Diplomarbeit, 2018
45 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Grundlagen zu Psychischen Erkrankungen
2.1. Definition
2.2. Beispiele psychischer Krankheiten
2.3. Depression- Die psychische Erkrankung Nummer eins
2.4. Angst, Antriebshemmung und Suizidalität
3. Ursachen von Psychischen Erkrankungen
3.1. Mobbing
3.1.1. Definition
3.1.2. Ursachen
3.1.3. Der Verlauf von Mobbing und damit verbundenen psychische Folgen für das Opfer
3.1.4. Vorgehensweise gegen Mobbing
3.2. Stress
3.2.1. Definition
3.2.2. Ursachen des Disstresses
3.2.3. Psychische Krankheitsfolgen von Stress
3.2.4. Stressbewältigung
3.3. Arbeitssucht
3.3.1. Definition
3.3.2. Ursachen
3.3.3. Verlauf der Arbeitssucht und dabei auftretende psychische Erkrankungen
3.3.4. Prävention am Arbeitsplatz
3.4. Alkoholismus
3.4.1. Definition
3.4.2. Ursachen
3.4.3. Verlauf und Folgen
3.4.4. Mögliche Auffälligkeiten im Arbeitsalltag
4. Maßnahmen zum Umgang mit psychischen Erkrankungen
4.1. Prävention am Arbeitsplatz
4.2. Das „Hamburger Modell“
4.3. Schulungen für Führungskräfte
4.4 Kommunikationstechniken für den Umgang mit Betroffenen
5. Problemfelder im Umgang mit psychischen Erkrankungen im Betrieb
5.1. Fehlbeanspruchungen im Sinne des Arbeitsschutzes
5.2. Folgen für den Arbeitgeber
5.3. Kostenfaktor psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz
5.4. Voraussetzungen für eine krankheitsbedingte Kündigung
6. Befragung von Unternehmen
6.1. Methodik der Befragung
6.2. Bedeutung von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz
6.3. Betriebliche Maßnahmen zum Umgang bzw. Vermeidung vom psychischen Erkrankungen
6.4. Problembereich im Umgang mit psychischen Erkrankungen
7. Gestaltungsanregungen für Unternehmen
7.1. Mitarbeitergespräche
7.2. Integration statt Ausgrenzung
7.3. Unterstützen anstatt schonen
7.4. Außerbetriebliche Maßnahmen
8. Fazit und Ausblick
Die Abschlussarbeit untersucht die zunehmende Verbreitung psychischer Erkrankungen im beruflichen Umfeld, deren Ursachen und die daraus resultierenden Herausforderungen für Unternehmen. Ziel ist es, Lösungsansätze und Handlungsoptionen für Arbeitgeber aufzuzeigen, um betroffene Mitarbeiter zu unterstützen, das Betriebsklima zu verbessern und die wirtschaftlichen Folgen für Betriebe zu minimieren.
3.1.3. Der Verlauf von Mobbing und damit verbundenen psychische Folgen für das Opfer
Heinz Leymann entwickelte 1993 ein Modell, welches den Verlauf von Mobbing in fünf Phasen unterteilt:
Phase 1: Die erste Phase stellt einen Konflikt dar, welcher nicht adäquat bearbeitet wurde. Ein solcher Konflikt entsteht zum Beispiel durch eine nicht gelungene Eingliederung eines neuen Mitarbeiters in ein seit Jahren eingespieltes Team. Bereits in Phase eins kann ein Nährboden für die Entwicklung von Mobbing entstehen. Es entwickeln sich erste Gerüchte über den Betroffenen.
Phase 2: In Phase zwei findet der eigentliche Mobbingprozess statt. Handelte es sich in Phase eins „lediglich“ um das Verbreiten von Gerüchten, verdichten sich in Phase zwei die Attacken und systematisieren sich zusehends. Es wird sich beispielsweise über den Betroffenen lustig gemacht und seine Arbeit wird in regelmäßigen Abständen ungerechtfertigt kritisiert.
Phase 3: Charakterisiert wird die dritte Phase durch erste Macht- und Rechtsübergriffe der Mobber gegen den Mobbingbetroffenen. Hier finden gezielte Arbeitsbehinderungen statt sowie die Beschädigung von Arbeitsmitteln oder persönlichen Gegenständen, bis hin zur Androhung oder Anwendung von körperlicher Gewalt. Bereits jetzt ist findet die völlige Ausgrenzung den Gemobbten statt, es findet keine Kommunikation mehr mit ihm statt und eine Zusammenarbeit ist ausgeschlossen.
Phase 4: Im Anschluss von Phase drei erfolgt die vierte Phase. In dieser haben sich die mobbenden Mitarbeiter längst ihre eigene Meinung über das Opfer gebildet und werden ihm nicht die Möglichkeit geben, sich zu rehabilitieren. Der gesundheitliche Zustand des Betroffenen hat sich durch die seelische Belastung enorm verschlechtert, spätestens jetzt wird dieser Kontakt zu Ärzten oder Psychologen aufnehmen. Doch anstatt die erwartete Hilfe zu bekommen, kann sich die Diagnosestellung der Vertreter helfender Berufe, äußerst schwierig erweisen, da die psychische Belastung sich auch physisch bemerkbar macht und nicht in erster Linie der soziale Hintergrund als Entstehungsursache betrachtet wird.
Phase 5: Die Entwicklung von Phase eins bis Phase 4 mündet schließlich in der letzten Phase vier. In dieser abschließenden Phase scheidet der Gemobbte meist selbst aus dem Unternehmen aus, im schlimmsten Fall sogar aus dem Arbeitsleben. Meist bedingt durch langfristige Krankschreibungen, infolge des Mobbings.
1. Einführung: Die Arbeit thematisiert die steigende Bedeutung psychischer Erkrankungen in der Arbeitswelt und skizziert den Aufbau der Untersuchung von Definitionen über Ursachen bis hin zu betrieblichen Lösungsansätzen.
2. Grundlagen zu Psychischen Erkrankungen: Dieses Kapitel definiert psychische Störungen und bietet einen Überblick über verschiedene Krankheitsbilder sowie deren medizinische und psychologische Einordnung.
3. Ursachen von Psychischen Erkrankungen: Es werden spezifische arbeitsbezogene Belastungsfaktoren wie Mobbing, Stress, Arbeitssucht und Alkoholismus detailliert analysiert und deren Verlauf sowie Präventionsmöglichkeiten aufgezeigt.
4. Maßnahmen zum Umgang mit psychischen Erkrankungen: Das Kapitel behandelt präventive Ansätze, das „Hamburger Modell“ zur Wiedereingliederung sowie die notwendige Sensibilisierung von Führungskräften durch Schulungen und Kommunikation.
5. Problemfelder im Umgang mit psychischen Erkrankungen im Betrieb: Hier werden die arbeitsrechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen für Arbeitgeber sowie die Gefährdungsbeurteilung als Pflichtinstrument beleuchtet.
6. Befragung von Unternehmen: Das Kapitel präsentiert die methodische Durchführung und die Ergebnisse einer eigenen empirischen Onlinebefragung zum Umgang mit psychischen Erkrankungen aus Arbeitnehmersicht.
7. Gestaltungsanregungen für Unternehmen: Aufbauend auf den Ergebnissen werden konkrete Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber formuliert, insbesondere für Mitarbeitergespräche und eine inklusive Unternehmenskultur.
8. Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Dringlichkeit, psychische Gesundheit als strategisches Thema in Organisationen zu etablieren.
Psychische Erkrankungen, Arbeitsplatz, Mobbing, Stress, Burnout, Arbeitssucht, Alkoholismus, Prävention, Wiedereingliederung, Hamburger Modell, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsklima, Führungskräfte, Mitarbeitergespräche, Stigmatisierung.
Die Arbeit untersucht die zunehmende Prävalenz psychischer Erkrankungen in der modernen Arbeitswelt sowie deren Ursachen und Auswirkungen auf Unternehmen und Mitarbeiter.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Mobbing, Stress, Arbeitssucht und Alkoholismus als Auslöser für psychische Leiden sowie auf Möglichkeiten der betrieblichen Prävention.
Ziel ist es, Lösungsansätze zu identifizieren, die es Unternehmen ermöglichen, psychisch erkrankte Mitarbeiter besser zu unterstützen und eine gesündere Arbeitsumgebung zu schaffen.
Neben einer umfassenden Literatur- und Theorieanalyse enthält die Arbeit eine eigene empirische Untersuchung in Form einer Onlinebefragung unter 45 Erwerbstätigen.
Der Hauptteil befasst sich mit den Definitionen psychischer Störungen, der Analyse von Belastungsfaktoren, rechtlichen Rahmenbedingungen für Arbeitgeber sowie konkreten Interventionsmöglichkeiten.
Zu den zentralen Begriffen zählen psychische Gesundheit am Arbeitsplatz, Prävention, betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und der Abbau von Stigmatisierung.
Das Modell wird als zentrales Instrument für eine stufenweise Wiedereingliederung nach längerer Krankheit vorgestellt, um Beschäftigte schrittweise wieder an ihre Arbeitsbelastungen heranzuführen.
Die Befragung verdeutlicht, dass trotz einer hohen Wahrnehmung der Problematik durch Arbeitnehmer, eine große Angst vor Stigmatisierung besteht und viele Betriebe bisher unzureichende Unterstützungsangebote bereithalten.
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