Bachelorarbeit, 2005
53 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Forschungsstand
2. Entstehung und Entwicklung der Grünen in der BRD
2.1. Ursprung – außerparlamentarische Opposition der Siebziger
2.2. Gründung der Partei „Die Grünen“
2.3. 1980 - 1989 turbulente grüne Jahre
2.4. „Burgfrieden“ der Neunziger
3. Entstehung und Entwicklung des Bündnis 90
3.1. DDR-Opposition als Keimzelle
3.2. Der revolutionäre Herbst 1989
3.3. Bündnis 90 – von der Bewegung zur Partei
3.3.1. Wahlbündnisse als erste Schritte zur Partei
3.3.2. Vom Wahlbündnis zur Bundespartei
4. Der Zusammenschluss zum Bündnis 90/Die Grünen
4.1. Zusammenschluss als einzige Option
4.2. Meinungsverschiedenheiten im Verhandlungsprozess
4.2.1. Weltanschauliche Differenzen
4.2.2. Inhaltliche Differenzen
4.2.3. Verhältnis zwischen Bündnis 90 und Ost-Grünen
4.2.4. Widerstand im Bündnis 90
4.3.Verhandlungsergebnisse und Assoziationsvertrag
4.3.1. Grundkonsens
5. Bündnis 90 als Teil von Bündnis 90/Die Grünen
5.1 . Schneller Einflussverlust des Bündnis 90
5.2. Zurück zu grünen Werten
5.3. Mangel an profilierten Persönlichkeiten
6. Bündnis 90/Die Grünen in Ostdeutschland
6.1. Mitgliederzahlen
6.2. Wahlergebnisse der Grünen in Ostdeutschland
6.3. Gründe der Erfolglosigkeit im Osten
6.3.1. Fehlen der traditionellen Wählerschichten im Osten
6.3.2. PDS als Konkurrenz
6.3.3. Falsche Themensetzung
6.4. Sind die Grünen eine Regionalpartei des Westens?
7. Resümee & Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob die Vereinigung von Bündnis 90 und den Grünen im Jahr 1993 tatsächlich als Fusion zweier gleichberechtigter Partner zu bezeichnen ist oder ob das Bündnis 90 in der gesamtdeutschen Partei faktisch an politischem Einfluss verloren hat und marginalisiert wurde.
3.1. DDR-Opposition als Keimzelle
Ähnlich wie bei den Grünen, findet man die Wurzeln des Bündnis 90 in systemkritischen, oppositionellen Gruppen, wenn auch in einem anderen Staat und unter anderen Voraussetzungen. Dennoch kann man den Ursprung beider Organisationen in der außerparlamentarischen Opposition, als einen gemeinsamen Schnittpunkt betrachten.
Opposition gegen das SED-Regime gab es zu jedem Zeitpunkt der DDR-Geschichte. Zu Beginn recht spektakulär, erinnert sei hier nur an die Arbeiterproteste der Fünfziger Jahre, später, aufgrund der massiven Präsenz der Staatssicherheit, eher im Geheimen. In den Sechziger, Siebziger und Achtziger Jahren verlagerten sich die unabhängigen politischen Bestrebungen mehr und mehr in den Schutzraum der Kirchen, sowie in das Milieu der sozialistisch geprägten Intellektuellen. Die Kirche war dabei bis Mitte der Achtziger Jahre der einzige Raum, in dem intellektuelle Protestgruppen entstehen konnten. Dabei handelte es sich meist um informelle Gruppen, die untereinander kaum vernetzt, und deren Interessen oft unterschiedlich gelagert waren (Umwelt-, Menschenrechts-, Friedensgruppen). Interessant ist auch, dass die oppositionellen Gruppen der Achtziger Jahre, weder personell noch ideologisch, nahezu keine Berührungspunkte mit den Oppositionellen der ersten drei Jahrzehnte der DDR besaßen. In den neuen informellen Gruppen dominierten subkulturelle Orientierungen und eine große Distanz zu jeder Form formaler Organisation. Von daher war ihr Einfluss auch nur sehr begrenzt und nicht vergleichbar mit den großen oppositionellen Organisationen der Nachbarländer, wie der Charta 77 in der CSSR oder der Solidarnosc in Polen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der politischen Vereinigungsprozesse nach der deutschen Wiedervereinigung ein und formuliert die Forschungsfrage zur gleichberechtigten Verschmelzung von Bündnis 90 und den Grünen.
2. Entstehung und Entwicklung der Grünen in der BRD: Das Kapitel zeichnet den langen Entwicklungsprozess der Grünen von der außerparlamentarischen Opposition bis zur Etablierung im Parteiensystem der Bundesrepublik nach.
3. Entstehung und Entwicklung des Bündnis 90: Hier werden die Wurzeln des Bündnis 90 in den ostdeutschen Bürgerbewegungen sowie der Transformationsprozess von der informellen Bewegung zur eigenständigen Partei beleuchtet.
4. Der Zusammenschluss zum Bündnis 90/Die Grünen: Dieses Kapitel analysiert die Verhandlungen zur Parteienfusion, die weltanschaulichen und inhaltlichen Unterschiede sowie die Faktoren, die letztlich zum Assoziationsvertrag führten.
5. Bündnis 90 als Teil von Bündnis 90/Die Grünen: Der Text beschreibt den Prozess des Einflussverlustes der Bürgerrechtler innerhalb der neuen Gesamtpartei und die Abkehr von ursprünglich bürgerbewegten Schwerpunkten.
6. Bündnis 90/Die Grünen in Ostdeutschland: Das Kapitel untersucht das Dilemma der Partei in den neuen Bundesländern, insbesondere die geringe Mitgliederbasis, mangelnde Wahlerfolge und die starke Konkurrenz durch die PDS.
7. Resümee & Ausblick: Diese Zusammenfassung zieht ein kritisches Fazit über die gescheiterte Vision einer gleichberechtigten Fusion und bewertet die heutige Situation der Partei als westdeutsch geprägte Organisation.
Bündnis 90, Die Grünen, Parteienvereinigung, Ostdeutschland, Bürgerbewegung, DDR-Opposition, Assoziationsvertrag, Wahlergebnisse, PDS, politischer Einfluss, Transformation, Westdeutsche Regionalpartei, Wiedervereinigung, Parteiensystem, Fundi-Realo-Kontroverse.
Die Arbeit analysiert den Prozess und die Folgen der Vereinigung von Bündnis 90 und den Grünen zu einer gemeinsamen Partei im Jahr 1993.
Im Fokus stehen die Entstehungsgeschichten beider Organisationen, die Dynamik ihres Fusionsprozesses sowie die politische Situation der Bündnisgrünen in Ostdeutschland.
Die Arbeit hinterfragt, ob die Vereinigung eine Verschmelzung zweier gleichberechtigter Partner darstellte oder ob das Bündnis 90 in der Realität an den Rand der politischen Bedeutungslosigkeit gedrängt wurde.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Wahlergebnissen, Mitgliederstatistiken und historischen Dokumenten basiert.
Der Hauptteil erstreckt sich von der Vorgeschichte in den beiden deutschen Staaten über die Verhandlungsprobleme bei der Fusion bis hin zur kritischen Bestandsaufnahme der Parteientwicklung im Osten zwölf Jahre nach dem Zusammenschluss.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Parteienvereinigung, Bündnis 90, DDR-Opposition, Assoziationsvertrag und politischer Einflussverlust.
Dies lag primär am extremen Größenverhältnis von 1:15 sowie an der mangelnden Anpassung der ostdeutschen Bürgerrechtler an die für sie fremde Parteienkultur der westdeutschen Grünen.
Die PDS konnte sich im Osten als die regionale Interessenvertretung etablieren, die viele Themen, für die eigentlich die Grünen stehen, erfolgreich besetzte und somit den Raum für eine grüne Partei blockierte.
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