Examensarbeit, 2005
111 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Der Übergang zwischen Primar- und Sekundarschulen
2.1 Deutschland
2.2 Großbritannien
3. Fremdsprachenunterricht an Primarschulen in Deutschland und Großbritannien
3.1 Geschichte des Fremdsprachenunterrichts an Primarschulen
3.2 Fremdsprachenunterricht an Primarschulen heute
3.3 Methodische Überlegungen zum Fremdsprachenunterricht an Primarschulen
4. Lerntheoretische Voraussetzungen des Übergangsalters und deren methodisch-didaktische Konsequenzen
4.1 Entwicklungspsychologische Perspektive
4.1.1 Piaget
4.1.2 Bruner / Vygotsky
4.2 Fremdsprachenerwerbstheorie
4.2.1 Stern / Diehl et al.
4.3 Zusammenfassung der inhaltlichen und methodischen Konsequenzen für die Übergangszeit
5. Exemplarischer Vergleich der Rahmenpläne Englisch für Klasse 4 und 5
5.1 Lehrpläne für Klasse 4 und 5 in Sachsen und Hessen
5.1.1 Ziele und Aufgaben des Englischunterrichts
5.1.2 Empfohlene Methoden
5.2 Vergleich der Lehrpläne
6. Die Übergangsproblematik in Deutschland und Großbritannien
6.1 Untersuchungsdesign
6.1.1 Profile der Schulen
6.1.2 Codierung und Format der zitierten Interviewausschnitte
6.2 Bestandsaufnahme der Übergangsproblematik
6.3 Problemfaktoren und Lösungsansätze
6.3.1 Mangel an Fachpersonal
6.3.2 Mangelnde Kooperation zwischen Schnittstellen des Bildungssystems
6.3.3 Lehrplan/Lehrwerke
6.3.4 Sonstige
7. Resumee und Ausblick
8. Bibliographische Angaben
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik des Übergangs von der Primar- in die Sekundarschule im Bereich des Fremdsprachenunterrichts durch einen Vergleich zwischen Deutschland und Großbritannien. Das primäre Ziel ist es, die Faktoren zu identifizieren, die den Übergang für Schüler erschweren, sowie effektive Lösungsansätze für eine bessere methodische und inhaltliche Kontinuität aufzuzeigen.
Die Übergangsproblematik in Deutschland und Großbritannien
Die Problematik des Übergangs zwischen Primar- und Sekundarschulen setzt sich in sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien aus einer Reihe von verschiedenen Faktoren, die jeweils in Beziehung zueinander stehen, zusammen. In beiden Ländern sind die Problempunkte inhaltlich überwiegend identisch, in ihrer Gewichtung lassen sich jedoch beachtliche Unterschiede feststellen. In diesem Punkt werden sowohl die Schnittmenge der Gründe für die Übergangsproblematik erörtert als auch landesspezifische Eigenheiten erklärt und analysiert.
Deutschland Durch die flächendeckende Einführung von Fremdsprachenunterricht an deutschen Primarschulen hat sich das Problem des Übergangs von einem wenig beachteten Spezialfall zu einem ernstzunehmenden Diskussionsthema entwickelt. Die Kultusministerien aller Länder sind bemüht, mit Hilfe von neuen Rahmenplänen, Richtlinien oder Handreichungen einheitliche Ziele für den Primarschulunterricht zu katalogisieren, um eine Heterogenität der Sprachkompetenz zu Beginn der Sekundarstufe zu vermeiden. Letzterer Vorgang ist zwar noch nicht in allen Bundesländern abgeschlossen, doch zeigt sich eine einheitliche Tendenz hin zur Verwirklichung dieser Programmatik. Doch auch dort, wo Grundschulen einem einheitlichen Standard im Fremdsprachenunterricht bereits sehr nahe sind, gestaltet sich die Realität des Übergangs durch eine Diskontinuität in anderen Bereichen weiterhin problematisch.
Hauptproblemfaktor – neben dem Spezialfall des Fremdsprachenwechsels bei Übergang in die weiterführende Schule – ist der methodische Bruch zwischen Primar- und Sekundarschulen, begleitet von inhaltlichen Wiederholungen. Vielerorts wird der Beginn des Fremdsprachenunterrichts an der Sekundarschule als der ‚eigentliche’ und ‚richtige’ Beginn der Fremdsprache angesehen. Besonders Sekundarstufenlehrer degradieren den Primarstufenunterricht sowohl durch diese Ansicht, wie auch mit der Behauptung, man könne das gesamte Pensum des Primaschulunterrichts innerhalb kurzer Zeit zu Beginn der Sekundarstufe nochmals durchnehmen, um einen bekannten, gemeinsamen Stand der sprachlichen Kompetenz zu erreichen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Diskontinuität zwischen Primar- und Sekundarschulen im Fremdsprachenunterricht ein und skizziert das Ziel, Lösungsansätze für einen fließenderen Übergang zu analysieren.
2. Der Übergang zwischen Primar- und Sekundarschulen: Hier werden die unterschiedlichen Schulsysteme Deutschlands und Großbritanniens sowie deren Strukturen kurz vorgestellt.
3. Fremdsprachenunterricht an Primarschulen in Deutschland und Großbritannien: Dieser Teil beleuchtet die historische Entwicklung des Fremdsprachenfrühbeginns, den aktuellen Ist-Zustand sowie methodische Tendenzen.
4. Lerntheoretische Voraussetzungen des Übergangsalters und deren methodisch-didaktische Konsequenzen: Das Kapitel analysiert entwicklungspsychologische Perspektiven (Piaget, Bruner, Vygotsky) und Spracherwerbstheorien, um altersgemäße methodische Empfehlungen abzuleiten.
5. Exemplarischer Vergleich der Rahmenpläne Englisch für Klasse 4 und 5: Hier findet ein detaillierter Vergleich der Lehrpläne aus Sachsen und Hessen statt, um Überschneidungen, Brüche und methodische Ausrichtungen zu verdeutlichen.
6. Die Übergangsproblematik in Deutschland und Großbritannien: Dieses Hauptkapitel analysiert konkrete Problemfaktoren wie Personalmangel, fehlende Kooperation und mangelhafte Lehrplankontinuität anhand von Experteninterviews und forschungsbasierter Auswertung.
7. Resumee und Ausblick: Diese Zusammenfassung bewertet die Forschungsergebnisse und formuliert abschließende Empfehlungen für eine effektivere Gestaltung der Übergangsphase.
8. Bibliographische Angaben: Auflistung der verwendeten Literatur und Online-Quellen.
Übergangsproblematik, Primarstufe, Sekundarstufe, Fremdsprachenunterricht, Diskontinuität, Rahmenplan, Kooperation, Lehrerausbildung, Handlungsorientierung, Sprachentwicklung, Curriculum, Methodik, Sprachkompetenz, Schultransfer, Englischunterricht.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen beim Übergang von der Primar- in die Sekundarschule im Fach Englisch, insbesondere die methodische und inhaltliche Diskontinuität zwischen den Schulformen.
Im Zentrum stehen der Vergleich der Bildungssysteme in Deutschland und Großbritannien, lerntheoretische Grundlagen, der Vergleich konkreter Lehrpläne sowie die Analyse von Kooperationsschwierigkeiten.
Ziel ist es, Problemfaktoren aufzuzeigen, die einen nahtlosen Übergang erschweren, und durch die Analyse von Best-Practice-Beispielen sowie Expertenmeinungen Lösungsstrategien für die Schulpraxis zu entwickeln.
Neben einer umfassenden Literatur- und Lehrplananalyse nutzt die Autorin eine qualitative Untersuchung, basierend auf Experteninterviews mit Lehrern weiterführender Schulen in Hessen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Spracherwerbs bei Kindern, den exemplarischen Vergleich von Lehrplänen sowie die detaillierte Bestandsaufnahme von Problemen wie Personalmangel und fehlender Zusammenarbeit.
Die zentralen Begriffe sind Übergangsproblematik, Primarstufe, Sekundarstufe, Fremdsprachenunterricht, Kooperation und Spiralcurriculum.
Fehlende Kooperation führt zu Vorurteilen und Informationsdefiziten, die verhindern, dass Lehrer an Sekundarschulen auf dem Wissensstand der Grundschüler aufbauen können, was wiederum zu unnötigen Wiederholungen und Frustration bei den Schülern führt.
Das schottische Modell der „Cluster-Formation“ dient als positives Beispiel, da es eine institutionalisierte Zusammenarbeit und inhaltliche Abstimmung zwischen Primar- und Sekundarschulen innerhalb einer Region verankert.
Lehrer F kritisiert den methodischen Bruch und die vermeintlich fehlende grammatikalische Basis, die in der Grundschule gelegt werden sollte, und plädiert daher für eine stärkere Ergebnisorientierung bereits im Primarbereich.
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