Bachelorarbeit, 2016
63 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1. Abgrenzung des Forschungsthemas
1.2. Relevanz des Themas
1.3. Ziel der Bachelorarbeit
1.4. Forschungsfrage
2. Theoretische Grundlagen 1: Parasoziale Interaktion und Beziehung
2.1. Parasoziale Interaktion
2.2. Parasoziale Beziehung
2.3. Medienfiguren und „Personae“
2.4. Rezipienten/Rezipientinnen
2.5. Aktueller Forschungsstand
2.6. Weitere parasoziale Phänomene
3. Theoretische Grundlagen 2: YouTube und seine Nutzer/Nutzerinnen
3.1. Begriffsdefinition YouTuber/YouTuberin
3.2. Videoinhalte
3.3. Deutschsprachige YouTuber/YouTuberinnen
3.4. Zuschauer/Zuschauerinnen
4. Methodisches Vorgehen
4.1. Standardisierte Online-Befragung
4.2. Fragebogendesign
4.3. Feldzugang
5. Befundspräsentation
5.1. Stichprobenbeschreibung
5.2. Parasoziale Beziehung zu YouTubern/YouTuberinnen
5.3. Parasoziale Beziehung und Rezipientenmerkmale
5.4. Parasoziale Beziehung und Videogenre
6. Diskussion
6.1. Limitation der Studie
6.2. Feldzugang
6.3. Befragungsergebnisse
6.4. YouTube als Forschungsgegenstand
7. Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die parasoziale Beziehung zwischen deutschsprachigen YouTubern und ihrem Publikum. Das primäre Ziel ist es, das Phänomen parasozialer Beziehungen auf die neue Medienfigur des YouTubers zu übertragen und die Intensität dieser Bindung mittels einer standardisierten Online-Befragung bei Jugendlichen zu analysieren.
1.1. Abgrenzung des Forschungsthemas
Die Aufmerksamkeit, die YouTuber/YouTuberinnen in Deutschland täglich von ihren Zuschauern entgegengebracht wird, scheint stetig zu wachsen und wird von diesen, da sie sich zu großen Teilen als Berühmtheiten oder Stars sehen, nicht selten kritisiert. So beschreibt der YouTuber Felix von der Laden, bekannt als Dner (Kanalname), die Situation wie folgt:
„Ich möchte kein Teeniestar sein der Fangirls hat, die ihn vergöttern [...]. Das bin ich nicht, das will ich nicht, dass kann ich nicht. Ich fühle mich nicht wohl in dieser Rolle [...]. Bitte vergöttert mich nicht, bitte behandelt mich nicht wie einen Teeniestar, wie ein Idol oder sonstiges. Ich bin nur ein ganz normaler Typ hier der Videos macht für euch [...] und ich möchte nicht auf ein hohes Ross gestellt werden [...]“ (Von der Laden 2015, Min. 18:05-18:50).
Auch YouTuber/YouTuberinnen, die deutlich weniger Abonnenten als Von der Laden (2,7 Mio Abonnenten auf YouTube, Stand: 12.07.2016) aufweisen, sehen sich mit dem Problem konfrontiert. Die YouTuberin kitthey (Kanalname), die von rund 530.000 Abonnenten/Abonnentinnen verfolgt wird (Stand: 12.07.2016), spricht das Thema in einem Video an:
„Wenn es eine Sache gibt, mit der ich echt nicht klar komme, dann ist es auf einen Thron gesetzt zu werden. [...] ich habe schon immer gesagt ich mag das nicht auf der Straße Fotos zu machen. Ich mag es nicht bewundert oder irgendeiner Art angehimmelt zu werden, als etwas Besonderes betrachtet zu werden, weil ich das meiner Meinung nach einfach bin. [...] In solchen Momenten fühle ich mich einfach unwohl, weil ich mir denke ‚Hey du, du der mir grade gegenüber steht bist genauso wie ich‘.“ (kitthey 2016, Min. 0:02-0:41).
1. Einführung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, grenzt es von klassischen „Star-Beziehungen“ ab und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der parasozialen Bindung zu YouTubern.
2. Theoretische Grundlagen 1: Parasoziale Interaktion und Beziehung: Hier werden die wissenschaftlichen Kernkonzepte der parasozialen Interaktion und Beziehung sowie deren Anwendung auf Medienfiguren und Rezipienten erläutert.
3. Theoretische Grundlagen 2: YouTube und seine Nutzer/Nutzerinnen: Dieses Kapitel beleuchtet die Videoplattform YouTube, definiert den Begriff YouTuber und beschreibt die Struktur der Videoinhalte sowie die Zielgruppe der Zuschauer.
4. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die Konzeption der Online-Befragung, das Design des Fragebogens und die methodische Herangehensweise an den Feldzugang.
5. Befundspräsentation: Hier werden die Ergebnisse der empirischen Studie vorgestellt, inklusive der Stichprobenbeschreibung und der statistischen Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, Limitationen der Studie aufgezeigt und YouTube als Forschungsgegenstand einer abschließenden Würdigung unterzogen.
7. Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert den weiteren Forschungsbedarf in einer sich wandelnden Medienlandschaft.
Parasoziale Interaktion, Parasoziale Beziehung, YouTube, YouTuber, Medienfiguren, Online-Befragung, Rezipienten, Videogenres, Medienpsychologie, Identifikation, Nutzerverhalten, Mediennutzung, Jugendliche, Kommunikation, Social Media
Die Arbeit untersucht das Phänomen parasozialer Beziehungen zwischen Zuschauern und deutschsprachigen YouTubern, um zu verstehen, wie Jugendliche diese neuen Medienfiguren wahrnehmen.
Die zentralen Felder umfassen die parasoziale Interaktion (PSI) und Beziehung (PSB), die Charakteristika der Plattform YouTube sowie die Analyse von Rezipientenmerkmalen und Inhalten.
Das Ziel ist der Nachweis der Existenz parasozialer Beziehungen auf YouTube und die Analyse der Intensität dieser Bindungen bei verschiedenen Zuschauer- und Inhaltsgruppen.
Die Autorin wählte eine standardisierte Online-Befragung, um quantitative Daten über das Nutzungsverhalten und die Einstellung zu YouTubern zu erheben.
Neben den theoretischen Grundlagen zu PSI und YouTube enthält der Hauptteil die methodische Beschreibung, die Auswertung der Umfragedaten und eine kritische Diskussion der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem parasoziale Beziehung, YouTube, YouTuber, Medienfiguren, Online-Befragung und Rezipientenverhalten.
Die Arbeit zeigt, dass YouTube-Nutzer die Interaktion als "auf Augenhöhe" empfinden und YouTuber sich selbst oft explizit gegen eine "Star-Rolle" abgrenzen.
Die Untersuchung ergab signifikante Unterschiede in der Intensität der Bindung je nach Genre, wobei beispielsweise das Genre "Beautyvideos" eine eigene Dynamik im Vergleich zu anderen Formaten aufweist.
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