Bachelorarbeit, 2018
48 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Forschungsstand
2 Die häufigsten psychischen Störungen im Überblick
2.1 Was heißt psychisch krank?
2.2 Angst- und Zwangserkrankungen
2.3 Affektive Störungen
2.4 Borderline – Persönlichkeitsstörung
2.5 Schizophrenie
3 Lebenswelt von Kindern psychisch kranker Eltern
3.1 Belastungsanforderungen der Kinder
3.1.1 Desorientierung
3.1.2 Auswirkungen auf den familiären Alltag
3.1.3 Tabuisierung, Isolierung
3.1.4 Schuldgefühle
3.1.5 Emotionale Belastungen und Angst
3.1.6 Der Parentifizierungsprozess
3.2 Allgemeine Risikofaktoren / High-Risk-Forschung
3.2.1 Genetische Faktoren
3.2.2 Risikofaktoren der Eltern
3.2.3 Risikofaktoren der Familie
3.2.4 Risikofaktoren der Kinder
3.2.5 Psychosoziale Risikofaktoren
4 Spezifische Risikofaktoren
4.1 Risiken von Kindern bei elterlicher Angst- und Zwangsstörung
4.2 Risiken von Kindern affektiv erkrankter Eltern
4.3 Risiken von Kindern bei elterlicher Borderline- Persönlichkeitsstörung
4.4 Risiken von Kindern schizophrener Eltern
5 Resilienz – der Schutzschirm der Psyche
5.1 Definitionen und Begriffliche Annäherung
5.2 Die „Kauai-Längsschnittstudie“
5.3 Das Schutzfaktorenkonzept
5.3.1 Persönliche Ressourcen
5.3.2 Familiäre Ressourcen
5.3.3 Soziale Ressourcen
5.4 Spezifische Schutzfaktoren für Kinder psychisch kranker Eltern
5.4.1 Krankheitswissen und Krankheitsverstehen
5.4.2 Umgang mit der Krankheit in der Familie
6 Prävention - Wegweisende Präventivmaßnahmen für Kinder psychisch kranker Eltern und deren Familien
6.1 Prävention: Definitionen und Begriffsbestimmung
6.2 Ebenen der Prävention
6.3 Familienorientierte Prävention – Der CHIMPs (Children of Mentally Ill Parents) Ansatz
6.3.1 Die Elterngespräche
6.3.2 Die Kindergespräche
6.3.3 Die Familiengespräche
6.3.4 Grenzen des Beratungsangebotes
6.4 AURYN – Gruppen – kindzentrierte Prävention
6.5 Patenschaften
7 Resümee
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen psychischer Erkrankungen von Eltern auf die kindliche Entwicklung, identifiziert Belastungsfaktoren sowie Risikostrukturen und analysiert resilienzfördernde Schutzfaktoren sowie bestehende Präventionsansätze für betroffene Kinder und deren Familien.
Die häufigsten psychischen Störungen im Überblick
Die Frage „Was ist ein psychisch Kranker?“ ist fast so allgemein wie die Frage „Was ist ein Mensch“? (Dörner et.al 2017: 10). Die Autoren Dörner et al. deuten daraufhin, dass zwar das psychische Leiden auch immer mit Krankheit verknüpft ist, jedoch der Mensch an sich mit seinen bisher gemachten Erfahrungen gesehen werden muss (vgl. Dörner et al. 2017: 10).
„Mit dem Begriff der psychischen Erkrankung werden erhebliche Abweichungen im Erleben und Verhalten eines Menschen beschrieben, die Krankheitswert haben. (...) Hinzu kommt die Annahme, dass eine besondere Verletzlichkeit gegeben muss, damit es zu einer psychischen Erkrankung kommt (Vulnerabilitätsmodell)“ (Schmutz 2010: 17). Abweichendes Verhalten liegt vor, wenn folgende sieben Kriterien vorhanden sind: Leidensdruck oder Behinderung, Fehlanpassungen, Irrationalität, Unberechenbarkeit, Außergewöhnlichkeit, Unbehagen bei Beobachtern und die Verletzung moralischer und gesellschaftlicher Normen (vgl. Gerrig 2016: 551f.). „Psychische Störungen betrachtet man am besten als ein Kontinuum, das zwischen psychischer Gesundheit und psychischer Erkrankung liegt“. (Gerrig 2016: 552). Ferner werden psychische Störungen anhand des Klassifikationssystem ICD-10 diagnostiziert. Dies geschieht anhand von Symptombeschreibungen, welche nach Häufigkeit, Dauer und Intensität ermessen werden.
1 Forschungsstand: Gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Aufmerksamkeit für diese Zielgruppe und stellt wichtige Publikationen und Initiativen vor.
2 Die häufigsten psychischen Störungen im Überblick: Definiert den Begriff psychische Krankheit und stellt die klinischen Krankheitsbilder von Angst-, Zwangs-, affektiven Störungen, Borderline und Schizophrenie dar.
3 Lebenswelt von Kindern psychisch kranker Eltern: Analysiert die spezifischen Belastungen wie Desorientierung, Parentifizierung und Isolation sowie allgemeine Risikofaktoren.
4 Spezifische Risikofaktoren: Untersucht die Auswirkungen spezifischer elterlicher Diagnosen auf die Kinder und deren Bindungs- und Sozialverhalten.
5 Resilienz – der Schutzschirm der Psyche: Erläutert das Resilienzkonzept, die Kauai-Studie sowie persönliche, familiäre und soziale Schutzfaktoren für betroffene Kinder.
6 Prävention - Wegweisende Präventivmaßnahmen für Kinder psychisch kranker Eltern und deren Familien: Stellt verschiedene Präventionsebenen und konkrete Angebote wie CHIMPs, AURYN und Patenschaften vor.
7 Resümee: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer enttabuisierten und präventiven Unterstützung.
Psychisch kranke Eltern, Resilienz, Prävention, Kindeswohl, Familienorientierung, Belastungsfaktoren, Schutzfaktoren, Bindung, Parentifizierung, Beratung, Risikoforschung, Stigmatisierung, CHIMPs, AURYN.
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der elterlichen psychischen Erkrankung auf die Entwicklung ihrer Kinder und stellt Möglichkeiten der Prävention vor.
Die zentralen Felder sind die Lebenswelt betroffener Kinder, die Identifikation von Risiko- und Schutzfaktoren sowie die Wirksamkeit familienorientierter Präventionskonzepte.
Das Ziel ist es, auf die schwierige Situation betroffener Kinder aufmerksam zu machen und zur Enttabuisierung sowie zur Förderung von Hilfsangeboten beizutragen.
Die wissenschaftliche Methode dieser Arbeit ist eine umfassende Literaturrecherche.
Im Hauptteil werden sowohl die belastenden Lebensumstände und Risikofaktoren als auch die protektiven Faktoren der Resilienz sowie konkrete Interventionsangebote im Detail analysiert.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Resilienzförderung, Familiensystem, Kindeswohlgefährdung und professionelle Präventionsangebote gekennzeichnet.
Der Prozess der Parentifizierung beschreibt die Rollenumkehr, bei der Kinder Verantwortung für erkrankte Eltern übernehmen, was ihre eigene kindliche Entwicklung massiv beeinträchtigt.
CHIMPs verfolgt einen familienorientierten Ansatz, der nicht nur das Kind, sondern auch die Eltern und die Paardynamik aktiv in den Beratungsprozess einbezieht.
Das Resilienzkonzept zeigt, dass Kinder trotz widriger Umstände durch persönliche, familiäre und soziale Ressourcen gestärkt aus Krisen hervorgehen können.
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