Fachbuch, 2018
102 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Ziel und Zielgruppe dieser Arbeit
1.3 Grundsätzliche Vorgehensweise
1.4 Inhaltliche Abgrenzung
1.5 Aufbau und Struktur der Arbeit
2 Cybercrime
2.1 Definition Cybercrime
2.2 Formen von Cybercrime gemäß deutschem Bundeskriminalamt
2.3 TäterInnen und TäterInnengruppierungen
2.4 Motive
2.5 Schadensausmaß
2.6 Institutionen mit Bezug zur Cyberabwehr
3 Hell- und Dunkelfeld der Kriminalität
3.1 Hellfeld
3.2 Dunkelfeld
3.3 Relation zwischen Hell- und Dunkelfeld
3.4 Methoden der Dunkelfeldforschung
4 Dunkelfeld Cybercrime
4.1 Dunkelfeldstudien im norddeutschen Raum
4.2 Anzeige- und Nichtanzeigegründe
4.3 Möglichkeiten zur Minimierung des Dunkelfeldes
4.4 Empirische Analyse
5 Fazit
6 Ausblick
Diese Arbeit befasst sich mit der Identifikation von Methoden und Maßnahmen zur Minimierung des Dunkelfeldes beim Phänomen Cybercrime, wobei die Kriminalitätswirklichkeit und das tatsächliche Schadensausmaß durch eine Kombination aus Literaturanalyse und Expertenbefragungen beleuchtet werden.
2.1 Definition Cybercrime
Kriminalität im bzw. mit Hilfe des Internets wird häufig mit den Schlagwörtern „Tatort Internet“, „Computerkriminalität“, „Internetkriminalität“, „Kriminalität im Rahmen von Internet- und Kommunikationstechnologien“ oder „Cybercrime“ beschrieben. Diese Begrifflichkeiten interferieren sehr stark miteinander und werden im Hinblick auf nationales sowie internationales Recht je Nation oder Kulturkreis unterschiedlich definiert.
Dementsprechend wird im weiteren Verlauf dieser Forschungsarbeit der mondial bekannte Begriff „Cybercrime“ verwendet und nachfolgend definiert.
Bei einer Dekomposition des Begriffes „Cybercrime“ ergeben sich die Bezeichnungen „Cyber“ und „Crime“.
Bei dem Wort „Cyber“ handelt es sich um eine Vorsilbe, die in Bezug auf eine künstliche Realität Verwendung findet. Den Ursprung bildet hierbei das aus der englischen Sprache abgeleitete Wort „Cybernetics“ (zu Deutsch: Kybernetic), bei dem es im Wesentlichen um die Lehre von Steuer- und Regelvorgängen geht.
Bei dem Wort „Crime“ handelt es sich um eine englischsprachige Bezeichnung für die Begehung einer Straftat. Den Ursprung hierfür bildet das lateinische Wort „crimen“, das mit dem Wort „Verbrechen“ gleichgesetzt werden kann.
Hinsichtlich einer Übersetzung in die deutsche Sprache kann Cybercrime demnach mit der Begehung von Straftaten in der künstlichen Realität gleichgesetzt werden. Inwiefern dieser Aspekt mit einer Definition von Cybercrime auf internationaler, europäischer und deutscher Ebene übereinstimmt, wird in den nachfolgenden Unterabschnitten analysiert.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Internetkriminalität ein, definiert das Ziel der Arbeit und erläutert die methodische Vorgehensweise der qualitativen Inhaltsanalyse.
2 Cybercrime: Das Kapitel definiert den Begriff Cybercrime auf internationaler und nationaler Ebene, klassifiziert verschiedene Formen von Cybercrime und beleuchtet Täterschaft, Motive sowie institutionelle Abwehrmechanismen.
3 Hell- und Dunkelfeld der Kriminalität: Hier wird der theoretische Rahmen für die Unterscheidung von Hell- und Dunkelfeld gesetzt, wobei die Relevanz der statistischen Erfassung und die verschiedenen Methoden der Dunkelfeldforschung diskutiert werden.
4 Dunkelfeld Cybercrime: Dieses Kapitel analysiert spezifische Dunkelfeldstudien aus norddeutschen Bundesländern, untersucht Anzeige- und Nichtanzeigegründe und leitet konkrete Methoden zur Minimierung des Dunkelfeldes ab.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Kooperationen zwischen Staat und Gesellschaft zur effektiven Bekämpfung von Cybercrime.
6 Ausblick: Der Ausblick skizziert künftige Herausforderungen im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung und benennt Schwerpunkte für weiterführende Forschungsarbeiten.
Cybercrime, Dunkelfeld, Hellfeld, Internetkriminalität, Kriminalstatistik, Strafverfolgung, Anzeigebereitschaft, IT-Sicherheit, Cyberabwehr, Kriminologie, Schadensausmaß, Prävention, Digitale Welt, Polizeiliche Kriminalstatistik, Expertenbefragung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen der Erfassung von Straftaten im Internet und den Möglichkeiten, das unbekannte Dunkelfeld von Cybercrime zu minimieren.
Zentrale Themen sind die Definition von Cybercrime, die Diskrepanz zwischen polizeilich erfassten Straftaten und dem tatsächlichen Ausmaß, sowie die Motivation und Profile von Tätern.
Ziel ist die Identifikation von Methoden und Maßnahmen, durch die das Dunkelfeld bei Cybercrime reduziert und das polizeiliche Lagebild verbessert werden kann.
Die Autorin nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse in Kombination mit einer halbstrukturierten Expertenbefragung von Vertretern relevanter Sicherheitsbehörden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Cybercrime, die soziologische Erörterung des Hell- und Dunkelfeldes sowie eine empirische Untersuchung von Dunkelfeldstudien.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Cybercrime, Dunkelfeldforschung, Polizeiliche Kriminalstatistik, Anzeigebereitschaft und Cyberabwehr charakterisieren.
Aufgrund von Unkenntnis der Geschädigten, Scham, Angst vor Reputationsschäden und dem oftmals grenzüberschreitenden Charakter von Straftaten werden viele Vorfälle nicht gemeldet.
Ja, sofern Versicherungsgesellschaften eine polizeiliche Anzeige als Voraussetzung für die Schadensregulierung fordern, steigt der Anreiz für Geschädigte, Taten offiziell zu melden.
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