Bachelorarbeit, 2016
95 Seiten, Note: 2,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Aktueller Forschungsstand
3. Exkurs Definition Kind
4. Begriffserklärung Bilderbuch
4.1 Literacy
4.2 Bilderbucharten
4.2.1 Elementarbilderbücher
4.2.2 Fühlbücher
4.2.3 Themenorientierte Bilderbücher
4.3 Bilderbuchgestaltung
4.4 Einfluss der Bilder
4.5 Einfluss der Texte
5. Methodik des Bilderbuchbetrachtens
5.1 Auswahl der Bilderbücher
5.2 Rahmenbedingungen
5.3 Erzählen und Vorlesen
6. Bilderbuchbetrachtung
6.1 Verarbeitungsprozesse aus Sicht der Hirnforschung
6.2 Betrachten und Erzählen
6.3 Rollen des Betrachtens auf die Entwicklung des Kindes
7. Vorlesen eines Bilderbuches
7.1 Funktionen des Vorlesens
7.1.1 Kulturelle Funktion
7.1.2 Literarisch-ästhetische Funktion
7.1.3 Kognitive Funktion
7.1.4 Emotionale Funktion
7.1.5 Kommunikative Funktion
7.1.6 Reflexive Funktion
7.2 Bedingungen für gelingendes Vorlesen
7.2.1 Paraverbale Ausdrucksmittel
7.2.2 Non- und extraverbale Ausdrucksmittel
7.2.3 Äußere Rahmenbedingungen
7.3 Wirkungen des Vorlesens
7.4 Vorlesen als Basis einer tragfähigen Beziehung
7.5 Vorlesen als besondere Dialogform
8. Spracherwerb des Kindes
8.1 Bedingungen um Sprache aufzunehmen
8.2 Von der vorsprachlichen Kommunikation zum Sprachgebrauch
8.3 Zusammenhänge von Sprachgebrauch und kognitiver Entwicklung
9. Studien
9.1 Vorlesestudie 2015
9.2 Studie „Leseförderung durch Vorlesen“
10. Forschung
10.1 Methode
10.2 Vorgehensweise
10.3 Ergebnisse
10.3.1 Ergebnisse von den Interviews der Mütter
10.3.2 Ergebnisse von den Interviews der Erzieherinnen
11. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss, den das Betrachten und Vorlesen von Bilderbüchern auf den Spracherwerb bei Kindern ausübt. Ziel ist es, durch die Verknüpfung theoretischer Grundlagen mit einer qualitativen empirischen Erhebung aufzuzeigen, wie Bilderbücher als entwicklungsförderndes Instrument in Familie und Kindertagesstätte wirken.
4.5 Einfluss der Texte
In den meisten Bilderbüchern wird der Text stark reduziert, damit die Kinder sich besser auf die Bilder fokussieren und diese genau betrachten und interpretieren. Deshalb ist in den meisten Bilderbüchern der Text zweitrangig, obwohl auch der Text einen immensen Einfluss verspricht. Der Text in den Bilderbüchern ist oftmals an das kindliche Sprachniveau angepasst und umgeht somit komplexe Satzstellungen und Wörter. Das Kind erlernt daher literarästhetische Fähigkeiten, sofern es sich auf den Text fokussiert. Textstrukturen werden sichtbar und das Kind entwickelt erste Ansätze um Texte zu verstehen und sie richtig zu interpretieren. Es erlangt Kenntnisse über literarische Formen wie der von Gedichten und macht erste poetische Erfahrungen mit Lautmalerei, Reimen oder Wiederholungen. Der Text wird genutzt um die Verstehensprozesse des Kindes anzuregen und Text und Bild im Zusammenspiel zu verstehen.
Des Weiteren macht es Erfahrungen mit den Emotionen des fiktiven Charakters und wird Teil der Geschichte, indem es lernt Perspektiven zu übernehmen und auf seine eigene Umwelt zu übertragen. Auch das Fremdverstehen und das Verständnis für Mehrperspektivität und Perspektivenwechsel werden durch den Text herausgefordert. Grundsätzlich soll der Text zum Staunen, sowie zum Nachfragen anregen, damit das Kind den Text in eigenen Worten wiedergeben kann. Hierbei spielt natürlich die Art und Weise wie der Text vorgetragen oder erzählt wird eine prägnante Rolle, da das Kind nur in all den oben genannten Kompetenzen gefördert werden kann, wenn der Erzähler oder die Erzählerin den Text kindgerecht vorträgt. Förderlich sind hierfür eine klare Aussprache, Anpassung an das kindliche Sprachniveau und Vermeidung von komplexen Fremdwörtern. Natürlich können all diese Dinge auch bei Missachtung zu einer Verknüpfung negativen Erfahrungen führen. Wenn ein Buch zu komplex oder zu „angsteinflößend“ vom Kind wahrgenommen wird, dann verbindet es Bücher immer mit einem unguten Gefühl, dass sich schnell mit negativen Erfahrungen knüpft. Deshalb ist darauf zu achten, dass die Bilderbücher und die darin gedruckten Texte immer auf das Kind angepasst sind und sie förderlich wirken.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Bilderbücher als Begleiter in der Kindheit und Definition der zentralen Forschungsfrage zum Einfluss auf den Spracherwerb.
2. Aktueller Forschungsstand: Überblick über vorhandene Studien und die wissenschaftliche Ausgangslage bezüglich der Auswirkungen von Bilderbüchern auf die Sprachentwicklung.
3. Exkurs Definition Kind: Erläuterung des Kindheitsbegriffs unter Berücksichtigung juristischer Definitionen im Kontext der Arbeit.
4. Begriffserklärung Bilderbuch: Detaillierte Definition und Kategorisierung von Bilderbucharten, deren Gestaltung sowie deren Einfluss auf Literacy-Kompetenzen.
5. Methodik des Bilderbuchbetrachtens: Analyse der Rahmenbedingungen und der verschiedenen methodischen Herangehensweisen beim Erzählen und Vorlesen.
6. Bilderbuchbetrachtung: Untersuchung der kognitiven Verarbeitungsprozesse und der Bedeutung des aktiven Betrachtens für die kindliche Entwicklung.
7. Vorlesen eines Bilderbuches: Umfassende Darstellung der Funktionen, Bedingungen und Wirkungen des Vorlesens sowie dessen Rolle für die Beziehung zwischen Kind und Bezugsperson.
8. Spracherwerb des Kindes: Erörterung der Voraussetzungen für den Spracherwerb und der Übergänge von vorsprachlicher Kommunikation zum gezielten Sprachgebrauch.
9. Studien: Auswertung spezifischer Vorlesestudien und deren Relevanz für das Verständnis der Sprachförderung.
10. Forschung: Dokumentation der eigenen qualitativen Untersuchung, der angewandten Methode der Leitfadeninterviews und der daraus gewonnenen Ergebnisse von Müttern und Erzieherinnen.
11. Fazit: Zusammenfassende Schlussbetrachtung der Erkenntnisse über das enorme Lern- und Förderpotenzial von Bilderbüchern für die kindliche Entwicklung.
Bilderbuch, Spracherwerb, Vorlesen, Sprachförderung, Literacy, Kognitive Entwicklung, Sozial-emotionale Entwicklung, Eltern-Kind-Beziehung, Sprachheilkindergarten, Identitätsbildung, Kommunikation, Sprachkompetenz, Bildverständnis, Elementarbildung, Sozialisation.
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Betrachtens und Vorlesens von Bilderbüchern auf den Spracherwerb bei Kindern und analysiert, welche Rolle diese Medien im Entwicklungsverlauf spielen.
Im Fokus stehen die Gestaltung von Bilderbüchern, verschiedene Vorlesemethoden, die Bedeutung der Beziehung zwischen Bezugsperson und Kind sowie die kognitive und soziale Entwicklung der Kinder durch den Umgang mit Sprache.
Ziel ist es, die Auswirkungen von Bilderbuchsituationen auf den kindlichen Spracherwerb theoretisch zu begründen und durch eine qualitative Erhebung bei Müttern und Erzieherinnen zu stützen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen qualitativen Sozialforschung, bei der Leitfadeninterviews mit Müttern und Erzieherinnen geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zum Bilderbuch, methodische Ansätze zum Vorlesen, die Voraussetzungen des kindlichen Spracherwerbs sowie die Präsentation und Interpretation empirischer Forschungsergebnisse.
Die zentralen Begriffe sind Spracherwerb, Literacy, Vorlesen, Bilderbuch, Sprachförderung, kognitive und emotionale Entwicklung sowie die Interaktion zwischen Kind und Bezugsperson.
Während beim Vorlesen der Fokus auf dem Text und der Sprachvorlage liegt, erlaubt das freie Erzählen eine flexiblere Interaktion und einen direkteren Blickkontakt, was dem Kind hilft, aktiver in den Dialog einzusteigen.
Die Vorlesesituation schafft eine Atmosphäre von Nähe und Sicherheit. Diese emotionale Bindung ist entscheidend, damit sich das Kind öffnet, Vertrauen fasst und somit empfänglicher für neue Lerninhalte und sprachliche Impulse ist.
Sie nutzen gezielte Spiele und Literatur, die Sprachauffälligkeiten thematisiert, um Ängste abzubauen, und begleiten die Kinder behutsam bei der Aussprache, ohne sie durch Korrekturen bloßzustellen.
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