Bachelorarbeit, 2018
101 Seiten
1. Einleitung
2. Die Klassifizierung von Substanzen als Drogen
2.1 Legale Drogen
Tabak
Alkohol
Medikamente
2.2 Illegale Drogen und das Betäubungsmittelgesetz
Natürliche Drogen:
Hanf, Marihuana und THC
Psilocibin und die Zauberpilze
Kokain
Synthetische Drogen:
MDMA
Amphetamin
LSD als halbsynthetisch gewonnener Stoff
2.3 Drogenkonsum im Jugendalter als Verstärkung einer paranoiden Schizophrenie
2.3.1 Auswertung Experteninterview
3. Drogenmündigkeit ein umstrittener Begriff
3.1 Begriff Mündigkeit
3.2 Begriff Drogenmündigkeit
3.3 Prinzipien der Erziehung zur Drogenmündigkeit
3.4 Säulen der Drogenmündigkeit
3.4.1 Risikokompetenz
3.4.2 Genussfähigkeit
3.4.3 Kritikfähigkeit
3.4.4 Drogenwissen
4. Vertrieb von Betäubungsmitteln
4.1 Auswertung Experteninterview mit einem Drogendealer
5. Umgang mit Drogen und Drogenmündigkeit in der sozialen Realität
Auswertung zum Thema Konsum von legalen und illegalen Drogen
6. Fazit und Schlussbetrachtung
Die Arbeit zielt darauf ab, die Exekutive des sozialen Systems für das Thema Erziehung zur Drogenmündigkeit zu sensibilisieren und bestehende Ansichten zu reformieren, indem sie das Potenzial einer konsumakzeptierenden Erziehung gegenüber rein restriktiven Verboten aufzeigt.
2. Die Klassifizierung von Substanzen als Drogen
Das folgende Kapitel benennt und beschreibt eine Auswahl von legalen und illegalen Substanzen und die ihnen zugrundeliegende Wirkung, welche sie zu Drogen macht. Es wird sowohl auf den geschichtlichen Hintergrund, als auch auf die Wirkungsweisen, Dosierung, Konsumarten und die Folgen bei nicht sachgemäßem Konsum, eingegangen. Ebenfalls die gesetzliche Zugrundelegung und die Bedeutung für die Gesellschaft bzw. der tatsächliche und potentielle medizinische und psychologische Nutzen werden beleuchtet und kritische Betrachtungsweisen zu diesem Sachverhalt dargestellt und analysiert.
Jede Substanz, die in einem lebendigen Organismus, Funktionen verändern kann, wird laut der Weltgesundheitsorganisation als Droge betitelt. Dabei ist egal, ob es sich um die, wie in den folgenden Kapiteln beschriebenen legalen oder illegalen, natürlich oder synthetisch erzeugten Substanzen handelt. Drogen können beruhigende oder anregende Wirkung zeigen, als sozialer Schmierstoff oder zur Ablenkung fungieren und unterstützend durch den tristen Alltag oder das stressige Berufsleben führen. Dabei ist jedoch stets auch, abhängig von der Menge, Zeit und der Intensität des jeweiligen Konsums, die Folge von selbigem zu beachten (Vgl. Greca, 2009: S. 13-14). Der Markt für legale und illegale Substanzen ist eine globale Einnahmequelle für Produktion und Vertrieb für alle Arten von Drogen (Vgl. Klein, 2007: S.204).
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit einer neuen Perspektive in der Drogenerziehung innerhalb der sozialen Arbeit, basierend auf praktischen Erfahrungen mit unzureichendem Drogenwissen.
2. Die Klassifizierung von Substanzen als Drogen: Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über legale und illegale Drogen, deren Wirkungsweisen und die Konsequenzen eines unsachgemäßen Konsums.
3. Drogenmündigkeit ein umstrittener Begriff: Hier werden die theoretischen Grundlagen und die fünf Prinzipien sowie vier Säulen der Drogenmündigkeit nach Quensel und Barsch detailliert dargelegt.
4. Vertrieb von Betäubungsmitteln: Anhand eines Experteninterviews mit einem Drogendealer werden die ökonomischen und sozialen Hintergründe des illegalen Drogenmarktes analysiert.
5. Umgang mit Drogen und Drogenmündigkeit in der sozialen Realität: Eine quantitative Auswertung einer Befragung gibt Aufschluss über Konsumgewohnheiten und die Wirksamkeit bisheriger Aufklärungsmaßnahmen.
6. Fazit und Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Wandels von strikten Verboten hin zur gezielten Förderung von Drogenmündigkeit.
Drogenmündigkeit, Soziale Arbeit, Suchtprävention, Konsumakzeptanz, Betäubungsmittelgesetz, Paranoide Schizophrenie, Drogenkonsum, Aufklärung, Risikokompetenz, Genussfähigkeit, Kritikfähigkeit, Drogenwissen, Drogenvertrieb, Legalisierung, Entkriminalisierung
Die Arbeit untersucht das Konzept der Erziehung zur Drogenmündigkeit als eine pädagogische Alternative zum klassischen Verbot in der sozialen Arbeit.
Die zentralen Felder umfassen die Substanzkunde, die Analyse des Betäubungsmittelgesetzes, die theoretische Herleitung der Drogenmündigkeit sowie empirische Daten zum Drogenkonsum von Jugendlichen.
Das Hauptziel ist es, pädagogische Fachkräfte für einen drogenmündigen Umgang zu sensibilisieren und aufzuzeigen, warum eine akzeptierende Erziehung effektiver sein kann als reine Verbote.
Es wurden Experteninterviews geführt und eine quantitative Online-Umfrage zum Konsumverhalten sowie zur Aufklärungsqualität durchgeführt.
Im Hauptteil werden neben der Klassifizierung von Drogen die theoretischen Prinzipien von Quensel und Barsch zur Drogenmündigkeit sowie die Ergebnisse der eigenen empirischen Erhebung präsentiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Drogenmündigkeit, Suchtprävention, soziale Realität, Risikokompetenz und pädagogisches Handeln charakterisiert.
Viele pädagogische Mitarbeiter besitzen laut der Autorin zu wenig fachspezifisches Wissen und greifen daher reflexhaft auf Verbote zurück, was den eigentlichen Lernprozess beim Jugendlichen verhindert.
Drogen werden als Teil der Jugendkultur und als Reizthema erkannt, das einen bewussten, reflektierten Umgang erfordert, anstatt es durch Ignoranz oder bloße Ablehnung auszugrenzen.
Die Arbeit argumentiert, dass die Illegalisierung vieler Substanzen eher machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen folgt als wissenschaftlichen Erkenntnissen über die tatsächliche Gefährlichkeit.
Dies ist das anonymisierte Pseudonym eines Experten, der an einer durch Drogenkonsum ausgelösten paranoiden Schizophrenie leidet und Einblicke in die persönlichen Folgen seines Konsums gewährt.
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