Masterarbeit, 2018
114 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Die empirische Wende in der Bildungspolitik
2.2 Bildungsmonitoring
2.3 Klassifikation und Merkmale von Vergleichsarbeiten
2.4 Nutzen und Ziele von Vergleichsarbeiten
2.4.1 Steuerungswissen zur Bildungsplanung
2.4.2 Diagnostik von Schulleistungen
2.4.3 Transparenz bildungspolitischer Entscheidungen
2.4.4 Anregung zur Diskussion neuer Ansätze
3. Forschungsdesign einer empirischen Studie zu Vergleichsarbeiten im Kosovo
3.1 Forschungsstand
3.2 Forschungsfrage
4. Das Untersuchungsgebiet: Vergleichsarbeiten im kosovarischen Bildungssystem
4.1 Historischer Abriss
4.2 Überblick über das Bildungssystem im Kosovo
4.3 Vergleichsarbeiten im Kosovo
5. Methodik
5.1 Stichprobe und Design
5.2 Forschungsinstrumente
5.3 Prozedur
6. Ergebnisse
6.1 Kenntnisstand bezüglich externer Vergleichsarbeiten
6.2 Meinungen über externe Tests
6.3 Vorbereitung auf die Tests
6.4 Nutzung der externen Testergebnisse
6.4.1 Verfahren an den Schulen nach dem Erhalt der Ergebnisse
6.4.2 Nutzung der Ergebnisse zur Unterrichtsentwicklung
6.4.3 Nutzung der Ergebnisse als Vergleichsstandard
6.4.4 Nutzung der Ergebnisse zur Beurteilung der LehrerInnen
6.5 Kenntnisse zum PISA-Test
7. Diskussion
7.1 Stärken und Schwächen der Methodik
7.2 Transparenz bildungspolitischer Entscheidungen
7.3 Erzeugung von Vergleichsstandards
7.4 Anregung zur Diskussion neuer Ansätze
7.5 Hindernisse für die erfolgreiche Nutzung der Ergebnisse
7.6 Herausforderungen
8. Schluss
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren einen Einfluss auf die Differenz zwischen internen Lehrerbewertungen und externen Vergleichsarbeiten im kosovarischen Schulsystem haben, um Ansatzpunkte für eine Reduzierung dieser Diskrepanz zu finden.
2.1 Die empirische Wende in der Bildungspolitik
Im Jahr 1997 nahmen SchülerInnen in Deutschland das erste Mal nach 20 Jahren wieder an einer internationalen Vergleichsstudie teil. Die Studie hieß „Third International Mathematics and Science Study“ (TIMSS) (Groß, 2013). Das Resultat waren sehr schwache Ergebnisse, was in der Folge zum sogenannten „TIMSS-Schock“ führte. Ein paar Jahre später folgte die „PISA-Katastrophe“ bei der SchülerInnen in Deutschland ebenfalls schlechte Ergebnisse erhielten (Helmke, 2017). Dabei wurde neben Defiziten in den Kernkompetenzbereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften auch ein vergleichsweise hoher Zusammenhang zwischen Leistungsgrad und sozialer Herkunft festgestellt (ebd.).
Ähnlich wie in anderen Ländern führten diese Ergebnisse zu einer sogenannten empirischen Wende im deutschen Bildungssystem. Groß beschreibt, dass sich dies vor allem durch sieben Handlungsfelder ausdrückte, welche 2002 in der Kultusministerkonferenz (KMK) festgehalten wurden. Diese beinhalten u.a. die weitere Teilnahme an internationalen und nationalen Vergleichsarbeiten sowie die Einführung bundesweit geltender Bildungsstandards in Form von flächendeckenden nationalen Lernstandserhebungen (Groß, 2013). Dies bedeutete wiederum einen Abschied von der Input-Orientierung, das heißt der Sicherung der Bildungsqualität durch eine solide LehrerInnenausbildung, eine gute Infrastruktur und ausgewählte Curricula, hin zu einer Output-orientierten Ausrichtung (Helmke, 2017).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext von Bildungsreformen nach schlechten PISA-Ergebnissen und führt in die Problematik externer Vergleichsarbeiten im Kosovo ein.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die empirische Wende, das Bildungsmonitoring sowie Klassifikationen und Ziele von Vergleichsarbeiten.
3. Forschungsdesign einer empirischen Studie zu Vergleichsarbeiten im Kosovo: Hier wird der Forschungsstand dargelegt und die zentrale Forschungsfrage der Masterarbeit hergeleitet.
4. Das Untersuchungsgebiet: Vergleichsarbeiten im kosovarischen Bildungssystem: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick und beschreibt die aktuelle Struktur des Bildungssystems sowie die Rolle von Vergleichsarbeiten vor Ort.
5. Methodik: Die Methodik beschreibt das Mixed-Methods-Design, die Stichprobenauswahl und die eingesetzten Erhebungsinstrumente (Fragebögen).
6. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Daten zu Kenntnisstand, Einstellung, Vorbereitung und Nutzung der Testergebnisse durch Lehrkräfte und Schulleitungen.
7. Diskussion: Dieses Kapitel reflektiert die Stärken und Schwächen der Studie, diskutiert die Transparenz und Nutzung der Ergebnisse sowie bestehende Herausforderungen.
8. Schluss: Der Schluss fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Ausblicke auf zukünftige Entwicklungen im Bildungssystem.
Vergleichsarbeiten, Bildungssystem Kosovo, Bildungsmonitoring, Schulleistungen, Lehrerbeurteilung, empirische Wende, PISA-Studie, Schulentwicklung, Leistungsbewertung, Testergebnisse, Bildungsstandards, Output-Orientierung, Bildungsplanung, Diagnostik, Unterrichtsentwicklung
Die Arbeit untersucht, wie Vergleichsarbeiten im kosovarischen Schulsystem wirken und wie Schulleitungen sowie Lehrkräfte diese externen Testergebnisse nutzen, um die Lücke zwischen externer und interner Leistungsbewertung zu verringern.
Die zentralen Themen umfassen die Bildungssteuerung durch Output-Orientierung, die Rezeption von Testdaten im Schulalltag, die Rolle der Schulleitung und die Vorbereitung sowie Anwendung von Testergebnissen zur Unterrichtsverbesserung.
Das Hauptziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die zur Differenz zwischen internen Schulnoten und externen Vergleichsergebnissen führen, und Wege zur Optimierung der Datennutzung im kosovarischen Bildungswesen aufzuzeigen.
Es wird ein Mixed-Methods-Design verwendet, das quantitative Daten aus der Auswertung von Vergleichstests und eine qualitative sowie quantitative Befragung von Lehrkräften und SchulleiterInnen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Bildungsmonitorings, eine detaillierte Beschreibung des kosovarischen Schulsystems, die methodische Vorgehensweise sowie die umfassende Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Bildungsmonitoring, Vergleichsarbeiten, Output-Orientierung, Schulentwicklung, Leistungsbewertung und die spezifischen Gegebenheiten des Bildungssystems im Kosovo.
Der PISA-Schock dient als theoretischer Ausgangspunkt, um zu verdeutlichen, wie nationale Bildungssysteme auf schwache Ergebnisse reagieren und warum die Einführung von Vergleichsarbeiten als notwendige Konsequenz zur Qualitätssicherung gesehen wird.
Die GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) ist ein zentraler Akteur, da sie die Datengrundlage für die Studie lieferte und im Kosovo aktiv am Kapazitätsaufbau zur Verbesserung der Bildungsqualität und Rechenschaftspflicht arbeitet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

