Examensarbeit, 2005
68 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung:
¾ Dr. Bökh + ¾ Professor McGonagall – ¾ Herr Schober + ¼ Simon = Die ideale Lehrkraft?
2. Die Lehrkraft – eine Definition
2.1 Der Beruf des Lehrers – ein Exkurs in die Geschichte
2.2 Aufgaben einer Lehrkraft
2.3 Was ist ein ‚guter’ Lehrer?
2.4 Die Realität in Der Spiegel, Time und Newsweek
2.4.1 Probleme, denen sich eine Lehrkraft stellen muss
2.4.2 Darstellung des Lehrers in der Öffentlichkeit
3. Wahrnehmung und Stereotype – Theorien
3.1 Definition Wahrnehmung
3.2 Definition Stereotype
4. Die Lehrkraft im zeitgenössischen Film
4.1 Ausgewählte zeitgenössische Filme
4.1.1 Das fliegende Klassenzimmer
4.1.2 Harry Potter and the Philosopher’s Stone
4.1.3 Schule
4.1.4 Teachers
4.2 Der Lehrkraft als Individuum
4.3 Lehrer im Kollegium
4.4 Die Lehrkraft im Umgang mit den Schülern
4.5 Konfrontation mit Problemen
5. Stereotype
5.1 Bevorzugt dargestellte Lehrertypen
5.1.1 Die Macht der filmischen Mittel
5.2 Unterschiede in Geschlecht, Alter und Charakter
5.2.1 Lehrerinnen und Lehrer
5.2.2 Alte und junge Lehrkräfte
5.2.3 Der ‚liebe’ Lehrer und sein Gegenspieler
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, welches Bild von Lehrkräften in zeitgenössischen Medien – speziell in Filmen und Nachrichtenmagazinen – vermittelt wird und inwieweit diese Darstellungen durch Stereotype geprägt sind. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob filmische Inszenierungen ein realistisches Lehrerbild entwerfen oder durch die Nutzung von Klischees zur negativen Wahrnehmung des Lehrerberufs in der Gesellschaft beitragen.
2.1 Der Beruf des Lehrers – ein Exkurs in die Geschichte
Die Sophisten Protagoras (480 v.Chr. – 410 v.Chr.) und Gorgias (485 v.Chr. – 380 v.Chr.) waren in der griechischen Antike die ersten professionellen Lehrer. Sie boten gegen Bezahlung ein Lehrangebot an und schufen durch die Formulierung der ‚septem artes liberales’ den ersten Lehrplan des Abendlandes. Diese Konzeption bildet noch heute die Grundlage für den gymnasialen Lehrplan.
Nachdem die Sophisten für ihren Pragmatismus bereits von ihren unmittelbaren Nachfolgern Sokrates (469 v.Chr. - 399 v.Chr.) und Platon (427 v.Chr. – 347 v.Chr.) Kritik ernteten, wurde der Lehrer im Verlauf der Geschichte sehr unterschiedlich gesehen. So sah Sokrates die Aufgabe des Lehrers nicht darin, fertiges Wissen zu vermitteln, sondern er sollte den Lernenden zum eigenen kritischen Denken anregen. Nur kluges Fragen kann den Lerner zur eigenen Erkenntnis führen.
Sokrates’ Schüler Platon sah die Voraussetzung jeden Lernens in der Erkenntnis des Nichtwissens. Erst durch diese Einsicht sei es möglich Wissen zu erwerben; für Sokrates das Maß aller Dinge. Platons Schüler Aristoteles (384 v.Chr. – 322 v.Chr.) war der letzte Vertreter der klassischen Epoche der Griechen. Seine Idee von einer Lehranstalt wird heute als das Vorbild der Hochschulen im Abendland gesehen.
Während der Lehrer von den Griechen als Philosoph gesehen wurde, war er zu Zeiten Ciceros (106 v.Chr. – 43 v. Chr.) ein Redner, denn „[…] nur die Sprache erlaubt, mit anderen ‚menschlich’ zu verkehren […]“. Die Fähigkeit sich auszudrücken und zu präsentieren war Inhalt allen Lernens dieser Epoche.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die kritische öffentliche Wahrnehmung des Lehrerberufs ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Darstellung von Lehrkräften in zeitgenössischen Filmen zu untersuchen.
2. Die Lehrkraft – eine Definition: Dieses Kapitel gibt einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung des Lehrerberufs und definiert die vielschichtigen Aufgaben, die an moderne Lehrkräfte gestellt werden.
3. Wahrnehmung und Stereotype – Theorien: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen der Personwahrnehmung und die Entstehung von Stereotypen als kognitive Schemata erläutert, die für die Analyse relevant sind.
4. Die Lehrkraft im zeitgenössischen Film: Dieser Hauptteil analysiert die konkrete Darstellung von Lehrpersonen in den ausgewählten Filmen hinsichtlich ihres Auftretens, ihres Kollegiums und ihres Umgangs mit Problemen.
5. Stereotype: Das Kapitel untersucht, inwiefern die im Film dargestellten Lehrertypen mit gesellschaftlich verankerten Stereotypen – wie dem strengen Direktor oder dem jugendlichen Lehrer – übereinstimmen.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Filme primär auf Stereotype zurückgreifen, keine realistischen Lehrerbilder schaffen und oft zur Verharmlosung schulischer Probleme beitragen.
Lehrerbild, Filmtheorie, Stereotype, Personwahrnehmung, Schulpädagogik, Medienanalyse, Lehrerrolle, Lehrerdarstellung, gesellschaftliche Erwartungen, Schulwirklichkeit, Berufsethik, Professionalisierung, Filmanalyse, Erziehung, Bildungsgeschichte.
Die Arbeit untersucht das Bild, das zeitgenössische Filme von Lehrern vermitteln, und vergleicht dieses mit der gesellschaftlichen Realität, wie sie in Nachrichtenmagazinen beschrieben wird.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Pädagogik, die wissenschaftliche Definition von Wahrnehmung und Stereotypen sowie eine detaillierte Filmanalyse unter besonderer Berücksichtigung der Rollenbilder von Lehrkräften.
Ziel ist es zu klären, ob filmische Darstellungen von Lehrkräften eher auf Stereotype setzen oder ein realistisches Berufsbild zeichnen und ob sie die öffentliche Wahrnehmung des Lehrerberufs beeinflussen können.
Es handelt sich um eine qualitative Analyse, die historische Literatur, Zeitschriftenartikel (Der Spiegel, Time, Newsweek) und eine strukturierte Filmanalyse (unter Einbeziehung von Aspekten der Filmtheorie) kombiniert.
Der Hauptteil analysiert, wie Lehrer in den Filmen "Das fliegende Klassenzimmer", "Harry Potter", "Schule" und der Serie "Teachers" als Individuen, im Kollegium und im Umgang mit Schülern inszeniert werden.
Wichtige Begriffe sind Lehrerbild, Stereotype, Personwahrnehmung, Medienanalyse, Lehrerdarstellung und Schulpädagogik.
In "Harry Potter" wird das Lehrerbild stark durch das Internatsmilieu und die Rolle der Lehrer als Respektspersonen oder Mentoren geprägt, während "Teachers" auf komödiantische Weise eine "Lehrer-Clique" zeigt, die oft im Konflikt mit ihrem beruflichen Anspruch und ihrem jugendlichen Privatleben steht.
Die Kameraeinstellungen (z.B. Untersicht für Dominanz, Totale für Distanz) werden genutzt, um die Machtverhältnisse zwischen Lehrern und Schülern sowie die Strenge oder Verletzlichkeit der Lehrkräfte für den Zuschauer gezielt zu manipulieren.
Nein, das Fazit der Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Filme durch ihre oberflächliche und oft verharmlosende Darstellung den Lehrberuf eher in ein negatives Licht rücken und das Klischee des "Prügelknaben der Gesellschaft" bestärken.
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