Masterarbeit, 2018
99 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Leitende Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Genderforschung - Geschlecht als soziales Konstrukt
2.1 Geschlechterrollen und ihre Entwicklung
2.1.1 Sex-/ Gender-Debatte
2.1.2 Gender und Beruf
2.2 Geschlechterstereotype
2.3 Geschlecht und Teamarbeit
2.3.1 Geschlechtsspezifische Merkmale der Teamarbeit
2.3.2 Verhalten im Team
2.3.3 Geschlechtshomogene Teams
3. Führung - Theorie und Geschlecht
3.1. Definition Führung
3.2 Führungsverhalten
3.2.1 Führungsverhalten und Geschlecht
3.3 Führungsmotivation
3.4 Status Quo: Frauen in Führung
3.4.1 Ursachen der Unterrepräsentanz - Ein exemplarischer Auszug
4. Emotionen und Emotionsarbeit
4.1 Definition Emotion
4.2 Emotionsarbeit - Definition und Darstellung
4.2.1 Strategien des Oberflächen- und Tiefenhandelns
4.2.2 Vier Dimensionen der Emotionsarbeit
4.2.3 Darstellungsregeln und ihre Quellen
4.2.4 Auswirkungen von Emotionsarbeit
5. Methodische Aspekte des Forschungsvorhabens
5.1 Forschungsziel
5.2 Forschungsfeld
5.3 Beschreibung der Erhebungsmethode
5.4 Beschreibung der Auswertungsmethode
6. Darstellung und Diskussion der Ergebnisse
6.1 Merkmale des erhobenen Materials
6.2 Darstellung der Ergebnisse
6.2.1 Merkmale der Hierarchieebenen
6.2.2 Merkmale der Kommunikation und Sprache
6.2.3 Darstellung von Gefühlen
6.2.4 Erwartungen und Ziele an weibliche Führungskräfte
6.2.5 Rollenbilder weiblicher Führungskräfte
6.2.6 Stereotype gegenüber weiblichen Führungskräften
6.2.7 Wahrgenommene geschlechtsspezifische Unterschiede
6.2.8 Widerstände und Hindernisse weiblicher Führungskräfte
6.3 Diskussion und Zusammenführung der Ergebnisse
6.3.1 Diskussion der Ergebnisse
6.3.2 Beantwortung der Hauptforschungsfrage
7. Fazit
7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
7.2 Kritische Reflexion des methodischen Vorgehens
7.3 Implikationen für Wissenschaft und Praxis
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie weibliche Führungskräfte in geschlechtshomogenen Teams Emotionsarbeit leisten und welche emotionalen Belastungen sie dabei wahrnehmen. Die Arbeit beleuchtet das Spannungsfeld zwischen traditionellen weiblichen Rollenerwartungen, organisatorischen Anforderungen an Führungskräfte und der tatsächlichen Teamdynamik.
Ursachen der Unterrepräsentanz - Ein exemplarischer Auszug
In einer Studie von Dr. Sonja Bischoff (2010) wurden 369 Personen (hiervon 186 Männer und 183 Frauen) unter anderem zu ihren Erfahrungen mit weiblichen Vorgesetzten befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass 2008 sowohl 84% der Männer, als auch mehr als die Hälfte der Frauen weibliche und männliche Führungskräfte auf eine Stufe stellten und hinsichtlich ihrer Führungskompetenzen keinen geschlechtsspezifischen Unterschied machten. Abweichungen von dieser Einschätzung zeigten sich eher bei weiblichen Befragten, die sowohl in mehr Fällen Frauen als bessere, aber auch als schlechtere Führungskräfte empfanden (Bischoff 2010, S. 198).
Dies lässt vermuten, dass Frauen eine stärkere Unsicherheit hinsichtlich der Gleichstellung von Frauen und Männern verspüren. Demnach äußern sie häufiger Tendenzen nach oben oder unten und vermeiden die Äußerung einer Gleichrangigkeit mit ihren männlichen Vertretern. Bei den männlichen Befragten zeigt sich hingegen eine Zunahme der Gleichstellungsansicht. 2003 sahen nur 66% der männlichen Befragten keinen qualitativen Unterschied in der Zusammenarbeit mit männlichen und weiblichen Vorgesetzten, während dieser Wert 2008 um 18 Prozentpunkte auf 84% gestiegen war (ebd.). Insgesamt zeigt diese Studie somit, dass Frauen in der Rolle einer Führungskraft gegenüber ihren männlichen Kollegen nicht schlechter wahrgenommen werden, obwohl sie weniger häufig in ebendiesen Positionen tätig sind.
1. Einleitung: Einführung in das Thema Emotionsarbeit im Kontext weiblicher Führung, Definition des Forschungsziels und der Fragestellung.
2. Genderforschung - Geschlecht als soziales Konstrukt: Untersuchung der historischen und gesellschaftlichen Entwicklung von Geschlechterrollen sowie deren Auswirkung auf Teamdynamiken.
3. Führung - Theorie und Geschlecht: Auseinandersetzung mit Führungsdefinitionen, -verhalten und -motivation unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Faktoren.
4. Emotionen und Emotionsarbeit: Definition von Emotionen und theoretische Grundlagen der Emotionsarbeit, inklusive Strategien und Dimensionen.
5. Methodische Aspekte des Forschungsvorhabens: Detaillierte Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, der Datenerhebung durch leitfadengestützte Interviews und der Auswertung nach Mayring.
6. Darstellung und Diskussion der Ergebnisse: Analyse der Interviewdaten bezüglich Kommunikation, Rollenbildern und Belastungssituationen in Abhängigkeit von der Geschlechterstruktur im Team.
7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage, kritische Reflexion der Methodik und Ableitung von Implikationen für Theorie und Praxis.
Emotionsarbeit, emotionale Belastungen, Frauen in Führungspositionen, geschlechtshomogene Teams, Genderforschung, Führungsverhalten, Führungsmotivation, Geschlechterrollen, Geschlechterstereotype, Teamarbeit, Gefühlsmanagement, Organisationspsychologie, Karriereentwicklung, qualitative Forschung, Führungsstil
Die Arbeit untersucht die Emotionsarbeit von weiblichen Führungskräften und wie sich das Geschlechterverhältnis im Team (männerdominiert vs. frauendominiert) auf deren wahrgenommene emotionale Belastung auswirkt.
Die Kerngebiete umfassen Genderforschung, Führungstheorien, die Psychologie der Emotionsarbeit sowie die Analyse beruflicher Aufstiegsbarrieren für Frauen.
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die speziellen emotionalen Herausforderungen weiblicher Führungskräfte in geschlechtshomogenen Teams zu entwickeln und wissenschaftlich fundierte Implikationen für die Praxis abzuleiten.
Die Arbeit nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus elf leitfadengestützten Interviews mit weiblichen Führungskräften, die mittels der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert die empirisch erhobenen Daten, insbesondere im Hinblick auf Kommunikation, Rollenbilder und Bewältigungsstrategien gegenüber Widerständen im beruflichen Alltag.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Emotionsarbeit, geschlechtshomogene Teams, Führungspositionen, Geschlechterstereotype und Gefühlsmanagement.
Es zeigt sich, dass Führungskräfte in höheren Hierarchieebenen weniger emotionale Belastungen angeben, da sie dort vermehrt auf rationales und sachorientiertes Handeln setzen, um das männlich geprägte Managerideal zu bedienen.
Weibliche Führungskräfte in frauendominierten Teams reflektieren stärker auf der Beziehungsebene und erleben mehr Neid oder Konflikte, während sie in männerdominierten Teams eher diplomatisch und "maskulin" konnotierte Verhaltensweisen zeigen.
Die Strategien reichen von der Unterdrückung von Gefühlen und dem Appell an den Verstand bis hin zur gezielten Demonstration von Fachlichkeit und Leistung, um sich in männlich dominierten Kontexten zu behaupten.
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