Masterarbeit, 2016
264 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Einführung und Relevanz
1.2 Zielstellung
1.3 Gang der Arbeit
2. Serientheorie
2.1 Serielles Erzählen
2.1.1 Episodenserie
2.1.2 Fortsetzungsserie
2.1.3 Mischformen
2.1.4 Aktstruktur
2.1.5 Zopfdramaturgie
2.2 Quality gleich Qualität?
2.3 Die Konventionen des Fernsehkrimis
3. Historischer Hintergrund
3.1 Die US-amerikanische Crime-Serie
3.2 Der deutsche Fernsehkrimi
3.3 Zwischenfazit
4. Methode
4.1 Fernsehanalyse
4.2 Forschungsfragen
4.3 Untersuchungsgegenstand
5. Ergebnisse
5.1 DEXTER
5.1.1 Story
5.1.2 Figurengestaltung
5.1.3 Serialität und Erzählstruktur
5.1.4 Ästhetische Merkmale
5.1.5 Rezeption in Deutschland
5.2 BLOCHIN
5.2.1 Story
5.2.2 Figurengestaltung
5.2.3 Serialität und Erzählstruktur
5.2.4 Ästhetische Merkmale
5.2.5 Quoten und Kritik
5.3 Resümee
6. Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit analysiert den aktuellen Stand deutscher Krimiserien im Hinblick auf die Adaption narrativer und ästhetischer Merkmale von US-amerikanischen Qualitätsserien. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern deutsche Krimi-Serien qualitativ mit US-amerikanischen Produktionen konkurrieren können, und welche strukturellen Rahmenbedingungen diese Entwicklung beeinflussen.
Flexi-Narrative und Aktstruktur
Die Serie spielt selbstreferierend mit den typischen Genrekonventionen des Krimis, der oftmals als Episodenserie angelegt ist und in dem in jeder Episode ein Mordfall gelöst wird. Neben den episoden- und staffelumspannenden Handlungsbögen finden sich auch episodisch abgeschlossene Erzählungen wieder (vgl. Abb. 6). Dexter als Serienmörder mit Drang zur Perfektion und Kontrolle über jede Situation trifft auf die Ermittlungen der Polizeigewalt, die möglichst schnell den/die MörderIn überführen und verurteilen will. Das Zusammentreffen beider Handlungsstränge generiert einen inhärenten Spannungsbogen. Die Handlung kann aus diesem Grund auf zwei Weisen erzählt werden. Pro Folge können einzelne Morde episodisch erzählt werden. Das zentrale Motiv des Spannungsverhältnisses zwischen Verbrechen und dessen Aufklärung wird bei Dexter episoden- sowie staffelübergreifend erzählt (vgl. Rothemund 2013: 173).
Wie bereits beschrieben, gibt es eine zentrale Figur, um die sich die Story aufbaut. Der sich über alle Staffeln hinweg spannende Erzählbogen beinhaltet das Doppelleben von Dexter Morgan. Niemand außer sein Adoptivvater Harry weiß zunächst davon und Dexter versucht, seine Scheinwelt unentdeckt weiterleben zu können. Jede Staffel birgt für Dexter neue AntagonistInnen, die Staffeln sind dennoch nicht völlig abgegrenzt voneinander. DEXTER wird vorwiegend mittels Zopfdramaturgie erzählt, bei der Handlungsstränge episoden- und teilweise staffelübergreifend aufgegriffen, miteinander verwoben, aufgelöst und offengelassen werden. Unter dem Haupterzählbogen der kompletten Serie – dem Doppelleben von Dexter – gibt es in Staffel 4 zwei weitere zentrale Erzählbögen, die eine inhaltliche Abgrenzung zu den anderen Staffeln schaffen. Zum einen ist dies die Überforderung Dexters mit seinem Arbeits-Familienvater- und Serienkillerleben (vgl. Abb. 6/HS 2), zum anderen sein Gegenspieler Arthur Mitchell, der Trinity-Killer, um dessen Morde es in der kompletten vierten Staffel geht (vgl. Abb. 6/HS 1). Diese beiden Erzählstränge prägen die Thematik der kompletten vierten Staffel, grenzen sie von den anderen Staffeln ab und schaffen sowie tragen weitere Nebenstränge.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Quality-TV im Kontext der deutschen Serienlandschaft und formuliert die zentrale Forschungsfrage sowie den Gang der Arbeit.
2. Serientheorie: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie serielles Erzählen, Qualitätsserien und die Spezifika des Fernsehkrimis, inklusive narrativer Strukturen wie der Aktstruktur.
3. Historischer Hintergrund: Es wird die Entwicklung des US-amerikanischen TV-Crime-Genres und des deutschen Fernsehkrimis nachgezeichnet, um den Interpretationskontext für die Analyse zu schaffen.
4. Methode: Hier wird der methodische Ansatz der Fernsehanalyse erläutert und die Auswahl der beiden Serienbeispiele DEXTER und BLOCHIN begründet.
5. Ergebnisse: Das Kernkapitel präsentiert die systematische Analyse der beiden Fallbeispiele unter Berücksichtigung von Story, Figurengestaltung, Erzählstruktur und Ästhetik.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung deutscher Serienproduktionen.
Quality-TV, Qualitätsserie, Krimiserie, Fernsehanalyse, Serielles Erzählen, Adaption, DEXTER, BLOCHIN, Aktstruktur, Zopfdramaturgie, Narratologie, Genrehybridisierung, Fernsehmarkt, Krimi, Charakterentwicklung
Die Masterarbeit befasst sich mit dem Einfluss von US-amerikanischen Qualitätsserien auf das deutsche Krimi-Genre und untersucht, wie Merkmale des "Quality-TV" in deutschen Produktionen adaptiert werden.
Die Themenfelder umfassen serielle Erzähltheorien, historische Hintergründe des Krimis in den USA und Deutschland sowie die formale und inhaltliche Analyse aktueller Serienbeispiele.
Die Forschungsfrage lautet: "Sind deutsche Krimi-Serien mittlerweile ‚qualitativ‘ so gut wie US-amerikanische Qualitäts-Crime-Serien?"
Die Autorin nutzt die Fernsehanalyse, basierend auf Sequenzprotokollen, um dramaturgische, narrative und ästhetische Merkmale systematisch zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen geschichtlichen Abriss der Crime-Serien-Entwicklung und die empirische Analyse der Serien DEXTER und BLOCHIN.
Zu den zentralen Begriffen zählen Qualitätsserie, Serielles Erzählen, Krimi-Genre, Genrehybridisierung und die narrative Komplexität innerhalb der modernen Fernsehproduktion.
Das deutsche System steht laut Arbeit in einem Spannungsfeld zwischen Bildungsauftrag und Quoten-Druck, was die Implementierung radikal neuer, risikoreicher Erzählformate erschwert im Vergleich zu US-Pay-TV-Sendern.
BLOCHIN versucht durch horizontale Erzählweise, komplexe Handlungsstränge und eine spezifische ästhetische Inszenierung (z.B. Farbfilter) sich von traditionellen episodischen Krimireihen abzuheben und moderne Qualitätsstandards zu etablieren.
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