Masterarbeit, 2013
73 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Einführung der Konstrukte zur Überprüfung der Frage nach einer gerechten Leistungsbewertung aus Schülersicht
2.1.Leistungsbegriff
2.2.Schulisches Selbstkonzept
2.3.Bezugsnormen
2.4.Feststellung und Beurteilung von Leistung
2.5.Bewertungskriterien schulischer Leistung
2.6.Das Problem der Gerechtigkeit bei der Bewertung schulischer Leistung
2.7.Hypothese und Fragestellungen
3. Beschreibung des Fragebogens zur Überprüfung der Fragestellungen und Hypothesen hinsichtlich einer gerechten Leistungsbeurteilung
3.1.Variablen
3.2.Durchführung
3.3.Auswertung
4. Ergebnisse der Fragebogenauswertung zur Überprüfung der Hypothese und Fragestellungen einer gerechten Leistungsbewertung
4.1.Deskriptive Ergebnisse zu der Frage nach gerechten Bewertungskriterien
4.2.Bivariate Analyseergebnisse und Mittelwertsunterschiede zu dem Konstrukt des Gerechtigkeitsempfindens hinsichtlich der Bezugsnormen und Einflüsse auf dieses
5. Diskussion
Diese Arbeit untersucht das Gerechtigkeitsempfinden von Gymnasiasten der 10. Klassenstufe hinsichtlich der Leistungsbewertung. Das primäre Ziel ist es, Ansichten von Schülern zu gerechten Bewertungskriterien und Bezugsnormen zu erheben, um ein tieferes Verständnis für die subjektive Wahrnehmung von schulischer Fairness zu entwickeln.
2.6. Das Problem der Gerechtigkeit bei der Bewertung schulischer Leistung
Bevor das Problem der subjektiven Leistungsbeurteilungsverfahren und des Notensystems in Bezug auf die Gerechtigkeit diskutiert werden, muss geklärt werden, was in der Schule und der Erziehung mit Gerechtigkeit gemeint ist. So sagt Rawls (1972, S. 3), dass die Gerechtigkeit die oberste Tugend sozialer Institutionen ist: „Justice is the first virtue of social institutions, as truth is of systems of thought.”
Von den Lehrerpersonen wird im Rahmen der Gerechtigkeit „erwartet, daß sie alle Kinder fördern und im Auge behalten, daß sie keine Lieblinge haben, keinen Schüler ablehnen. Vor allem aber sollen sie gerecht zensieren. Für die Schüler ist das die gerechte Bewertung oft sogar wichtiger als die Qualität des Unterrichts: daß die Lehrer in ihrem Verhalten und in ihrem Urteil ‚gerecht‘ sind“ (Flittner 1985, S. 5).
Doch genau da liegt das Spannungsverhältnis, dem die Schule ausgesetzt ist.
Soll die Schule nämlich „allen Schülern einer Klasse oder eines Jahrgangs das gleiche [bieten], so wird man nur einen Teil von ihnen damit fördern, andere Teile eben bei Laune zu halten oder mitzuschleifen versuchen, einige schließlich übergehen und durch Nichtversetzung oder Überweisung in eine andere Schule aussondern …“ (Flittner 1985, S. 5).
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der schulischen Leistungsbewertung und stellt die Forschungsfrage nach den Ansichten von Schülern zu einer gerechten Bewertung.
2. Theoretische Einführung der Konstrukte zur Überprüfung der Frage nach einer gerechten Leistungsbewertung aus Schülersicht: Es werden die theoretischen Grundlagen zu Leistungsbegriff, Selbstkonzept und Bezugsnormen sowie deren Relevanz für das Gerechtigkeitsempfinden dargelegt.
3. Beschreibung des Fragebogens zur Überprüfung der Fragestellungen und Hypothesen hinsichtlich einer gerechten Leistungsbeurteilung: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, die Stichprobe und das Instrumentarium der empirischen Untersuchung.
4. Ergebnisse der Fragebogenauswertung zur Überprüfung der Hypothese und Fragestellungen einer gerechten Leistungsbewertung: Hier werden die deskriptiven und bivariaten Analyseergebnisse zur Bewertung der schulischen Leistung durch die Schüler präsentiert.
5. Diskussion: Das Kapitel interpretiert die Ergebnisse, reflektiert die Limitationen der Studie und zieht Schlussfolgerungen für die schulische Praxis.
Leistungsbewertung, Schülersicht, Gerechtigkeitsempfinden, Bezugsnormen, schulisches Selbstkonzept, Notengebung, Gymnasiasten, Leistungsgesellschaft, Schulalltag, pädagogische Diagnostik, Leistungsvergleich, Fairness, Unterrichtsqualität, akademisches Selbstkonzept, Schulerfolg.
Die Arbeit untersucht, wie Schüler der 10. Jahrgangsstufe am Gymnasium schulische Leistungsbewertungen wahrnehmen und unter welchen Bedingungen sie diese als gerecht empfinden.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen Bewertungskriterien, verschiedenen Bezugsnormen (sachlich, sozial, individuell) und dem akademischen Selbstkonzept der Schüler.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Gerechtigkeitsempfinden von Schülern zu entwickeln, um Lehrern bei der Gestaltung transparenter und fairerer Bewertungsprozesse zu unterstützen.
Es handelt sich um eine empirische Arbeit, die einen Fragebogen einsetzt, der sowohl offene als auch standardisierte Fragen enthält.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung der Konstrukte, die Beschreibung der methodischen Instrumente und die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
Wichtige Begriffe sind Leistungsbewertung, Gerechtigkeitsempfinden, Bezugsnormen, Schülersicht und schulisches Selbstkonzept.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die sachliche Bezugsnorm von Schülern in den untersuchten Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch tendenziell als am gerechtesten wahrgenommen wird.
In der vorliegenden Studie konnte kein signifikanter direkter Zusammenhang zwischen der Note eines Schülers und dessen Gerechtigkeitsempfinden bezüglich der angewandten Bezugsnormen nachgewiesen werden.
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