Bachelorarbeit, 2018
33 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
I. Einleitung
II. Definitionsproblem: Pornografie
III. Sexualität, Sexualisierung und Pornografisierung
III.1. Sexualität
III.2. Sexualisierung
III.3. Pornografisierung
IV. Pornografisierung der Populärkultur
IV.1. „porn chic“ nach McNair
IV.2. Madonna: Vorreiterin der sexuellen Agency?
IV.3. Lady Gaga: Shock-Art-Performance
V. Musikvideos: Pornografie- und Geschlechterrepräsentation
V.1. Objekte der Wirklichkeitserzeugung
V.2. Formen von Geschlechterrepräsentationen
V.3. Fallanalyse von Lady Gagas Musikvideos
V.4. Das Motiv der Selbst-Pornografisierung
VI. Fazit
VII. Quellenverzeichnis
VII.1. Literaturverzeichnis
VII.2. Internetquellen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Präsenz pornografischer Ästhetik und sexualisierter Darstellungsweisen in den Musikvideos von Lady Gaga, um zu analysieren, ob diese als bewusste Strategie zur Transformation von Geschlechterverhältnissen oder als reine Vermarktungsmethode fungieren.
V.4. Motiv der Selbst-Pornografisierung
Die bereits hervorgegangen Beispiele stellen freilich nur einen Ausschnitt des sexuell und pornografisch geprägten Gesamtkunstwerks von Lady Gaga dar. Die willkürliche Selektion dieser, verdeutlicht nur die konsequente Verwendung sowie den Stellenwert ihrer sexuellen und pornografischen Darstellungsweisen. Im folgenden soll nun gezeigt werden, orientiert an den Beiträgen von Julia Jäckel (Vgl. 2012, S. 125-134) und Paula-Irene Villa (Vgl. 2012, S. 229-247), wie die Pornografisierung als ein eigenes subversives Spiel funktionieren kann. Im Kapitel der Sexualisierung wurde bereits die Angst, bzw. "moral panic" um das sexualisierte Mädchen geschildert. Die jungen Frauen sollen sich vor einer bestehenden Sexualisierung bzw. Pornografisierung in Acht nehmen. Damit wird zu gleich ein erzieherischer und präventiver Appell formuliert, der die Frauen zur Passivität aufruft. Diesem Appell stehen die performativen Inszenierungen von Lady Gaga gegenüber, die mit den sexualisierten und pornografischen Inhalten, ein scheinbares Spiel mit dem Diskurs und dem Vorwurf der Pornografisierung betreibt (Vgl. Jäckel 2012, S. 125).
Aus dieser ambivalenzbehafteten Umgangsweise, entsteht der Begriff der Selbst-Pornografisierung, der auf die Debatte der Pornografisierung verweist und sich innerhalb dieser einem Gegenentwurf zu dem weiblichen Begehren unter dem voyeuristischen Blick widmet. Dahingehend bricht die Selbst-Pornografisierung mit der Vorstellung der klaren Akteursperspektive, dass Frauen als Objekte und Männer als Subjekte des Begehrens inszeniert werden. Im Mittelpunkt steht hier also das Objekt, das sich im Sinne einer Selbstermächtigung selbst zum Subjekt macht.
I. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Pornografisierung ein und definiert das Forschungsziel, die sexualisierten Darstellungen in Musikvideos von Lady Gaga zu untersuchen.
II. Definitionsproblem: Pornografie: Dieses Kapitel thematisiert die Schwierigkeiten einer wertfreien Definition von Pornografie und führt die drei Diskursebenen nach Werner Faulstich ein.
III. Sexualität, Sexualisierung und Pornografisierung: Hier werden die Begriffe Sexualität, Sexualisierung und Pornografisierung theoretisch hergeleitet und in den gesellschaftlichen Kontext eingeordnet.
IV. Pornografisierung der Populärkultur: Das Kapitel analysiert, wie pornografische Ästhetik Eingang in die Populärkultur findet, unter anderem durch das Konzept des "porn chic" und anhand der Beispiele Madonna und Lady Gaga.
V. Musikvideos: Pornografie- und Geschlechterrepräsentation: Dieser Teil enthält die Analyse von Lady Gagas Musikvideos, die Untersuchung typischer Geschlechterrepräsentationen und das Konzept der Selbst-Pornografisierung.
VI. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Lady Gagas Darstellungen eine komplexe Form der Selbstermächtigung darstellen, die den voyeuristischen Blick zugleich bedient und subvertiert.
VII. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und Internetquellen.
Pornografie, Pornografisierung, Populärkultur, Lady Gaga, Musikvideos, Geschlechterrepräsentation, Sexualisierung, Selbst-Pornografisierung, Agency, Medienwissenschaft, Performanz, Geschlechterrollen, Porn chic, Voyeurismus, Selbstermächtigung.
Die Arbeit untersucht das Vorkommen von pornografischen Elementen und sexualisierten Darstellungen in den Musikvideos der Künstlerin Lady Gaga vor dem Hintergrund der allgemeinen gesellschaftlichen "Pornografisierung".
Die zentralen Themen umfassen die medienwissenschaftliche Einordnung von Pornografie, die Analyse von Geschlechterrollen in Pop-Musikvideos und das Phänomen des "porn chic" in der modernen Populärkultur.
Das Ziel ist es, zu klären, ob Lady Gagas explizite Inszenierungen als subversives Spiel mit der Geschlechteridentität (sexuelle Agency) zu deuten sind oder ob sie rein ökonomischen Vermarktungsstrategien dienen.
Es wird eine medien- und diskursanalytische Herangehensweise gewählt, basierend auf den Modellen von Faulstich, Lewandowski und Jäckel, kombiniert mit einer inhaltlichen Fallanalyse ausgewählter Musikvideos.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Abgrenzung von Pornografie, der Entwicklung des "porn chic", dem Vergleich mit Madonna und der detaillierten Untersuchung von Musikvideos wie "Bad Romance" und "Telephone".
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Pornografisierung, Selbst-Pornografisierung, Geschlechterrepräsentation, Performance, Agency und Populärkultur.
Die Arbeit argumentiert, dass Lady Gaga pornografische Stilmittel nutzt, um durch "Selbst-Pornografisierung" eine Position als handelndes Subjekt einzunehmen, statt lediglich als passives Objekt des voyeuristischen Blicks zu fungieren.
Diese Videos dienen als Fallbeispiele, um aufzuzeigen, wie Lady Gaga durch Parodie, Kostümierung und die Inszenierung von Machtverhältnissen traditionelle Geschlechterhierarchien ironisch bricht oder hinterfragt.
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