Bachelorarbeit, 2018
104 Seiten, Note: 2,0
Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise
Einblicke in das Konsumentenverhalten
Das Entscheidungsverhalten der Konsumenten
Einflussfaktoren auf die Kaufentscheidung
Die Phasen des Kaufentscheidungsprozesses
Arten von Kaufentscheidungen
Definition Health Claims
Einfluss von Health Claims auf das Konsumentenverhalten
Änderung des Konsumentenverhaltens
Einstellungsänderung durch Kommunikation.
Glaubwürdigkeit im Kontext der Marketingkommunikation
Einblick in die Situation auf dem deutschen Lebensmittelmarkt
Entwicklungen und Trends auf der Seite der Nachfrager
Zeitknappheit und Convenience Food.
Genuss.
Schlankheit, Wohlfühlen und Gesundheit.
Transparenz, Herkunft und Nachhaltigkeit.
Die Situation der Anbieter
Aufgabe der Kommunikation.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen
Allgemeine Informationen zur Health Claims-Verordnung.
Konzept der Nährwertprofile.
Besonderheiten in Bezug auf nährwertbezogene Angaben.
Besonderheiten in Bezug auf gesundheitsbezogene Angaben.
Der aktuelle Stand.
Die Jugendlichen als Konsumenten
Ernährungsverhalten und Gesundheitsbewusstsein
Empirische Untersuchung
Fragestellung und Hypothesen
Planung der Untersuchung
Der Fragebogen.
Durchführung der Untersuchung
Die Stichprobe
Auswertung der Ergebnisse
Deskriptive Statistik
Inferenzstatistik
Angewandte Verfahren zur Auswertung
Ergebnisse
Diskussion
Zusammenfassung und Interpretation
Einschränkungen der Untersuchung und weiterer Forschungsbedarf
Schlussfolgerung
Diese Arbeit untersucht, inwiefern nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) auf Lebensmittelverpackungen die Produktwahl von Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren beeinflussen. Ziel ist es, das Konsumverhalten dieser Zielgruppe unter Berücksichtigung von Gesundheitsbewusstsein und Werbewirkung zu analysieren, um daraus Empfehlungen für Bildung und Verbraucherschutz abzuleiten.
Die Phasen des Kaufentscheidungsprozesses
Der Kaufentscheidungsprozess wird angestoßen mit der Problemerkennung, genauer der Wahrnehmung eines Bedarfs. Der Konsument hat ein Bedürfnis woraus er einen konkreten Bedarf ableitet und die Situation, in der er sich befindet, mit der Wunschsituation abgleicht. Er stellt fest, was ihm konkret fehlt, um dorthin zu gelangen. Das Bedürfnis, welches er dabei verspürt, kann dabei von ihm selbst aus kommen wie beispielsweise das grundlegende physiologische Bedürfnis, Nahrung aufzunehmen. Oder es wird durch externe Auslöser angestoßen wie z.B. Fernsehwerbung oder die Empfehlung eines guten Freundes.
Sobald der konkrete Bedarf identifiziert wird, begibt sich der Konsument auf die Suche nach Informationen, um eine Lösung für sein Problem zu finden. Die Intensität und der Umfang der Informationssuche und -verarbeitung sind allerdings von einigen Aspekten abhängig. Es kommt darauf an, wie stark das Bedürfnis des Konsumenten ist und wie schnell es nach subjektivem Empfinden erfüllt werden muss. Außerdem ist entscheidend, wie leicht die benötigten Informationen zu beschaffen sind und wie komplex die Kaufentscheidung ist. Danach richtet sich anschließend die Menge, Dauer und Intensität der gesuchten Informationen. Quellen für diese Informationen können aus dem persönlichen Umfeld des Verbrauchers stammen, von dem Produkthersteller selbst kommen oder im Handel zu finden sein. Hinzu kommen öffentliche Quellen wie Massenmedien, Ergebnisse von Warentestinstitutionen oder eigene Produkterfahrungen.
Ist die Informationssuche für den Konsumenten zufriedenstellend abgeschlossen, kommt es zur Bewertung der Alternativen. Dabei berücksichtigt er verschiedene Produkteigenschaften, denen er unterschiedliche Bedeutungen zuschreibt. Es handelt sich um einen komplexen Prozess, bei dem viele Merkmale und Funktionen verschiedener Alternativen eine Rolle spielen. Es kommt selten vor, dass ein Produkt in jeder Kategorie voll zufriedenstellend ist.
Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise: Einführung in die Thematik der Health Claims und deren Bedeutung für das Ernährungsverhalten sowie Definition des Forschungsziels dieser Arbeit.
Einblicke in das Konsumentenverhalten: Theoretische Herleitung von Entscheidungsmodellen, psychologischen Konstrukten und Wirkungsmechanismen von Kommunikation auf das Kaufverhalten.
Einblick in die Situation auf dem deutschen Lebensmittelmarkt: Darstellung aktueller Konsumtrends, des Marktumfelds und der rechtlichen Rahmenbedingungen für Gesundheitswerbung.
Die Jugendlichen als Konsumenten: Analyse der Zielgruppe, ihres finanziellen Spielraums und ihres Wissensstandes über gesunde Ernährung.
Empirische Untersuchung: Methodischer Aufbau der Kaufsimulation, Beschreibung des Studiendesigns und Präsentation sowie Diskussion der statistischen Analyseergebnisse.
Health Claims, Gesundheitsbewusstsein, Produktwahl, Konsumentenverhalten, Jugendliche, Kaufentscheidungsprozess, Lebensmittelmarketing, Gesundheitsversprechen, Ernährungsverhalten, Nährwertprofile, Glaubwürdigkeit, Kaufsimulation, Verbraucherschutz, Marketingkommunikation, Elaboration Likelihood Model
Die Arbeit untersucht den Einfluss von gesundheits- und nährwertbezogenen Angaben (Health Claims) auf die Produktwahl von Jugendlichen in einer simulierten Kaufsituation.
Die Studie konzentriert sich auf Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren, da diese eine relevante, aber in Bezug auf Ernährungswissen oft untersuchte Konsumentengruppe darstellen.
Es soll geklärt werden, ob Gesundheitsversprechen auf Verpackungen Jugendliche dazu bewegen können, gesündere Produkte zu wählen, oder ob andere Faktoren wie Design und Markenname dominieren.
Die Verfasserin wendet eine quantitative empirische Untersuchung an, basierend auf einer experimentellen Kaufsimulation und einem standardisierten Fragebogen.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende Literaturanalyse zu Konsumentenverhalten und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Durchführung, Auswertung und Diskussion eines Produkttests mit 107 Probanden.
Zentral sind der Einfluss von Glaubwürdigkeit, das Gesundheitsbewusstsein der Probanden und die Abgrenzung zwischen physiologischen und psychologischen Wirkversprechen.
Im Gegensatz zu Joghurt oder Müsli, die oft bereits als „gesund“ assoziiert werden, dienen Nudeln in der Studie als neutrales Vergleichsprodukt, um Effekte isoliert zu betrachten.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Health Claims nur von einem Teil der Jugendlichen bewusst wahrgenommen werden und kaum einen signifikanten Einfluss auf die tatsächliche Kaufentscheidung ausüben.
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