Bachelorarbeit, 2017
48 Seiten, Note: 1,5
1) Einleitende Worte, Aufbau der Arbeit und angewandte Methoden
2) Räumliche Diffusion des Internets und E-Commerce in Europa
2.1) Die Entwicklung und Verbreitung des Internets als Basis des E-Commerce
2.2) Räumliche Verbreitung und Entwicklung der Nutzung des E-Commerce
2.3) Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse
3) Das wirtschaftliche Potential des E-Commerce in Europa: Ein Ländervergleich
3.1) Wirtschaftliche Kenndaten des E-Commerce in Europa: Analyse räumlicher Zusammenhänge und Unterschiede
3.2) Die Bedeutung des E-Commerce in Rumänien: Strukturen und Ursachen
3.3) Die Bedeutung des E-Commerce im Vereinigten Königreich: Strukturen und Ursachen
3.4) Die Bedeutung des E-Commerce in Deutschland: Strukturen und Ursachen
4) E-Commerce Binnenhandel in Europa
5) Bedeutende Unternehmen des E-Commerce in Europa – Die umsatzstärksten Unternehmen und ihre Herkunftsländer
6) Fazit und Schlussbemerkungen
Die vorliegende Arbeit analysiert den E-Commerce innerhalb der Europäischen Union aus geographischer Perspektive, um räumliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Verbreitung und wirtschaftlichen Bedeutung dieser Handelsform zu identifizieren und zu charakterisieren.
3.2) Die Bedeutung des E-Commerce in Rumänien: Strukturen und Ursachen
Die Analysen der Nutzerstruktur und des wirtschaftlichen Umfangs des E-Commerce in dieser Arbeit (siehe Kapitel 2.2 und 3.1) haben gezeigt, dass Rumänien im europäischen Vergleich sowohl über den niedrigsten Nutzeranteil der E-Commerce-Nutzer an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2016 (12%) verfügt (siehe Tabelle 2), als auch über einen der niedrigsten generierten durchschnittlichen Umsätze je Nutzer (736,84€) im Jahr 2015 (siehe Tabelle 3). Dadurch wird deutlich, dass der E-Commerce in Rumänien eine vergleichsweise niedrige Bedeutung aufweist. Doch welche möglichen Erklärungen gibt es dafür, dass der E-Commerce sich in Rumänien noch nicht etablieren konnte?
Um diese Frage beantworten zu können erscheint es sinnvoll, sich die generellen demographischen und ökonomischen Eigenschaften dieses Landes anzuschauen, und diese in den folgenden Unterkapiteln mit denen anderer Länder zu vergleichen.
Die Tabelle 4 stellt aktuelle ausgewählte demographische und ökonomische Daten Rumäniens dar. In Rumänien lebten im Jahr 2016 ca. 20 Mio. Menschen, der Verstädterungsgrad betrug im Jahr 2015 54,6%. Die Bevölkerung Rumäniens ist verhältnisweise jung, was bei der Betrachtung der vier größten Altersklassen deutlich wird. Die Altersklasse mit den meisten Menschen stellen die 45 bis 49-jährigen dar (1.635.199), gefolgt von den 35 bis 39-jährigen (1.539.105), den 40 bis 44-jährigen (1.515.385) und den 25 bis 29-jährigen (1.357.286). Der weibliche Bevölkerungsanteil überwiegt insgesamt betrachtet leicht dem männlichen Bevölkerungsanteil. Die Wirtschaftsleistung Rumäniens liegt weit unter dem EU-Durchschnitt, was durch die Betrachtung des Indexwertes für das BIP pro Kopf in KKS deutlich wird. Dieser liegt bei einem Wert von 59 und weicht damit um 41 Punkte vom EU-Durchschnitt ab (EU28 = 100). Dies wirkt sich unmittelbar auf die Löhne innerhalb des Landes aus. Das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen im Jahr 2015 betrug 13645€ und ist damit im gesamteuropäischen Vergleich niedrig (siehe Kapitel 3.3 und 3.4). Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,9%.
1) Einleitende Worte, Aufbau der Arbeit und angewandte Methoden: Einführung in die Relevanz des E-Commerce aus geographischer Perspektive sowie Erläuterung der methodischen Herangehensweise und des Untersuchungsraums.
2) Räumliche Diffusion des Internets und E-Commerce in Europa: Untersuchung der raumzeitlichen Verbreitungsprozesse von Internetnutzung und E-Commerce, um ein grundlegendes Verständnis für regionale Unterschiede zu schaffen.
3) Das wirtschaftliche Potential des E-Commerce in Europa: Ein Ländervergleich: Analyse wirtschaftlicher Kennzahlen und ein detaillierter Vergleich der demographischen sowie ökonomischen Hintergründe anhand von Fallbeispielen (Rumänien, Vereinigtes Königreich, Deutschland).
4) E-Commerce Binnenhandel in Europa: Untersuchung der grenzüberschreitenden Verkaufsaktivitäten von Unternehmen und Analyse von Hindernissen sowie Potenzialen im EU-Binnenmarkt.
5) Bedeutende Unternehmen des E-Commerce in Europa – Die umsatzstärksten Unternehmen und ihre Herkunftsländer: Analyse der Marktakteure, ihrer Strukturen und der Herkunftsregionen, die den europäischen E-Commerce maßgeblich prägen.
6) Fazit und Schlussbemerkungen: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse hinsichtlich des regionalen Entwicklungsgefälles und Ausblick auf die zukünftige Dynamik des Sektors.
E-Commerce, Europa, Internetnutzung, räumliche Diffusion, Ländervergleich, Onlinehandel, Binnenhandel, Wirtschaftsleistung, demographische Faktoren, ökonomische Faktoren, Unternehmensstrukturen, Umsatz, Innovationsrückstand, Digital Natives, Europäische Union
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des E-Commerce in Europa unter besonderer Berücksichtigung der räumlichen Verbreitung und der wirtschaftlichen Bedeutung in verschiedenen Ländern der Europäischen Union.
Zentral sind die Untersuchung von Diffusionsprozessen, der wirtschaftliche Vergleich von Mitgliedsstaaten, die Analyse des Binnenhandels sowie die Rolle der führenden E-Commerce-Unternehmen.
Das Ziel ist es, regionale Unterschiede in der E-Commerce-Entwicklung aufzudecken und zu erklären, warum bestimmte Staaten im Vergleich zu anderen beim Onlinehandel unterschiedlich erfolgreich sind.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine umfassende quantitative Analyse aktueller Datenreihen sowie auf eine vergleichende Untersuchung demographischer und ökonomischer Standortfaktoren.
Im Hauptteil werden zunächst die Verbreitung des Internets und des E-Commerce analysiert, gefolgt von einem detaillierten Ländervergleich anhand von Fallbeispielen und einer Untersuchung des Binnenhandels sowie der Unternehmenslandschaft.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie E-Commerce, räumliche Diffusion, Wirtschaftsleistung, Onlinehandel, EU-Binnenhandel und regionale Entwicklungsunterschiede charakterisiert.
Rumänien zeigt als ländlich geprägtes Land mit einem niedrigeren Pro-Kopf-Einkommen eine deutlich schwächere E-Commerce-Durchdringung als das hochgradig verstädterte und wirtschaftlich stärkere Vereinigte Königreich.
EMAG wird als "Hidden Champion" aus Rumänien angeführt, um zu illustrieren, dass auch in Regionen mit aktuell geringer E-Commerce-Bedeutung eine zunehmende Marktdynamik und Entwicklungspotenzial vorhanden sind.
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