Bachelorarbeit, 2018
62 Seiten, Note: 11
1 Einleitung
1.1 Ausganslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Definition von Sport
2.2 Bedeutung von Sportvereinen
2.2.1 Gesellschaft
2.2.2 Wirtschaft
2.2.3 Kommune
2.3 Abgrenzung des Sportvereins von der Sportgroßveranstaltung
2.4 Breitensport am Beispiel der Turngemeinde Bornheim 1860 e. V.
2.5 Profisport am Beispiel der Eishockey Cracks Bad Nauheim GmbH
2.6 Kosten-Nutzen-Analyse im Sport
3 Entwicklungskonzept / Methodischer Ansatz
4 Empirische Untersuchung zum betriebswirtschaftlichen Nutzen von Sportvereinen für Kommunen
4.1 Weiche Faktoren
4.1.1 Experteninterviews
4.1.2 Auswertung
4.2 Harte Faktoren
4.2.1 Experteninerviews
4.2.2 Auswertung
4.3 Betriebswirtschaftlicher Nutzen
5 Zusammenfassung
5.1 Ergebnisse dieser Arbeit
5.2 Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein methodisches Konzept zur Ermittlung des betriebswirtschaftlichen Nutzens von Sportvereinen für Kommunen zu entwickeln, um das Interesse der öffentlichen Verwaltung an der Sportförderung zu steigern und eine Grundlage für eine effizientere Steuerung des kommunalen Engagements zu schaffen.
2.6 Kosten-Nutzen-Analyse im Sport
Bei der Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) handelt es sich im Allgemeinen um eine Wirtschaftlichkeitsanalyse aus dem Bereich der Kosten-Nutzen-Untersuchungen (KNU), die im öffentlichen Sektor bevorzugt angewendet wird. Unter die KNU fallen die Kosten-Nutzen-Analyse, die Kosten-Wirksamkeits-Analyse sowie die Nutzwertanalyse. Die KNA berücksichtigt Elemente aus wohlfahrtstheoretischen und privatwirtschaftlichen Aspekten. Sie zeigt auf, welche Handlungsalternativen die öffentlichen Institutionen bei staatlichen Vorhaben bzw. Projekten haben und welche die geeignetste Alternative darstellt. Die Bewertungsmaßstäbe liegen insofern in der Gegenüberstellung der positiven und negativen Auswirkungen der Handlungsoptionen in Bezug auf ihre Wirkung auf verschiedene Akteure (Öffentliche Hand, Bürger, andere Institutionen/Unternehmen). Grundsätzlich stehen im Mittelpunkt der KNA die Versorgung der Bürger mit Gütern oder die Verbesserung der Bedingungen von Unternehmen. Im Hinblick auf das Paradigma dieser Arbeit ist dabei vom Gut „Sport im Verein“ auszugehen, dessen Nutzen für die öffentliche Verwaltung ermittelt werden soll.
Beim Handeln bzgl. der ortsansässigen Sportvereine soll die Bewertung der Sinnhaftigkeit staatlichen Vorgehens möglich sein. Die vorteilhafteste Umgangsweise soll standortunabhängig durch die Abwägung der Vor- und Nachteile ermöglicht werden. Dabei wird im ökonomischen Sinne bei den Vorteilen gemeinhin vom Nutzen und bei den Nachteilen von den Kosten gesprochen. Die Notwendigkeit der ökonomischen Betrachtung im öffentlichen Bereich ergibt sich aus der allgegenwärtigen Ressourcenknappheit der öffentlichen Träger. Wendet die öffentliche Hand eine bestimmte Summe für z. B. die Instandhaltung einer Sportanlage auf, so kann dieser Aufwandsposten nicht mehr für andere öffentliche Aufgaben verwendet werden. Insofern sollte stets der zielgerichtete Einsatz von monetären Mitteln an den richtigen Stellen sichergestellt sein.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas, der Problemstellung und der Zielsetzung, Sportvereine auf ihren betriebswirtschaftlichen Nutzen für Kommunen zu untersuchen.
2 Grundlagen: Theoretische Herleitung des Sportbegriffs, der Bedeutung von Sportvereinen, der Abgrenzung zu Sportgroßveranstaltungen und der methodischen Basis der Kosten-Nutzen-Analyse.
3 Entwicklungskonzept / Methodischer Ansatz: Erarbeitung eines Flussdiagramms als methodisches Instrument zur Bewertung und Gewichtung von harten und weichen Faktoren bei Sportvereinen.
4 Empirische Untersuchung zum betriebswirtschaftlichen Nutzen von Sportvereinen für Kommunen: Anwendung des methodischen Ansatzes auf die Fallbeispiele TG Bornheim (Breitensport) und EC Bad Nauheim (Profisport) sowie Auswertung der Experteninterviews.
5 Zusammenfassung: Zusammenführung der Ergebnisse, Validierung der Hypothesen und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Verwaltungsmodernisierung.
Betriebswirtschaftlicher Nutzen, Sportvereine, Kommunen, Kosten-Nutzen-Analyse, Breitensport, Profisport, Weiche Faktoren, Harte Faktoren, Standortfaktor, Sportförderung, Wertschöpfung, Verwaltungsmodernisierung, Sozialer Mehrwert, Imagegewinn, Effizienzsteigerung
Die Arbeit untersucht, wie der betriebswirtschaftliche Nutzen, den Sportvereine für eine Kommune erbringen, methodisch ermittelt und bewertet werden kann.
Zentrale Themen sind die ökonomische und soziale Bedeutung von Sportvereinen, die Unterscheidung zwischen Breitensport und Profisport sowie deren Einfluss auf die Stadtentwicklung und Verwaltung.
Das primäre Ziel ist es, ein praktikables methodisches Konzept zu entwickeln, das Kommunen ermöglicht, den Nutzen ihrer Sportvereine zu messen, um das Engagement in der Sportförderung zielgerichtet zu steuern.
Der Verfasser nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche und empirischen Experteninterviews, um auf Basis einer Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) ein Bewertungsmodell zu erstellen.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen dargelegt, ein methodischer Ansatz (Flussdiagramm) entwickelt und dieser anhand von Interviews mit Vertretern der TG Bornheim und des EC Bad Nauheim praktisch validiert.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie betriebswirtschaftlicher Nutzen, Sportförderung, harte/weiche Standortfaktoren und die Korrelation zwischen Sportvereinen und kommunaler Verwaltung.
Die Unterscheidung dient dazu, die Anwendbarkeit der Methode sowohl auf einen großen Breitensportverein als auch auf einen Profisportverein zu belegen und die unterschiedlichen Nutzenstrukturen aufzuzeigen.
Beide untersuchten Städte profitieren mit einem betriebswirtschaftlichen Nutzen von über 60 % von ihren jeweiligen Vereinen, was den kommunalen Aufwand in monetärer und nicht-monetärer Hinsicht rechtfertigt.
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