Masterarbeit, 2016
87 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit untersucht die Performance The Negotiating Table (1983) der Künstlerin Mona Hatoum und analysiert die Darstellung des Körpers im Kontext des Libanonkriegs. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie Hatoums Körper als Projektionsfläche für Menschenbilder dient und welche Konflikte durch die Performance angesprochen werden. Der Fokus liegt auf der Beziehung zwischen Körper und Umwelt, dem Subjektstatus des Körpers und der Wahrnehmung des Leidens durch die BetrachterInnen.
Das erste Kapitel untersucht die Funktion der Darstellung eines Kriegsopfers in Hatoums Performance im Vergleich zu den Wiener Aktionisten. Es wird die Beziehung zwischen Hatoums Körper und seiner Umwelt analysiert, die sowohl den Ausstellungsraum als auch politische Kontexte und kunsthistorische Referenzen umfasst.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Bedeutung der Opferdarstellung in der Gesellschaft und dem Verhältnis von Opferleib zur Welt. Es analysiert das Konzept des „Fragments“ in Bezug auf eine „verlorene“ palästinensische Identität, Bilder von kannibalistischen Szenen und eine moderne Lebenserfahrung.
Das dritte Kapitel setzt sich mit der Idee eines kompakten und ganzheitlichen Objekts der Minimal Art auseinander und untersucht, mit welchen Mitteln Hatoums anonymer und verletzter Körper im Ausstellungsraum bei den BetrachterInnen welche Reaktionen hervorrufen kann.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schlüsselbegriffen Körper, Konflikt, Performance, Opferdarstellung, Machtverhältnisse, Exil, Fragment, Minimal Art und der Kunst von Mona Hatoum.
Die Performance von 1983 thematisiert den Libanonkrieg, indem die Künstlerin ihren eigenen, scheinbar verletzten Körper als Projektionsfläche für Kriegsleid und politische Konflikte nutzt.
Der Körper wird als „Fragment“ und als anonymes Opfer präsentiert, oft blutend oder mit entblößten Eingeweiden, was Fragen nach Identität und Endlichkeit aufwirft.
Die Arbeit vergleicht Hatoums Darstellung eines Kriegsopfers mit den Wiener Aktionisten, die sich ebenfalls mit gesellschaftlichen Traumata und körperlicher Fleischlichkeit auseinandersetzten.
Sie stellt ihrem zerrissenen, ambivalenten Körper die Idee kompakter, ganzheitlicher Objekte (wie Robert Morris’ „Column“) gegenüber, um Machtverhältnisse und den Subjektstatus zu hinterfragen.
Die Arbeit untersucht, wie das dargestellte Leid wahrgenommen wird und ob der anonyme Körper eine Reflexion über die palästinensische Identität und globale Machtstrukturen ermöglicht.
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