Masterarbeit, 2013
56 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Akquisitionsentscheidungen im Kontext der Agency Theory
3 Value Based Management
3.1 Grundlagen des Value Based Management
3.2 Einteilung der Value Based Management Systeme
4 Untersuchungsmethode und Datenbasis
4.1 Eventstudien
4.2 Bestimmung der Renditen
4.3 Effizienzmarkthypothese
4.4 Bestimmung der Stichprobe
4.5 Datenerhebung
4.5.1 Variablendefinition
4.5.2 Identifikation der Implementierung von VBMS
5 Deskriptive & empirische Analyse
5.1 Deskriptive Analyse
5.2 Empirische Analyse
5.2.1 Korrelationsanalyse
5.2.2 Paneldaten
5.2.3 Regressionsanalyse
5.2.4 Test der Ergebnisse auf Robustheit
6 Zusammenfassung & Fazit
Anhang A
Anhang B
Anhang C
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Effekt der Implementierung wertorientierter Steuerungssysteme und Vergütungsmethoden auf das Akquisitionsverhalten deutscher Unternehmen im Prime Standard im Zeitraum von 2002 bis 2010. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob eine solche wertorientierte Ausrichtung zu effizienteren Investitionsentscheidungen führt, die durch den Kapitalmarkt mit positiven abnormalen Renditen honoriert werden, wobei der theoretische Fokus auf der Agency Theory liegt.
3.1 Grundlagen des Value Based Management
Wie kann die Performance eines Unternehmens unter der Prämisse der Shareholdervalue-Maximierung bestmöglich gemessen werden? Welche Steuerungsmechanismen sind für eine auf den langfristigen Erfolg ausgerichtete Unternehmenspolitik sinnvoll? Value Based Management (VBM) soll die Frage beantworten, wie die Interessen von Anteilseignern und Managern in Übereinstimmung gebracht werden können. Und darauf aufbauend, welche die geeigneten Kennzahlen zur Beurteilung von Investitionsprojekten sind, die den Manager zu Entscheidungen bringen, die für den Shareholder relativ vorteilhaft sind. Mit dem Ziel der Marktwertmaximierung des Unternehmens sollen all diejenigen Investitionsprojekte realisiert werden, welche die Mindestanforderung, die Erzielung der risikoadjustierten Kapitalkosten, erfüllen (vgl. Schüler, 1998, S. 19). Dabei geht VBM über die reine Bereitstellung von Kennzahlen hinaus. Vielmehr soll ein umfassendes Steuerungssystem errichtet werden, welches Ineffizienzen existierender Kontrollmechanismen überwindet und damit eine Steigerung des Shareholdervalue sowohl messbar macht als auch selbst zu dessen Steigerung beiträgt (vgl. Ameels, Bruggeman und Scheipers, 2003, S. 5). VBM verändert dadurch ebenfalls die Art und Weise der Beurteilung von Investitionsprojekten.
Durch die explizite Berücksichtigung der Opportunitätskosten des durch die Anteilseigner bereitgestellten Eigenkapitals, kommt es im Vergleich zu traditionellen Messgrößen zu anderen Vorteilhaftigkeiten. Diese implizieren andere Investitionsentscheidungen, welche zu einem effizienterer Einsatz des bereitgestellten Kapitals führen. Wertzuwächse werden ausgewiesen, wenn eine Investition Zahlungsströme generiert, die über die Fremdkapitalkosten hinaus, die Eigenkapitalkosten decken und auf diese Weise zu einer positiven Rendite für die Shareholder führen. Diese Weiterentwicklung traditioneller Erfolgsmessung führt zu einer Vermeidung von Interessenskonflikten zwischen Eigentümern und Managern.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Shareholdervalue-Maximierung ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss wertorientierter Steuerungssysteme auf das Akquisitionsverhalten deutscher Unternehmen.
2 Akquisitionsentscheidungen im Kontext der Agency Theory: Das Kapitel beleuchtet verschiedene ökonomische Erklärungsansätze für Unternehmensübernahmen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Agency Theory und den damit verbundenen Interessenkonflikten zwischen Principal und Agent liegt.
3 Value Based Management: Hier werden die Grundlagen sowie die theoretische Einteilung verschiedener wertorientierter Steuerungssysteme in vier Typen erläutert und deren Relevanz für Investitionsentscheidungen diskutiert.
4 Untersuchungsmethode und Datenbasis: Dieses methodische Kapitel beschreibt den Prozess der Eventstudie, die Datenerhebung für den Prime Standard 2002-2010 sowie die Definition der verwendeten Variablen.
5 Deskriptive & empirische Analyse: Das Kapitel präsentiert die deskriptiven Ergebnisse und die empirische Regressionsanalyse, um den Einfluss von VBMS auf das Akquisitionsverhalten und die abnormalen Renditen zu prüfen.
6 Zusammenfassung & Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der empirischen Untersuchung zusammen und reflektiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der theoretischen Ausgangsannahmen.
Value Based Management, Agency Theory, Akquisitionsverhalten, Prime Standard, Eventstudie, Kapitalkosten, Shareholdervalue, Principal-Agent-Konflikt, abnormale Renditen, Regressionsanalyse, Unternehmenssteuerung, Investitionsentscheidungen, Kapitalmarkt, Unternehmenswert, Diversifikationsgrad
Die Arbeit untersucht, ob die Implementierung wertorientierter Steuerungssysteme in deutschen Unternehmen des Prime Standard einen messbaren Einfluss auf deren Verhalten bei Unternehmenskäufen hat.
Die zentralen Themen sind das Value Based Management, die Agency Theory im Kontext von Unternehmenskontrolle, die empirische Methode der Eventstudie sowie die Analyse von Kapitalmarktreaktionen auf Akquisitionsankündigungen.
Das primäre Ziel ist es festzustellen, ob wertorientierte Steuerung und Vergütung zu einer effizienteren Kapitalverwendung führen, was sich in positiven abnormalen Renditen am Kapitalmarkt nach der Ankündigung einer Akquisition widerspiegeln soll.
Die Autorin verwendet eine Eventstudie, ergänzt durch eine deskriptive Statistik und eine Regressionsanalyse von Paneldaten, um den Effekt von VBMS zu isolieren.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung in der Agency Theory, die detaillierte Klassifizierung von VBMS-Typen, die methodische Herleitung der Eventstudie und die umfassende empirische Auswertung der Unternehmensdaten.
Wesentliche Begriffe sind Value Based Management, Agency Theory, Akquisitionsverhalten, Eventstudie, Kapitalkosten und Shareholdervalue.
Unternehmen im Prime Standard unterliegen strengen Transparenzanforderungen, was die Erhebung zuverlässiger Finanzdaten und Informationen über interne Steuerungssysteme für eine empirische Analyse deutlich erleichtert.
Die Ergebnisse zeigen einen tendenziell schwach positiven Einfluss von wertorientierter Steuerung auf die abnormalen Renditen, wobei insbesondere Unternehmen mit Kennzahlen des Typs 4 einen signifikanten positiven Effekt aufweisen.
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