeln von Entscheidungsmöglichkeiten zum beiderseitigen Vorteil“
3.3.4 Auf der Anwendung neutraler Beurteilungskriterien bestehen
3.4 Die Weiterführung der Harvard-Methode durch William L. Ury
3.4.1 Reagieren Sie nicht – gehen Sie auf den Balkon
3.4.2 Entwaffnen Sie Ihren Verhandlungspartner – treten Sie an seine Seite
3.4.3 Ändern Sie das Spiel – lehnen Sie nicht ab, wechseln Sie den Rahmen
3.4.4 Überwinden Sie den toten Punkt – bauen Sie eine goldene Brücke
3.4.5 Nutzen Sie Macht konstruktiv – bringen Sie Ihren Kontrahenten zur Besinnung, ohne ihn in die Knie zu zwingen
3.5 Die chinesischen 36 Strategeme
3.5.1 Der Inhalt der 36 Strategeme
3.5.2 Die Anwendung der 36 Strategeme im Wirtschaftsleben
4 Kulturunterschiede, Konflikte und Gegenmaßnahmen in Verhandlungen
4.1 Das Kulturmodell nach Geert Hofstede
4.1.1 Machtdistanz-Index
4.1.2 Individualismus vs. Kollektivismus
4.1.3 Maskulinität vs. Feminität
4.1.4 Unsicherheitsvermeidung
4.1.5 Langzeit- vs. Kurzzeitorientierung
4.1.6 Beherrschung vs. Nachgiebigkeit
4.2 Kulturelle Unterschiede zwischen China und Deutschland
4.2.1 Direkte und indirekte Kommunikation
4.2.2 Kulturelle Angewohnheiten
4.2.3 Denkweisen
4.2.4 Die Wertvorstellungen
4.3 Der Einfluss der kulturellen Unterschiede zwischen China und Deutschland auf Geschäftsverhandlungen
4.3.1 Missverständnisse im Kommunikationsprozess
4.3.2 Konflikt zwischen ganzheitlicher und sequenzieller Betrachtung
4.3.3 Risiken langsamer Entscheidungsprozesse
4.3.4 Der Vertrag – unterschiedliches Verständnis von Deutschen und Chinesen
4.4 Überwindung der Auswirkungen kultureller Unterschiede auf die Geschäftsverhandlungen
4.4.1 Versuche, die kulturellen Unterschiede vor den Verhandlungen zu verstehen
4.4.2 Behandeln der kulturellen Unterschiede im Verhandlungsprozess
4.4.3 Gutes Vertragsmanagement und Follow-up-Austausch
5 Lösungsansätze für den Verhandlungsprozess
5.1 Die Vorbereitungsphase
5.1.1 Die Selbstanalyse
5.1.2 Analyse des Geschäftspartners
5.1.3 Passende Dolmetscher finden
5.1.4 Auswahl des Verhandlungsortes
5.2 Durchführung
5.2.1 Durch Gastgeschenke Beziehungen aufbauen
5.2.2 Vom Small Talk zum Aufbau von Vertrauen
5.2.3 Kommunikation als Zentrum der Verhandlungen
5.2.4 Gesicht wahren – Gesicht geben während der Verhandlung
5.2.5 Verzögerungstaktik der Chinesen in Verhandlungen und Gegenvorschläge
5.2.6 Geschäftsessen in China – Business der besonderen Art
5.2.7 Vertragsunterzeichnung
5.3 Nachverhandlungen und Verhandlungsstrafen
5.3.1 Gründe für eine Nachverhandlung
5.3.2 Verhandlungsstrategie vor dem Nachverhandeln
5.3.3 Die Vertragsstrafe
6 Interviews
6.1 Hintergrund der Befragungen
6.2 Ziel des Interviews
6.3 Antworten der Befragten
7 Fazit
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei Geschäftsverhandlungen zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen vor dem Hintergrund interkultureller Unterschiede. Das primäre Ziel ist es, effektive Strategien für eine erfolgreiche Verhandlungsführung zu entwickeln, die auf interkultureller Kompetenz, fundierten Kommunikationsmodellen und einem Verständnis für sowohl westliche als auch chinesische Verhandlungsansätze beruhen.
Die chinesischen 36 Strategeme
Oft wird man vor Verhandlungen in China gewarnt: Chinesen seien gewiefte Taktiker und Verhandlungen in China daher eine große Herausforderung. Neben sprachlichen Schwierigkeiten treffen noch unterschiedliche Geschäftsmentalitäten und Kulturen aufeinander. Eine Geschäftsverhandlung mit Chinesen stellt Deutsche vor besondere Herausforderungen.111
Um die chinesischen Geschäftspartner zu verstehen und erfolgreich mit ihnen zu verhandeln, müssen Ausländer vor allem die 36 Strategeme kennen und anwenden lernen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung Chinas als Wirtschaftspartner und identifiziert die interkulturelle Verhandlungskompetenz als zentralen Erfolgsfaktor für die bilaterale Zusammenarbeit.
2 Grundlagen des Verhandelns: Dieses Kapitel liefert das theoretische Rüstzeug durch die Principal-Agent-Theorie sowie kommunikationswissenschaftliche Ansätze wie das Vier-Ohren-Modell, die Watzlawick-Axiome und NLP.
3 Verhandlungsstile im Überblick: Hier werden verschiedene Stile vom nachgiebigen bis zum kompromisslosen Verhandeln gegenübergestellt und die Harvard-Methode sowie die chinesischen 36 Strategeme detailliert eingeführt.
4 Kulturunterschiede, Konflikte und Gegenmaßnahmen in Verhandlungen: Basierend auf Hofstedes Kulturdimensionen werden die signifikanten Unterschiede zwischen der deutschen und chinesischen Kultur sowie deren Einfluss auf Konfliktpotenziale im Geschäftsleben analysiert.
5 Lösungsansätze für den Verhandlungsprozess: Dieses Kapitel bietet konkrete Empfehlungen für jede Phase der Verhandlung – von der Vorbereitung und Auswahl des Ortes bis hin zur Vertragsunterzeichnung und dem Umgang mit Nachverhandlungen.
6 Interviews: Die Erkenntnisse aus Experteninterviews mit in China erfahrenen Managern werden präsentiert, um die theoretischen Aspekte durch praktische Erfahrungen zu veranschaulichen.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Kombination aus interkultureller Sensibilität und einer bewussten Wahl der Verhandlungsstrategie liegt.
Interkulturelle Verhandlungskompetenz, China, Deutschland, Harvard-Verhandlungsmethode, 36 Strategeme, Geert Hofstede, Unternehmenskultur, Kommunikation, Konfliktmanagement, Geschäftsessen, Vertrauensaufbau, Vertragsrecht, Wirtschaftsbeziehungen, Verhandlungsstrategie, Interkulturelles Management
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung von Geschäftsverhandlungen zwischen deutschen und chinesischen Partnern unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede.
Die zentralen Themen umfassen Kommunikationstheorien, interkulturelle Kulturdimensionen nach Hofstede, Verhandlungsstile wie die Harvard-Methode und die Anwendung chinesischer 36 Strategeme.
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für Manager zu formulieren, um durch interkulturelle Kompetenz Win-win-Situationen in deutsch-chinesischen Geschäftsbeziehungen zu schaffen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse theoretischer Konzepte und einer qualitativen Untersuchung mittels Experteninterviews in Unternehmen mit China-Bezug.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Analyse der Verhandlungsstile sowie eine tiefgreifende Betrachtung kultureller Besonderheiten und deren Einfluss auf den Verhandlungsprozess.
Wesentliche Begriffe sind interkulturelle Verhandlungskompetenz, 36 Strategeme, Harvard-Methode, kulturelle Dimensionen nach Hofstede und Vertragsmanagement.
Das "Gesicht" steht für Ansehen, Ehre und sozialen Status. Ein Gesichtsverlust kann zu einem sofortigen Abbruch der geschäftlichen Beziehung führen; daher ist es essentiell, den Partner höflich zu behandeln und öffentliche Kritik zu vermeiden.
Man sollte sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Es wird empfohlen, gelassen zu bleiben und ggf. die Verhandlungen vorübergehend zu unterbrechen oder nach Hause zu reisen, da die Chinesen oft bluffen, um kurz vor knapp Zugeständnisse zu erzwingen.
Obwohl die Harvard-Methode auf Win-win und Sachlichkeit setzt, kann sie an ihre Grenzen stoßen, wenn die chinesische Seite primär taktisch vorgeht oder ihre wahren Interessen nicht offenlegt, um einen strategischen Vorteil zu wahren.
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