Diplomarbeit, 2005
85 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung: Geo-Informationssysteme als effektive Instrumente zur Entscheidungsunterstützung
2. Geo-Informationssysteme: Begriffsklärung und Abgrenzung
3. Erfolgsfaktoren: Begriffsklärung und Abgrenzung
4. Entwicklung und Konzeption von Geo-Informationssystemen
4.1 Die Entwicklung von GIS in Forschung und Praxis
4.1.1 Die Entwicklung von GIS in der Forschung
4.1.2 Die Entwicklung von GIS in der Praxis
4.2 Die Komponenten von GIS
4.2.1 Hardware
4.2.2 Software
4.2.3 Daten
4.2.4 Anwender
4.3 Die Hauptfunktionen von GIS
4.3.1 Datenbeschaffung und -eingabe
4.3.2 Datenverwaltung
4.3.3 Datenanalyse
4.3.4 Datenpräsentation
5. Praktische Einsatzfelder und Anwendungsgebiete von GIS
5.1 GIS im Katastrophenmanagement
5.2 GIS in der öffentlichen Verwaltung
5.3 GIS in der Landwirtschaft – Precision Farming
5.4 GIS im Umweltschutz
5.5 GIS in der Wirtschaft
5.5.1 GIS zur Unterstützung von operativen Aufgaben
5.5.1.1 Betriebsmittelmanagement
5.5.1.2 Routenoptimierung
5.5.2 GIS zur Unterstützung von strategischen Aufgaben
– Das Geomarketing
5.5.2.1 Standortplanung
5.5.2.2 Vertriebsoptimierung
5.5.2.3 Zielgruppenanalyse
5.5.2.4 Mediaplanung
5.5.3 Location Based Services (LBS) – Standortbezogene Dienste
5.5.3.1 Die Konzeption der LBS
5.5.3.1 Fallstudie: Der Einsatz von LBS am Flughafen München
6. Die Erfolgsfaktoren von GIS als Vorsteuerungsgrößen für den Unternehmenserfolg
6.1 Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von GIS:
Die GIS-Erfolgsfaktoren
6.2 Wettbewerbsvorteile durch erfolgreich implementierte GIS
6.3 Kritische Aspekte von GIS
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die strategische Bedeutung und die praktischen Einsatzmöglichkeiten von Geo-Informationssystemen (GIS) in der Wirtschaft. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie GIS als Entscheidungshilfe dienen und durch welche Erfolgsfaktoren ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg nachhaltig gesichert werden kann.
Die Entwicklung von GIS in der Praxis
Die frühe Entwicklung von GIS vollzog sich fast ausschließlich in Nordamerika. Bereits in den 50er Jahren wurde der Grundstein für GIS gelegt, als der Geograf Neef die Notwendigkeit einer integrativen, ganzheitlichen Planung und der dafür erforderlichen umfassenden Kenntnis des Planungsgegenstands – zzgl. dessen Einbettung in die Kulturlandschaft – für eine richtige Abschätzung der Planungsauswirkungen erkannte. Coppock/Rhind bezeichnen den Zeitraum der GIS-Entwicklung zwischen den späten 50ern und dem Jahr 1975 als „research frontier period“. Als Reaktion auf ein neu entstandenes Bewusstsein bzgl. der Begrenztheit natürlicher Ressourcen und dem daraus resultierenden Zwang, sich mit komplexen Themen der Umwelt auseinanderzusetzen, wurde in Kanada Mitte der 60er Jahre im Auftrag der Regierung das erste geografische Informationssystem der Welt entwickelt und in Betrieb genommen. Das erste GIS generierte und nutzte dabei überwiegend Datensätze mit lokalem und regionalem Bezug. Geprägt ist diese Früh-Phase der GIS-Entwicklung durch noch relativ primitive analytische Fähigkeiten und mangelhafte statistische Techniken der Systeme. Sie waren nicht in der Lage, die Anfragen des Nutzers auf effiziente Weise zu befriedigen, weshalb viele Versuche von GIS-Entwicklungen in dieser frühen Periode zum Scheitern verurteilt bzw. äußerst kurzlebig waren.
Zeitgleich mit der Industrialisierung vollzog sich Mitte der 70er Jahre eine rasante technologische Entwicklung von GIS: Weiterentwicklungen in der Computergrafik ermöglichten die erfolgreiche Einführung interaktiver grafischer Systeme. Zusätzlich wurden Speicherkapazitäten sowie Prozessgeschwindigkeiten der Systeme ausgebaut, und die Preise für die bislang teure Hardware nahmen rapide ab. Bei steigendem Mehrwert des Systems sanken so gleichzeitig seine Anschaffungs- und Nutzungskosten. GIS waren nun nicht mehr nur für staatliche Institutionen interessant, sondern auch für Universitäten, Forschungsabteilungen und innovative Unternehmen attraktiv und erschwinglich.
1. Einleitung: Geo-Informationssysteme als effektive Instrumente zur Entscheidungsunterstützung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung raumbezogener Informationen in Wirtschaft und Gesellschaft und skizziert die Rolle von GIS bei der Entscheidungsfindung.
2. Geo-Informationssysteme: Begriffsklärung und Abgrenzung: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Begriffsbestimmung des GIS-Begriffs anhand unterschiedlicher Definitionen aus der Fachliteratur.
3. Erfolgsfaktoren: Begriffsklärung und Abgrenzung: Der Begriff der Erfolgsfaktoren wird hier theoretisch hergeleitet, um die Basis für die spätere Untersuchung der GIS-Implementierung zu schaffen.
4. Entwicklung und Konzeption von Geo-Informationssystemen: Es wird ein Überblick über die geschichtliche Entwicklung sowie die technischen Grundkomponenten und Funktionsweisen von GIS gegeben.
5. Praktische Einsatzfelder und Anwendungsgebiete von GIS: Dieses Kapitel zeigt die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von GIS auf, insbesondere im Katastrophenschutz, in der Verwaltung, der Landwirtschaft sowie ausführlich im Bereich der Wirtschaft.
6. Die Erfolgsfaktoren von GIS als Vorsteuerungsgrößen für den Unternehmenserfolg: Die Arbeit analysiert die kritischen Erfolgsfaktoren für eine effiziente GIS-Implementierung und deren Zusammenhang mit der Erzielung von Wettbewerbsvorteilen.
7. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige technologische Entwicklung von GIS-Systemen.
Geo-Informationssysteme, GIS, Geomarketing, Standortplanung, Marktsegmentierung, mikrogeografische Analyse, Location Based Services, LBS, Erfolgsfaktoren, Wettbewerbsvorteile, räumliche Daten, Entscheidungsunterstützung, Direktmarketing, Datenverwaltung, Prozessoptimierung.
Die Arbeit thematisiert die Nutzung von Geo-Informationssystemen in der Wirtschaft und analysiert, wie diese als Werkzeuge zur professionellen Entscheidungsunterstützung eingesetzt werden können.
Im Fokus stehen die technischen Grundlagen von GIS, die Methoden des Geomarketings, die mikrogeografische Marktsegmentierung sowie der Einsatz von Location Based Services zur Steigerung der Unternehmensperformance.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch GIS Wettbewerbsvorteile erzielen können, und dabei die entscheidenden Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Systemimplementierung zu identifizieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, die verschiedene Ansätze der GIS-Forschung und des strategischen Managements zusammenführt und kritisch bewertet.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die praktischen Anwendungsgebiete in der Wirtschaft, wobei insbesondere operative Aufgaben, strategische Marketingplanung und mobile standortbezogene Dienste detailliert betrachtet werden.
Die wichtigsten Begriffe sind GIS, Geomarketing, mikrogeografische Marktsegmentierung, LBS, Wettbewerbsvorteile und Entscheidungsunterstützung.
Im Gegensatz zu groben geografischen oder unpräzisen personenbezogenen Methoden nutzt sie kleinräumige Daten (bis zur Haus- oder Straßenebene) und soziale Merkmale, um präzise auf das Konsumverhalten schließen zu können.
Es erlaubt die übereinanderliegende Verknüpfung verschiedener Datentypen, wie z.B. Geometriedaten und demografische Informationen, was erst komplexe räumliche Analysen und Visualisierungen ermöglicht.
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