Bachelorarbeit, 2018
44 Seiten, Note: 1
1 Einleitung mit Zielstellung und Rückblick auf BA I
1.1 Problemstellung und Forschungsfragen
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Hintergrund von betrieblicher und privater Altersvorsorge
2.1 Die betriebliche Altersvorsorge
2.1.1 Zukunftssicherung gem. § 3 Abs. 1 Z 15 EStG
2.1.2 Pensionskassen
2.1.3 Direkte Leistungszusage
2.1.4 Kollektivversicherung
2.2 Die private Altersvorsorge
2.2.1 Klassische Lebensversicherungen
2.2.2 Private Rentenversicherungen
2.2.3 Fondsgebundene Lebensversicherung
2.2.4 Prämiengeförderte Zukunftsvorsorge
2.2.5 Vorsorgewohnung
3 Methode zur Beantwortung der Fragestellung
3.1 Qualitative Leitfadeninterviews
3.1.1 Interviewleitfaden dieser Arbeit
3.2 Transkription
3.3 Qualitative Inhaltsanalyse
3.3.1 Kategoriensystem
3.3.2 Typologische Analyse
4 UntersuchungsteilnehmerInnen
5 Ergebnisse der Interviews
5.1 Darstellung der Einzelfälle
5.2 Darstellung der Kategorien
6 Schlussfolgerung und Beantwortung der Fragestellung
6.1 Vertiefende Betrachtung
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Vorsorgeverhalten der österreichischen Bevölkerung sowie die zugrunde liegenden Entscheidungskriterien, um zu analysieren, wie die betriebliche und private Altersvorsorge vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen und wirtschaftlicher Prognosen wahrgenommen und umgesetzt wird.
3.3.1 Kategoriensystem
Die psychologische Forschung sagt, dass das Kategoriensystem in der qualitativen Inhaltsanalyse eine bedeutende Rolle zukommt, da herausgefilterte Textstellen davon abgeleitet und interpretiert werden (Mayring, 2015, S 47f.). In weiterer Folge zeigt die Kategorienbild die Häufigkeit der Ergebnisse auf und dient damit der Vergleichbarkeit, bzw. kann auch damit die Häufigkeit einer Aussage untermauert werden (Mayring 2015, S 52ff.). Es ermöglicht dem Autor dieser Studie seine These zu begründen.
Bei der Erstellung des Kategoriensystems kann man zwischen deduktiver und induktiver Kategorienbildung unterscheiden, wobei in dieser Arbeit die inhaltliche Strukturierung mittels deduktiver Kategorien erfolgt, welcher schon bei der Erstellung des Leitfadens für das Interview erfolgte. Durch diese Technik konnte das zu analysierende Textmaterial beim ersten Schritt inhaltlich sortiert und kumuliert werden (Mayring, S 99f.).
1 Einleitung mit Zielstellung und Rückblick auf BA I: Beschreibt die demografische Problematik des österreichischen Pensionssystems und begründet die Notwendigkeit, das Vorsorgeverhalten der Bevölkerung zu untersuchen.
2 Hintergrund von betrieblicher und privater Altersvorsorge: Bietet einen Überblick über die verschiedenen Formen der betrieblichen und privaten Vorsorge sowie deren wirtschaftliche Bedeutung in Österreich.
3 Methode zur Beantwortung der Fragestellung: Erläutert den Einsatz problemzentrierter Interviews und der qualitativen Inhaltsanalyse zur Beantwortung der Forschungsfragen.
4 UntersuchungsteilnehmerInnen: Definiert die Auswahlkriterien für die Stichprobe der Interviewpartner unter Berücksichtigung soziodemografischer Faktoren.
5 Ergebnisse der Interviews: Präsentiert die Zusammenfassungen der einzelnen Interviews und die darauf basierende Kategorisierung der gewonnenen Daten.
6 Schlussfolgerung und Beantwortung der Fragestellung: Analysiert die Ergebnisse im Kontext der Forschungsfragen und interpretiert die Zusammenhänge zwischen Vorsorgeverhalten und wirtschaftlichem Umfeld.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse der Studie zusammen und gibt Empfehlungen für den Gesetzgeber sowie Anregungen für weiterführende Studien.
Betriebliche Altersvorsorge, Private Altersvorsorge, Pensionssystem, Pensionsvorsorge, Qualitative Inhaltsanalyse, problemzentriertes Interview, Rendite, Immobilien, Vorsorgewohnung, Zukunftsvorsorge, Altersarmut, Anlegerverhalten, Kapitalmarkt, Finanzmarktaufsicht, Lebensstandard.
Die Arbeit analysiert die Einstellung und das Verhalten der österreichischen Bevölkerung zur betrieblichen und privaten Altersvorsorge, um herauszufinden, wie Menschen für ihren Lebensabend vorsorgen.
Die Themen umfassen die Akzeptanz von Vorsorgeprodukten, den Einfluss von Reformen auf die Pension, die Wahl der Anlageform sowie die Auswirkungen der wirtschaftlichen Lage auf das Anlegerverhalten.
Ziel ist es, die Beweggründe für das Vorsorgeverhalten der Österreicher zu erforschen und zu verstehen, welche Kriterien die Entscheidung für oder gegen spezifische Finanzprodukte beeinflussen.
Der Autor führt problemzentrierte Interviews durch, die im Anschluss mittels qualitativer Inhaltsanalyse (nach Witzel und Mayring) ausgewertet werden, um subjektive Ansichten zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Vorsorgeprodukte, die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, die Darstellung der Interview-Einzelfälle sowie die Analyse anhand deduktiver Kategorien.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Betriebliche/Private Altersvorsorge, Pensionssystem, Anlageverhalten, Renditeerwartungen und qualitative Forschung.
Laut der Studie liegt dies vor allem an der hohen Anzahl kleiner Unternehmen in Österreich, in denen entsprechende Vorsorgemodelle oft nicht angeboten werden oder das Bewusstsein hierfür fehlt.
Immobilien werden von den Befragten als besonders krisensichere Wertanlage wahrgenommen, da sie Schutz vor Währungsentwertung bieten und sowohl eine langfristige Wertsteigerung als auch Mieteinnahmen generieren können.
Die Befragten stehen den ständigen Reformen kritisch gegenüber, da sie diese als unsicher für ihre langfristige Finanzplanung empfinden, was das Vertrauen in rein staatliche Lösungen schwächt.
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