Examensarbeit, 2018
122 Seiten, Note: 1,0 (14 Punkte)
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Was ist Poetry Slam?
2.2 Die Texte
2.3 Die Performance
2.4 Die Poeten
2.5 Das Publikum
2.6 Die Entwicklung
2.7 Die Kritik
3. Poetry Slam in der Schule
3.1 Die Verankerung im Kerncurriculum
3.2 Poetry Slam als Konzept für den Lyrikunterricht
3.3 Die gezielte Kompetenzförderung zum Umgang mit Sprache
4. Unterrichtskonzepte
4.1 Bedingungsanalyse
4.2 Unterrichtsskizze 1. Stunde
4.2.1 Sachanalyse
4.2.2 Didaktische Analyse
4.2.3 Methodische Analyse
4.2.4 Reflexion der Stunde
4.3 Unterrichtsskizze 2. Stunde
4.3.1 Sachanalyse
4.3.2 Didaktische Analyse
4.3.3 Methodische Analyse
4.3.4 Reflexion der Stunde
4.4 Unterrichtsskizze 3. Stunde
4.4.1 Sachanalyse
4.4.2 Didaktische Analyse
4.4.3 Methodische Analyse
4.4.4 Reflexion der Stunde
5. Evaluation der Schülerrückmeldungen
6. Ausblick für die Weiterarbeit
7. Fazit
Diese Hausarbeit untersucht das Potenzial von Poetry Slam als innovatives Format für den Deutschunterricht, um Lernende stärker für Lyrik zu motivieren und ihre Sprachkompetenz zu fördern. Dabei wird analysiert, wie das Veranstaltungsformat in den Unterricht integriert werden kann, um über die rein schriftliche Analyse hinausgehen zu können.
2.1 Was ist Poetry Slam?
Im Allgemeinen handelt es sich bei einem Poetry Slam um ein literarisches Veranstaltungsformat, zu dessen Akteuren der Moderator, die Autoren, die Jury und das Publikum zählen. Traditionell finden solche Events einmal im Monat innerhalb der Kneipen- bzw. Barszene einer jeweiligen Stadt statt, sind aber inzwischen auch im institutionalisierten Kulturbetrieb etabliert.
Poetry Slam stellt nicht nur eine Einzelveranstaltung, sondern gleichzeitig auch eine Literaturbewegung, ausgehend von den USA, dar. Daher ergibt sich für eine genauere Definition dieses Formats bereits bei der Betitelung Poetry Slam die erste Erklärungshürde. Hierbei handelt es sich nämlich um einen Anglizismus, für den es als solches keine direkte Übersetzung bzw. Entsprechung im Deutschen gibt.
Seit dem 18. Jahrhundert ist die lexikalische Bedeutung des englischen Verbes „to slam“ so viel wie „zuschlagen“ oder „zerschmettern“. Gleichzeitig bezeichnet der Ausdruck „Slam“ auch einen Volltreffer beim Baseball oder einen Schlagabtausch beim Boxen.7 Der Begriff „Slammen“ steht demnach in einem engen Zusammenhang mit einem Wettkampf und kann bedeuten, „dass ein Poet etwas schnell und treffsicher auf den Punkt bringt, eine Aussage dem Publikum präzise und durchsetzungsstark darbietet bzw. Zuhörer mit einer eigenen Meinung konfrontiert.“8
In einem Lexikon tauchte der Ausdruck „Slam“ erstmals 1994 für die Form des literarischen Wettbewerbs auf und bedeutet so viel wie „die im sportlichen Wettkampfstil vorgetragene Poetry“.9 Allerdings lassen sich auch in der Fachwissenschaft einige Definitionsversuche nachweisen: Poetry stellt demnach eine „Dichterschlacht“10, eine „Art moderner Dichterwettstreit, ein[en] öffentliche[n] Literaturwettbewerb, eine Literaturshow“11, einen „Wortsport, [...] eine rasante Darbietung zeitgenössischer Literatur“12, „eine spezifische Form der Interaktionsästhetik“13, ein „Inszenierungs-Spiel für alle Beteiligten“14 oder auch das Ergebnis einer „performativen Dichtung“15 dar.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Ursprünge des Poetry Slams und begründet das hohe Motivationspotenzial des Formats für den heutigen Deutschunterricht.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert den Poetry Slam als Veranstaltungsformat, analysiert die Rolle von Text, Performance, Poeten und Publikum sowie die historische Entwicklung und Kritik.
3. Poetry Slam in der Schule: Es wird die Verankerung des Themas im Kerncurriculum erörtert und Poetry Slam als Konzept zur gezielten Kompetenzförderung im Lyrikunterricht vorgestellt.
4. Unterrichtskonzepte: Hier werden drei konkrete Unterrichtsstunden inklusive Bedingungsanalyse, didaktischer sowie methodischer Analyse und Reflexion detailliert ausgearbeitet.
5. Evaluation der Schülerrückmeldungen: Dieser Abschnitt wertet das Feedback der Lernenden nach Abschluss der Unterrichtseinheit aus und analysiert deren Einstellung zum Poetry Slam.
6. Ausblick für die Weiterarbeit: Der Ausblick gibt Anregungen, wie Lernende selbst eigene Texte produzieren und performen können.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Relevanz des Poetry Slams als bereicherndes Mittel für den Schulunterricht.
Poetry Slam, Slam Poetry, Deutschunterricht, Lyrik, Kompetenzförderung, Performance, Literaturdidaktik, Performanzpoesie, Sprachgebrauch, Unterrichtskonzept, Medienkompetenz, Schülerfeedback, Identitätsfindung, Interaktion, Textanalyse
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration des Veranstaltungsformats „Poetry Slam“ in den Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe, um den Lyrikunterricht moderner und motivierender zu gestalten.
Zentrale Themen sind die Theorie der Slam Poetry, die didaktische Einbindung in Bildungspläne, die Förderung von Sprach- und Sozialkompetenzen sowie die praktische Umsetzung im Unterricht durch einen simulierten Poetry Slam.
Das Ziel ist es, ein Unterrichtskonzept zu entwickeln und zu reflektieren, das Poetry Slam als schulisches Werkzeug nutzt, um Fähigkeiten in den Bereichen Schreiben, Lesen, Sprechen und Zuhören prozessbezogen zu fördern.
Die Autorin nutzt die Aktionsforschung durch die Erstellung, Durchführung und Reflexion eines dreistündigen Unterrichtskonzepts sowie die quantitative und qualitative Auswertung von Schülerfeedbackbögen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Poetry Slams, die Analyse seiner Verankerung im Kerncurriculum und die detaillierte Darstellung und Evaluation einer Unterrichtseinheit in der Einführungsphase.
Poetry Slam, Lyrikunterricht, Kompetenzförderung, Performance, Sprachdidaktik und Literaturdidaktik.
Die Mehrheit der Schüler bewertete das Projekt positiv und empfand es als motivierende Alternative zum klassischen Lyrikunterricht, obwohl vereinzelt Schwierigkeiten bei der Textanalyse und Vorbehalte gegen das Thema Lyrik bestanden.
Die Performance, insbesondere Mimik und Gestik der Slammer, unterstützt die Lernenden dabei, den Inhalt der Texte besser zu erschließen und als „Performanzpoesie“ ganzheitlicher zu begreifen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

