Bachelorarbeit, 2018
37 Seiten, Note: 17/ 20
Einleitung
I. Das marokkanische Kino vor 60 Jahren
1. Geschichte des marokkanischen Kinos im Überblick
1.1. Das koloniale Kino
1.2. Die Phase nach der Unabhängigkeit
2. Die Themen des marokkanischen Kinos
II. L’Amante du Rif und Zéro: Zwei marokkanische Kinofilme des 21. Jahrhunderts
1. „L’Amante du Rif“ von Narjiss Nejjar
1.1. Narjiss Nejjar : Leben und Werk
1.2. Zur Rezeption des Films
1.3. Narjiss Nejjar und die Frauensorgen
2. „Zéro“ von NourEddine Lakhmari
2.1. Nour Eddine Lakhmari: Leben und Werk
2.2. Zur Rezeption des Films
2.3. Casablanca und Lakhmari: Eine endlose Passion
III. Das Frauenbild in L’Amante du Rif und Zéro
1. Die Weiblichkeit aus dem Blick einer Frau
1.1. Die Frau als Mutter
1.2. Die Frau als Tochter
1.3. Die Frau als Freundin
2. Die Weiblichkeit aus dem Blick eines Mannes
2.1. Die Frau als Mutter
2.2. Die Frau als Berufstätige
2.2.1. Die Frau als Ärztin
2.2.2. Die Frau als Prostituierte
Schlussfolgerung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Bild der marokkanischen Frau im marokkanischen Kinofilm anhand der beiden Filme "L’Amante du Rif" von Narjiss Nejjar und "Zéro" von Nour Eddine Lakhmari, um zu analysieren, wie der Film das soziale Rollenbild und die Realität der Frau in Marokko widerspiegelt.
1.2. Zur Rezeption des Films L’Amante du Rif
Die Handlung des Films „L’Amante du Rif“ läuft im nördlichen Teil der Rifregion, deren Bewohner mit ihrem Mut und ihrer wichtigen gespielten Rolle bei der Vertreibung der spanischen Kolonisation bekannt sind. Der Film erzählt die Geschichte einer schönen, jungen Frau „Aya“, die von einer phantasievollen, fiktiven Liebe träumt. Sie lebt aber in einer Umgebung, in der der Haschichhandel die einzige Einnahmequelle ist. Ihre zwei Brüder arbeiten für den „Baron“, der diesen Handel monopolisiert. Ayas Leben wird sich total umgewälzt verändern, als ihr großer Bruder sie in die Ärmen des „Barons“ gegen ein kleines Stückland zum Anbau des Haschichs wirft.
Der Film facht ja eine unverkennbare Debatte innerhalb der marokkanischen Gesellschaft an. Abgesehen von der Tatsache, dass der Film an dem offiziellen Wettbewerb des internationalen Filmfestivals von Marrakesch im Jahre 2011 teilnimmt und sowie von der anderen Tatsache, dass das Festival zum ersten mal in der Geschichte seine Öffnung mit einem marokkanischen Film, und zwar mit dem Film „L’Amante du Rif“, macht, klagten viele Zuschauer und Kinokritiker den Film als ein schwaches, schlechtes, billiges und minderwertiges Produkt an, das- ihnen zufolge- an jedem Bestandteil der künstlerischen Innovation fehle und somit nicht fähig sei, an diesem großartigen Wettbewerb teilzuhaben.
Als eine verdorbene Ware, die sicherlich zur Entstellung und Verunstaltung des marokkanischen Kinos und Frauenbildes mit einer übertriebenen und sogar kostenlosen Kühnheit bezeichneten die Kritiker den Film. Ihnen zufolge habe der Film zum Ziel, die sozialen Tabus zu zerstören und die Barrieren, die die Freiheit im Kino abgrenzen, abzubauen. Zu erwähnen ist auch, dass die Regisseurin Narjiss Nejjar die „Rebellin“ oder die marokkanische Inas Darridi genannt ist. Bekannt ist sie mit ihrer Waghalsigkeit und ihrem Mut bei der Behandlung verschiedener sozialen Themen v.a. Frauenthemen. Ihr erstes langes Metrum „Les yeux secs“ (2006) war ein Schock für die meisten und schürte seinerseits eine lange Debatte.
I. Das marokkanische Kino vor 60 Jahren: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung des marokkanischen Kinos von der Kolonialzeit bis zur Ära nach der Unabhängigkeit.
II. L’Amante du Rif und Zéro: Zwei marokkanische Kinofilme des 21. Jahrhunderts: Hier werden die Biografien und Arbeitsweisen der Regisseure Narjiss Nejjar und Nour Eddine Lakhmari sowie die Rezeption ihrer Werke beleuchtet.
III. Das Frauenbild in L’Amante du Rif und Zéro: Der Hauptteil analysiert die Darstellung der Frau in den ausgewählten Filmen, differenziert nach weiblicher und männlicher Perspektive sowie unterschiedlichen sozialen Rollen.
Marokkanisches Kino, Frauenbild, L’Amante du Rif, Zéro, Narjiss Nejjar, Nour Eddine Lakhmari, Gesellschaft, Stereotype, Geschlechterrollen, Identität, Casablanca, Filmkritik, soziale Tabus, Realitätswiedergabe, Filmproduktion.
Die Arbeit untersucht das Bild der marokkanischen Frau im zeitgenössischen marokkanischen Kinofilm anhand zweier prominenter Beispiele des letzten Jahrzehnts.
Die Analyse konzentriert sich auf die Filme „L’Amante du Rif“ von Narjiss Nejjar und „Zéro“ von Nour Eddine Lakhmari.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Bild der Frau in den gewählten Filmen zu beschreiben und zu analysieren, um zu bestimmen, wie weit sich der marokkanische Film von gesellschaftlichen Stereotypen befreit.
Es erfolgt eine qualitative Filmanalyse, welche die filmische Darstellung von Frauenfiguren unter Berücksichtigung von Regieperspektiven und der soziokulturellen Rezeption in Marokko untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Regisseure und ihrer Filme sowie eine tiefgehende Analyse der Frauenrollen (als Mutter, Tochter, Freundin, Ärztin und Prostituierte).
Zu den zentralen Begriffen zählen Marokkanisches Kino, Frauenbild, Identität, Gesellschaft, Geschlechterrollen und filmische Repräsentation.
Der Regisseur sieht Casablanca als eine Art "Mikrokosmos Marokkos" und ein "Museum der Gegensätze", das die gesellschaftliche Realität mit all ihren wirtschaftlichen und sozialen Identitätsproblemen widerspiegelt.
Während Nejjar die Frau oft aus einer dezidiert weiblichen und oft rebellischen Perspektive beleuchtet, untersucht Lakhmari die Frau in einem "Film noir"-Setting, wobei er sie häufig in komplexe, oft marginalisierte Machtverhältnisse in der urbanen Gesellschaft Casablancas einbettet.
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