Bachelorarbeit, 2017
42 Seiten, Note: 1,3
Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
1. Einleitung
2. Thematische und theoretische Einordnung
2.1 Global & Economic Governance
2.2 Sozialkonstruktivismus
2.3 Einordnung des UN Global Compacts
3. Vorüberlegungen
3.1 Kritik am UN Global Compact
3.2 Kontrollmechanismen
4. Praktische Handhabung von teilnehmenden Unternehmen
4.1 Negativbeispiele
4.1.1. Shell
4.1.2. DP DHL
4.1.3. Bayer AG
4.2. Positivbeispiel
4.2.1. Volkswagen AG
4.3. Zwischenfazit
5. Theoretische Anreizstrukturen zur Erfüllung der Prinzipien
5.1. Die Rolle von Werten und Normen
5.2. Unternehmerische Ausgangslage
5.3. Nutzenaspekte
5.3.1. Interner Nutzen
5.3.2. Externer Nutzen
5.4. Kostenpunkte
5.5. Kosten-Nutzen-Funktion
5.6. Zwischenfazit
6. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht kritisch, ob der UN Global Compact für Unternehmen lediglich als Marketinginstrument dient oder ob er eine tatsächliche Wirkung auf das unternehmerische Handeln hinsichtlich sozialer und ökologischer Verantwortung entfaltet. Dabei wird analysiert, inwieweit Unternehmen durch eine Teilnahme an der Initiative trotz Verstößen gegen die definierten Prinzipien ihre Reputation verbessern können.
3.1 Kritik am UN Global Compact
Der folgende Textabschnitt bezieht sich auf eine von verschiedenen bekannten humanitären Organisationen gebildete Arbeitsgemeinschaft erarbeitete Stellungnahme zum UN Global Compact. Peter Niggli, der Verfasser, spricht in dem Text mit dem Titel “Die Multis als soziale und ökologische Avantgarde?” im Namen der Arbeitsgemeinschaft. Der UN Global Compact wird kritisch beleuchtet und mit seinen ursprünglichen Absichten verglichen. Es werden internationale Problematiken aufgegriffen, gegen die der Pakt eigentlich wirken sollte, und auf die praktische Umsetzung bezogen. Dabei argumentiert die Arbeitsgemeinschaft mit Defiziten bezüglich des grundsätzlichen Aufbaus des UN Global Compacts und setzt ans Ende ihrer Stellungnahme mehrere Erfordernisse, die dem Steuerungsinstrument Glaubwürdigkeit und Schlagkraft verleihen würden. Im Folgenden werden die Kernaussagen und die daraus folgenden Kritikpunkte kurz wiedergegeben.
Im Vorhinein stellt der Artikel fest, dass der Gründer des UN Global Compacts, Kofi Annan, genau die Problematik anspricht, die sich heute in Bezug auf defizitäres soziales Engagement von Unternehmen stellt, und als Lösungsansatz für einen universellen Wohlfahrtsstaat plädiert. Diese Problematik äußert sich durch das pure kapitalistische Gewinnstreben der Unternehmen, die über Menschenrechtsverletzungen und ökologische Ausbeutung hinwegsehen. Dabei scheuen sie sich nicht davor, soziale Gefälle zwischen verschiedenen Ländern auszunutzen, um so ihren Gewinn zu maximieren. Ihr Handeln wird dadurch gerechtfertigt, dass sie die soziale Verantwortung nicht auf unternehmerischer Seite sehen, sondern auf staatlicher. Kofi Annans argumentativer Lösungsansatz sieht vor, die Unternehmen mit einer Pionierrolle in Bezug auf soziales Engagement auszustatten, wodurch Staaten animiert werden, ebenso soziale Maßstäbe zu schaffen. Diese schmeichelhafte Rolle desjenigen, der nicht in der Verantwortung ist, sich aber freiwillig engagiert, soll die Unternehmen dazu animieren, öffentlich Imagepunkte durch soziales Engagement zu gewinnen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Entstehungsgeschichte des UN Global Compacts ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach dessen Funktion als mögliches Marketinginstrument.
2. Thematische und theoretische Einordnung: Dieses Kapitel verortet den UN Global Compact theoretisch in den Konzepten von Global sowie Economic Governance und erläutert die Perspektive des Sozialkonstruktivismus.
3. Vorüberlegungen: Hier wird die existierende Kritik von NGOs aufgearbeitet und eine erste Einordnung der Kontrollmechanismen innerhalb des Paktes vorgenommen.
4. Praktische Handhabung von teilnehmenden Unternehmen: Das Kapitel analysiert anhand von Negativbeispielen (Shell, DP DHL, Bayer AG) und einem Positivbeispiel (Volkswagen AG) das tatsächliche Durchgreifen des Büros des UN Global Compacts bei Verstößen.
5. Theoretische Anreizstrukturen zur Erfüllung der Prinzipien: Dieser Abschnitt untersucht aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Kosten und Nutzen einer freiwilligen Implementierung sozialer und ökologischer Verantwortung in Unternehmen.
6. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Ausgangsfrage, indem es den Status des UN Global Compacts als wertorientierte Plattform betont.
UN Global Compact, Corporate Social Responsibility, CSR, Global Governance, Sozialkonstruktivismus, Unternehmensverantwortung, Marketinginstrument, Nachhaltigkeit, Stakeholder, Kosten-Nutzen-Analyse, Wirtschaftsökonomie, Internationale Normen, Reputation, Wirtschaftsethik, Freiwilligkeit.
Die Arbeit untersucht kritisch den UN Global Compact und stellt die Frage, ob dieser Pakt für Unternehmen ein Instrument zur tatsächlichen Übernahme sozialer und ökologischer Verantwortung darstellt oder ob er lediglich als Marketingwerkzeug zur Reputationspflege missbraucht wird.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Einbettung des Paktes in Global Governance-Konzepte, die Analyse der praktischen Anwendung bei verschiedenen Unternehmen sowie die ökonomische Betrachtung von Anreizstrukturen für CSR-Engagement.
Das Ziel der Arbeit ist es, die Wirkungsweise des UN Global Compacts auf Unternehmen zu hinterfragen und zu beantworten, ob dieser als reines Marketinginstrument eingestuft werden muss oder ob eine weitergehende, substanzielle Funktion erkennbar ist.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung (u.a. Sozialkonstruktivismus, Governance-Konzepte) kombiniert mit einer praxisorientierten Analyse von Fallbeispielen, die durch Primärquellen und Presseberichte gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Konzepte, eine empirische Fallstudien-Analyse zur Handhabung von Unternehmen durch den UN Global Compact und eine ökonomische Kosten-Nutzen-Analyse zur Implementierung der Prinzipien.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie UN Global Compact, Corporate Social Responsibility (CSR), Global Governance, Reputation, Stakeholder-Interessen und wertorientiertes Handeln von Unternehmen.
Die Untersuchung zeigt, dass das Büro in der Regel nur in Ausnahmefällen eingreift. Der Fokus liegt primär auf der Ermutigung zu einem Lern- und Arbeitsprozess und einem offenen Dialog, statt auf sofortigen Sanktionen oder Ausschlüssen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Pakt nicht als klassisches, autoritäres Regulierungsinstrument zu verstehen ist, sondern als eine wertorientierte Lernplattform, die auf Überzeugung und Freiwilligkeit statt auf Sanktionen setzt.
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