Fachbuch, 2018
199 Seiten
1 Einleitung
2 Grundlegende Begriffe in dieser Arbeit
2.1 Geistige Behinderung
2.2 Sexualität
2.3 Sexuelle Bildung
3 Analyse des Bedarfs bei Menschen mit geistiger Behinderung
3.1 Allgemeiner Bedarf an sexueller Bildung
3.2 Wahrnehmung und Kommunikation
3.3 Bildung und Wissen
3.4 Zusätzliche beeinflussende Faktoren
3.5 Bedingungen für eine sexualfreundliche Begleitung
3.6 Auseinandersetzung über ein Angebot von sexueller Bildung bei Menschen mit geistiger Behinderung
4 Menschen mit geistiger Behinderung im ambulant betreuten Wohnen
4.1 Das ambulant betreute Wohnen
4.2 Alter und Geschlecht der Menschen mit geistiger Behinderung im ambulant betreuten Wohnen
4.3 Erforderliche Fähigkeiten und Ressourcen der Menschen mit geistiger Behinderung im ambulant betreuten Wohnen
5 Strukturelle Rahmenbedingungen
5.1 Selbstbestimmung und Empowerment der Menschen mit geistiger Behinderung
5.2 Rechtliche Aspekte
5.3 Fachkräfte/Personal
6 Zielkatalog
6.1 Prozesszielkatalog
6.2 Aufgabenbezogener Zielkatalog
7 Inhalte
8 Didaktik/Methoden
9 Planung der Durchführung
10 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung sexueller Bildung für Menschen mit geistiger Behinderung im ambulant betreuten Wohnen, um deren Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und eine selbstbestimmte Lebensführung zu fördern.
3.2 Wahrnehmung und Kommunikation
Sexualität [s.a. Kapitel 2.2.] umfasst den ganzen Menschen, mit seinen Gedanken, Gefühlen und dem Körper (vgl. Ortland 2016: 14). Menschen mit und ohne Behinderung haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Viele haben die gleichen Fähigkeiten und Bedürfnisse (vgl. Bosch 2006: 9).
Durch einen Ressourcencheck zu Beginn eines Kontaktes mit dem Menschen mit geistiger Behinderung können lebensgeschichtlich gewonnene Kompetenzen, Talente, Ausstattungen, vorteilhafte Zufälligkeiten und nützliche Netzwerke, die die Menschen mit geistiger Behinderung mitbringen, bemerkt, festgestellt und dadurch auch nutzbar gemacht werden. Dabei geht es nur um die Registrierung, Beschreibung, Anerkennung und Analyse der vorhandenen Stärken auf einer sachlichen und klaren Ebene. So können die Fähigkeiten und die Bedürfnisse der Menschen mit geistiger Behinderung, auch wenn sie im Alltag in den Hintergrund des Bewusstseins der Beteiligten geraten sind, wieder erkenntlich gemacht werden (vgl. Früchtel/Budde/Cyprian 2013: 57f.). Dabei kann festgestellt werden, dass sie zum Beispiel bereits einen Lebenspartner haben oder hatten und somit schon beschreiben können, was ihnen in der Partnerschaft gefällt/gefallen hat oder eben auch nicht gefällt/gefallen hat.
Menschen mit geistiger Behinderung erleben ihre Sexualität jedoch teilweise anders als Menschen ohne Behinderung, da sie durch ihre geistigen und teils auch körperlichen Behinderungen Erschwernisse bei der freien Entfaltung ihrer Sexualität haben (vgl. Ortland 2016: 16f.).
Diese sexuellen Erschwernisse, die auch als andere Möglichkeiten, die Sexualität zu erleben, verstanden werden können, haben teilweise für die Menschen eine größere Bedeutung. Diese fordern eine individuelle Auseinandersetzung mit der Entwicklung der individuellen Sexualität (vgl. Ortland 2008: 24 und 33).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der sexuellen Bildung für Menschen mit geistiger Behinderung im ambulant betreuten Wohnen unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
2 Grundlegende Begriffe in dieser Arbeit: Dieses Kapitel definiert essenzielle Begriffe wie geistige Behinderung, Sexualität und sexuelle Bildung als theoretisches Fundament.
3 Analyse des Bedarfs bei Menschen mit geistiger Behinderung: Hier wird untersucht, welcher Bedarf an sexueller Bildung besteht und welche Hindernisse bei Wahrnehmung, Kommunikation und Wissenszugang überwunden werden müssen.
4 Menschen mit geistiger Behinderung im ambulant betreuten Wohnen: Die spezifische Lebenssituation der Zielgruppe sowie erforderliche Ressourcen für ein selbstbestimmtes Wohnen werden dargelegt.
5 Strukturelle Rahmenbedingungen: Es werden die rechtlichen Aspekte, Empowerment-Strategien und die Rolle der Fachkräfte/Personals bei der Umsetzung sexueller Bildung thematisiert.
6 Zielkatalog: Dieses Kapitel entwirft einen Prozess- und Aufgabenzielkatalog, der SMART-Kriterien zur Strukturierung des Bildungsangebots nutzt.
7 Inhalte: Hier werden die Modul-Themengebiete der sexuellen Bildung für die praktische Anwendung definiert.
8 Didaktik/Methoden: Dieses Kapitel beschreibt didaktische Ansätze und methodische Werkzeuge zur Vermittlung der Inhalte.
9 Planung der Durchführung: Es wird die flexible Integration der Module in den Alltag sowie der Ablauf der einzelnen Lerneinheiten erläutert.
10 Ausblick: Der Ausblick reflektiert das Potenzial eines enttabuisierten Umgangs mit Sexualität und Behinderung für die Soziale Arbeit.
Sexuelle Bildung, geistige Behinderung, ambulant betreutes Wohnen, Selbstbestimmung, Empowerment, Sexualerziehung, Sexualität, Lebensweltorientierung, Inklusion, sexualpädagogische Begleitung, Behindertenhilfe, Sozialarbeit, Lebensgeschichte, Partizipation
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Umsetzung sexueller Bildung für Menschen mit geistiger Behinderung im ambulant betreuten Wohnen, um deren Recht auf sexuelle Selbstbestimmung zu stärken.
Zentral sind die Analyse von Bildungsbedarfen, die Bedeutung von Selbstbestimmung und Empowerment, die Rolle des Personals sowie die methodische Planung konkreter Bildungsmodule.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines zielkataloggestützten Handlungskonzepts, das Menschen mit geistiger Behinderung befähigt, ihre Sexualität selbstbestimmt und reflektiert zu leben.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf handlungsleitende Konzepte der Sozialen Arbeit wie Lebensweltorientierung, Empowerment und das Vier-Stufen-Modell.
Im Hauptteil werden Bedarfsanalysen, strukturelle Rahmenbedingungen, rechtliche Grundlagen, eine detaillierte Zielsetzung sowie didaktische Methoden zur Modulumsetzung analysiert.
Sexuelle Bildung, geistige Behinderung, ambulant betreutes Wohnen, Selbstbestimmung, Empowerment und Inklusion sind zentrale Charakteristika der Untersuchung.
Sexuelle Bildung wird als lebenslanger Selbstformungsprozess verstanden, der vom Lernenden ausgeht, während klassische Sexualerziehung oft defizitorientiert und präventiv durch Lehrende definiert wird.
Diese Wohnform bietet mehr Potenzial für Eigenverantwortung und Selbstgestaltung als stationäre Einrichtungen, erfordert jedoch spezifische Hilfestellungen, um eine sexuelle Selbstbestimmung trotz bestehender Abhängigkeiten zu ermöglichen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

