Masterarbeit, 2018
114 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Empathie
2.2. Stress
2.3. Persönlichkeit
2.4. Zusammenhang von Stress, Empathie und Persönlichkeit
3. Zielsetzung und Hypothesen
3. Methodisches Vorgehen
3.1. Material
3.1.1. Verwendete Fragebögen zu Aspekten von Stress (PSS, SVF)
3.1.2. Verwendete Fragebögen zu Aspekten von Empathie (IRI, CAM)
3.1.3. Verwendete Fragebögen zu Aspekten von Persönlichkeit (BFI, IPIP)
3.1.4. Verwendete Fragebögen zu Aspekten von Depression (BDI) und Trauma (CLEQ)
3.2. Stichprobe
3.3. Durchführung
4. Ergebnisse
4.1. Vorbereitung und Gütekriterien der Variablen
4.1.1. Empathievariablen
4.1.2. Stressvariablen
4.1.3. Persönlichkeitsvariablen
4.2. Überprüfung der H1 & F1a und F1b
4.3. Überprüfung der H2
4.4. Überprüfung der H3
4.5. Überprüfung der H4 & F4
4.6. Überprüfung der H5 & F5
4.7. Überprüfung der H6 & F6
4.8. Exploration
5. Diskussion und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen subjektivem Stress und Empathie unter Berücksichtigung der Persönlichkeit als potenzieller Moderator. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Stress einen nicht-linearen Einfluss auf die empathische Leistungsfähigkeit besitzt und wie Persönlichkeitsfaktoren wie Verträglichkeit und Neurotizismus diesen Zusammenhang beeinflussen.
2.1. Empathie
Bei der Auseinandersetzung mit dem Begriff der Empathie stößt man bereits bei der Bedeutung der griechischen Wortstämme auf interessante Wurzeln. Während das altgriechische Wort empátheia mit der Bedeutung einer (intensiven) Gefühlsregung noch im weitesten Sinne der heutigen Semantik zuzuordnen wäre, steht die neugriechische Bedeutung mit Voreingenommenheit oder sogar Gehässigkeit dem sehr entgegen (vgl. Depew, 2005). Auch wenn heute die genaue Bedeutung des Begriffs Empathie noch immer diskutiert und definiert wird, - darunter beispielsweise von Davis (1980, 2018), Eisenberg und Kollegen (2007) oder Schieman & Van Gundy (2000) - scheint dennoch ein Konsens darüber zu bestehen, dass Empathie die Fähigkeit beinhaltet, die mentalen und emotionalen Zustände anderer Personen zu verstehen. Dazu gehören auch deren Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse, womit semantisch keinesfalls Gehässigkeit oder Voreingenommenheit auftauchen. Daher ist eine deutliche Diskrepanz zwischen der altgriechischen und aktuellen Bedeutung des Begriffes zu erkennen.
Der heutige Begriff der Empathie wurde analog zum griechischen sympátheia (Sympathie, Mitgefühl) aus en ((dr)-in) und path (fühlen) gebildet, nachdem Theodor Lipps die Bezeichnung Anfang des letzten Jahrhunderts unter Einfühlung aufbrachte (vgl. Lipps, 1903). Darunter verstand er zunächst die Beziehung zwischen einem Kunstwerk und dem Betrachter innerhalb eines intrapsychischen Prozesses. Bei der Übersetzung des deutschen Begriffes Einfühlung ins Englische verwendete Edward Tichener (1909) nun zum ersten Mal den Begriff empathy, um dem „wahren Sinn“ der Einfühlung nach Lipps näher zu kommen. Diese Übersetzung wurde auch bei Freuds Begriff der Einfühlung angewendet (vgl. Levy, 1997).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Empathie für das gesellschaftliche Zusammenleben und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss von Stress auf zwischenmenschliche Fähigkeiten.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Konstrukte Empathie, Stress und Persönlichkeit sowie deren theoretische Herkunft und aktuelle Forschungsstände.
3. Zielsetzung und Hypothesen: Hier werden die Forschungsziele, die Hypothesen zur Prüfung des u-förmigen Zusammenhangs und die Rolle der Persönlichkeit dargelegt.
3. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das Studiendesign, die verwendeten psychometrischen Instrumente (PSS, IRI, CAM, BFI, IPIP) sowie die Stichprobenzusammensetzung.
4. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistischen Auswertungen der Hypothesen, inklusive Regressionsanalysen und Strukturmodellierungen zur Prüfung von Moderations- und Mediationseffekten.
5. Diskussion und Ausblick: Das Fazit ordnet die Ergebnisse in den bestehenden Forschungsstand ein, diskutiert Limitationen und leitet Handlungsempfehlungen für die Praxis ab.
Empathie, Stress, Persönlichkeit, Neurotizismus, Verträglichkeit, psychologische Forschung, Emotionserkennung, Stressempfinden, prosoziales Verhalten, Big Five, Mediation, Interpersonal Reactivity Index.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen subjektivem Stressempfinden und menschlicher Empathie unter Berücksichtigung von Persönlichkeitsfaktoren.
Die zentralen Themen sind Empathieforschung, psychologische Stressforschung, Persönlichkeitspsychologie (Big Five Modell) sowie die Interaktion dieser drei Konstrukte.
Das primäre Ziel ist es, die Theorie von Eisenberg zu einem umgekehrt u-förmigen Zusammenhang zwischen Stress und Empathie empirisch zu prüfen und den Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen als Modarator oder Mediator zu analysieren.
Die Studie nutzt einen quantitativen Ansatz mit Online-Fragebögen, standardisierten Skalen (wie PSS, IRI, IPIP) und statistischen Verfahren wie Korrelationsanalysen, Regressionen und Strukturgleichungsmodellierungen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Umsetzung mit detaillierter Materialbeschreibung sowie die statistische Ergebnisauswertung und Diskussion.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Empathie, Stress, Neurotizismus, Verträglichkeit, Big Five und emotionale Kompetenz charakterisieren.
Neurotizismus zeigt einen starken Zusammenhang zu personal distress (affektive Empathie) und mediiert statistisch den Zusammenhang zwischen Stress und affektiver Empathie.
Die statistischen Analysen zeigten bei den meisten Variablen eher lineare Effekte statt des postulierten quadratischen Zusammenhangs, was darauf hindeutet, dass die theoretische Annahme in diesem Setting nicht wie erwartet auftrat.
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