Bachelorarbeit, 2015
97 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Dating und Partnerwahl - Eine historische und psychologische Betrachtung
2.1 Historische Entwicklung
2.2 Psychologische Aspekte
3. Aktuelle Entwicklungen
3.1 Zielgruppe Singles
3.1.1 Beschreibung und Ursachen
3.1.2 Marktpotenziale
3.2 Moderne Dating-Tools
3.2.1 Online-Dating
3.2.2 Mobile-Dating
3.2.2.1 Tinder
3.2.2.2 Lovoo
3.2.3 Gegenüberstellung der Dating-Tools
3.2.3.1 Abgrenzung
3.2.3.1 Positive Konsequenzen
3.2.3.2 Negative Konsequenzen
3.2.4 Stufenmodell der sozialen Wahrnehmung angewandt auf Dating-Apps mit Bezugnahme zur Partnerwahl
4. Quantitative Forschung
4.1 Operationalisierung der Hypothesen
4.2 Auswertung
4.2.1 Methodik
4.2.2 Ergebnisse
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie die Nutzung von Dating-Apps das Partnerwahlverhalten von Singles beeinflusst und welche Chancen sich daraus für das Marketing ergeben. Dabei wird analysiert, ob Dating-Apps eine Revolution der Partnersuche darstellen oder eher einem kurzfristigen Trend folgen.
3.2.2.1 Tinder
Tinder trug die letzten zwei Jahre maßgeblich dazu bei, dass der Mobile-Dating-Markt exponentiell anstieg (Brutscher et al., 2015, S. 34 f.). Nachdem Olympioniken in Sotchi den Medien erzählten, dass sie tindern und Prominente wie z. B. Katy Perry oder Lily Allen sich als Nutzer outeten, gewann die App auch in Deutschland mehr Nutzer (Demling, 2015, S. 125). Mittlerweile nutzen ca. zwei Millionen Bundesbürger die App (Piper, 2014, www.dating-insider.de), weltweit sind es ca. 30 Millionen Personen. Gegründet wurde Tinder 2012 von Sean Rad, Justin Mateen und Jonathan Badeen in den USA und kann mittlerweile neben dem Smartphone auch auf der AndroidWear™ genutzt werden (Brutscher et al., 2015, 24 f.). Die Hauptzielgruppe sind männliche und weibliche Singles im Alter von 18 bis 35 Jahren (o.V., 2014, www.n24.de).
Tinder nutzt bei seinem Matchgame (vgl. Abb. 3, Anhang, S. 56) vorrangig die Geolokalisierung und einen Algorithmus, um die Interessen anhand des Facebook-Profils, mit dem man sich anmeldet, abzugleichen (Schärf, 2015, handelsblatt.com). Der Nutzer kann bis zu fünf Fotos seiner Facebook-Bilder hochladen und sich mit einem Satz selbst beschreiben. Auch die Integration des eigenen Instagram-Accounts ist seit Kurzem möglich (2015, www.gotinder.com).
Die Basis-Version der App ist kostenlos. Da diese jedoch nicht werbefinanziert ist und die Entwickler bisher kein Geld mit Tinder verdienen, wurde im Februar 2015 die Premium-Version Tinder Plus eingeführt. Sie ermöglicht dem Nutzer, versehentlich „weggewischte“ Kontakte wieder herzustellen oder an einem anderen Standort zu suchen, wenn sie z. B. planen, in den Urlaub zu fliegen (ebenda). Kritisiert wurde dabei das Preismodell, das sich nach Alter und Land richtet. Mitglieder unter 28 Jahren zahlen weniger als Nutzer über 28 Jahren (o.V., 2015, www.spiegel.de).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle mediale Rezeption von Dating-Apps und begründet die Relevanz der Untersuchung im Kontext eines Wandels der Partnerwahl.
2. Dating und Partnerwahl - Eine historische und psychologische Betrachtung: Dieses Kapitel zeichnet den Übergang von Vernunftehen zur romantischen Liebe nach und erörtert psychologische Treiber der Partnersuche sowie biologische Einflussfaktoren.
3. Aktuelle Entwicklungen: Es werden die Zielgruppe Singles, ökonomische Marktpotenziale und moderne technische Tools wie Online- und Mobile-Dating (insb. Tinder und Lovoo) analysiert und gegenübergestellt.
4. Quantitative Forschung: Hier findet die Operationalisierung der Hypothesen sowie die methodische Auswertung und Diskussion der empirischen Umfragedaten statt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert das Spannungsfeld zwischen Technik und Romantik und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich Geolokalisierung.
Dating-Apps, Partnersuche, Mobile-Dating, Online-Dating, Tinder, Lovoo, Singles, Partnerwahl, Romantik, Konsum, Matching-Algorithmus, Nutzungsverhalten, Wirtschaftspsychologie, Soziale Netzwerke, Digitalisierung.
Die Bachelor-Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Romantik, Kommerz und Technik bei der modernen Partnersuche via Dating-Apps.
Die zentralen Felder umfassen die historische und psychologische Evolution der Partnerwahl, die Analyse der Single-Zielgruppe und das Phänomen des Mobile-Datings.
Das Ziel ist es zu ergründen, wie Apps wie Tinder und Lovoo das Dating-Verhalten beeinflussen und welche Chancen sich daraus für das Marketing und die Plattformanbieter ergeben.
Die Autorin führte eine quantitative Befragung von 355 Personen (mit einem bereinigten Datensatz von 198 Nutzern) durch, um verschiedene Hypothesen über das Nutzungsverhalten zu überprüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit modernen Dating-Tools, eine Gegenüberstellung von Online- und Mobile-Dating sowie die Anwendung eines Stufenmodells der sozialen Wahrnehmung.
Wesentliche Begriffe sind Dating-Apps, Partnersuche, Matchgame, Soziale Wahrnehmung, Wirtschaftspsychologie und Nutzertypologie.
Die Geolokalisierung ist ein Kernmerkmal von Tinder und Lovoo; sie dient dazu, Nutzer standortbasiert zusammenzubringen und ermöglicht Echtzeit-Matches.
Ja, die Arbeit identifiziert Unterschiede in der Funktionalität und den Motiven, etwa in Bezug auf den Liveradar bei Lovoo und die verschiedenen Erwartungshaltungen der Geschlechter bei den jeweiligen Diensten.
Die Autorin betrachtet die Hookup-Kultur als einen begleitenden Trend, betont jedoch, dass der Wunsch nach festen Bindungen bei jungen Singles weiterhin eine zentrale Rolle spielt.
Die Autorin identifiziert Potenzial in der Nutzung von iBeacons zur Echtzeit-Anzeige von Singles in Restaurants oder Bars sowie die Übertragung des Match-Prinzips auf die Jobsuche.
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