Bachelorarbeit, 2018
66 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Achtsamkeit
2.1 Definition
2.2 Östlicher Ursprung
2.3 Westliche Auslegung und Verbreitung
2.4 Verwendung am Arbeitsplatz
2.5 Aktueller Forschungsstand
3 Polychronizität
3.1 Definition
3.2 Entwicklung im interkulturellen Kontext
3.3 Polychronizität und Multitasking
3.4 Aktueller Forschungsstand im Unternehmenskontext
4 Methode
4.1 Forschungsfrage
4.2 Stichprobe
4.3 Auswahl der Erhebungsmethode
4.4 Gestaltung des Fragebogens
4.4.1 IPV
4.4.2 MAAS
4.5 Ablauf der Studie
4.6 Auswertungsverfahren
5 Ergebnisse
5.1 Beschreibung der Stichprobe
5.2 Deskriptive Statistik
5.3 Inferenzstatistik
6 Interpretation
6.1 Limitationen
6.2 Diskussion
7 Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen wissenschaftlich fundierten Zusammenhang zwischen dem Grad der Achtsamkeit und der Polychronizität – der Präferenz, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten – empirisch zu untersuchen. Anhand einer Online-Umfrage wird geprüft, ob eine höhere Achtsamkeit die Ausprägung zur Polychronizität beeinflusst.
3.3 Polychronizität und Multitasking
Die sich ständig ändernden Anforderungen im heutigen privaten und beruflichen Umfeld, die Konzentration auf mehrere Aufgaben in unterschiedlichen Netzwerken und die zunehmende Bedeutung von Schnelligkeit und Flexibilität haben das ambivalente Phänomen des Multitaskings in die Welt gerufen. Aktuelle Stellenausschreibungen verlangen häufig nach Multitasking-Fähigkeiten. Beispielsweise bei der Stichwortsuche nach „Multitasking“ in verschiedenen Jobportalen werden Tausende Treffer dafür angezeigt. Bisher wird Multitasking als kognitiver Prozess konzipiert und wird hauptsächlich in Laborumgebungen innerhalb sehr kurzer Zeitfenster wie in wenigen Sekunden oder Minuten erforscht.
Viele Studien beschäftigen sich mit der Bedeutung von Multitasking im Arbeitsalltag oder in Organisationen doch stellt sich hierbei die Frage welche Rolle dabei die Polychronizität spielt und inwiefern sich diese beiden Konstrukte unterscheiden. Obwohl Polychronizität und Multitasking häufig als verwandte Themen angesehen werden, sind sie jedoch recht unterschiedliche Phänomene (König & Waller, 2010, S. 173). Viele Forscher haben die beiden Konstrukte als Synonyme betrachtet unter der Annahme, dass ein gegebenes Maß an Polychronizität ein gewisses Maß an Multitasking impliziert (Spink, Cole & Waller, 2008).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des modernen Zeitdrucks ein und stellt die theoretische Relevanz der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Achtsamkeit und Polychronizität dar.
2 Achtsamkeit: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge der Achtsamkeit, ihre westliche Adaption sowie ihre Bedeutung und psychologische Wirkung im beruflichen Kontext.
3 Polychronizität: Das Kapitel definiert Polychronizität, betrachtet ihre Rolle im interkulturellen Kontext und grenzt sie konzeptionell vom Multitasking ab.
4 Methode: Hier wird das Studiendesign erläutert, inklusive der Forschungsfrage, der Datenerhebung mittels Online-Fragebogen sowie der angewandten psychometrischen Instrumente (IPV und MAAS).
5 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Daten der Umfrage, beschreibt die Stichprobenzusammensetzung und wertet die deskriptiven sowie inferenzstatistischen Ergebnisse aus.
6 Interpretation: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei Limitationen der Studie diskutiert und die Befunde in den aktuellen Forschungsstand eingeordnet werden.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung von Achtsamkeit im Hinblick auf zukünftige Anforderungen an die Arbeitswelt.
Achtsamkeit, Polychronizität, Multitasking, MAAS, IPV, psychische Gesundheit, Arbeitsplatz, Stressreduktion, Zeitmanagement, empirische Untersuchung, Arbeitsengagement, Persönlichkeitspsychologie, Selbstregulation, Leistungsfähigkeit.
Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen Achtsamkeit – dem bewussten Erleben des gegenwärtigen Augenblicks – und Polychronizität, der persönlichen Präferenz, Aufgaben simultan statt sequenziell zu bearbeiten.
Die zentralen Felder sind die psychologische Fundierung von Achtsamkeit (insbesondere in der Arbeitswelt), das Konzept der polychronen Zeitnutzung sowie die empirische Analyse von Persönlichkeitsmerkmalen mittels Fragebögen.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Grad der Achtsamkeit einer Person und ihrer Ausprägung an Polychronizität existiert, um daraus Rückschlüsse für die Arbeitsorganisation zu ziehen.
Es wurde eine quantitative Querschnittsbefragung durchgeführt, bei der 120 Probanden mittels des „Inventory of Polychronic Values“ (IPV) und der „Mindful Attention Awareness Scale“ (MAAS) untersucht und anschließend statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Aufarbeitung der beiden Konzepte, die methodische Beschreibung der Datenerhebung sowie die detaillierte statistische Analyse und Diskussion der Ergebnisse.
Die zentralen Begriffe sind Achtsamkeit, Polychronizität, Multitasking, psychometrische Skalen (MAAS/IPV) und die Analyse von Arbeitsplatzanforderungen.
Die statistische Analyse mittels Pearson-Korrelation ergab keinen signifikanten Zusammenhang (p > .05), was bedeutet, dass sich in der Stichprobe keine Korrelation zwischen der habituellen Achtsamkeit und der Präferenz für Multitasking nachweisen ließ.
Der Autor weist darauf hin, dass die Stichprobe mit einem hohen Anteil an Studenten unter 26 Jahren nicht bevölkerungsrepräsentativ ist und somit die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse eingeschränkt sein könnte.
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