Masterarbeit, 2018
101 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Fragestellung
2 Methodik in der Datenerhebung bzw. -auswertung
2.1 Rapid Review
2.2 Qualitätsbewertung
3 Definitionen
3.1 HIV/AIDS
3.1.1 Epidemiologie
3.1.2 Prävalenz/Inzidenz
3.1.3 Übertragungswege
3.1.4 Therapie
3.1.5 Häufige Nebenwirkungen der ART
3.2 Chronische Krankheit
3.3 Adhärenz
3.4 Patientenedukation
3.5 Evidenz
4 Zusammenfassung der Ergebnisse der systematischen Übersichtsarbeiten zur Verbesserung der Adhärenz
4.1 Möglichkeiten der Messung von Adhärenz
4.2 Beratung bzw. Adhärenz bei therapeutischen ART-Einnahme bei HIV-Infektion
4.3 Detaillierte Ergebnisse der Studien aus der EU
4.4 Best practice Empfehlungen für die Praxis
5 Limitationen
6 Diskussion
7 Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Adhärenz-Interventionen bei HIV-positiven Personen in der Europäischen Union angeboten werden und welche Evidenz zu deren Wirksamkeit besteht, um daraus "best practice"-Empfehlungen für den pflegerischen Alltag abzuleiten.
3.3 Adhärenz
In der Literatur werden verschiedene Definitionen für Adhärenz gebraucht. Bogner (2012, S. 18) beschreibt mit dem Begriff Adhärenz die richtige und regelmäßige Medikamenteneinnahme, die in der Verantwortung der Patientin/des Patienten und der Ärzteschaft liegen. Von Reibnitz et al. (2016, S. 23) beschreiben Adhärenz als Einverständnis der Patientin/des Patienten, mit der Ärzteschaft gemeinsam eine Therapieplanung zu vereinbaren.
Es werden immer potentere Wirkstoffe zur Behandlung von HIV Infektionen entwickelt, für deren Wirksamkeit eine dauerhafte Medikamenteneinnahme Grundvoraussetzung ist. Die HIV-positiven Personen müssen bereit sein die erforderlichen Medikamente regelmäßig und planmäßig einzunehmen. Wird die Therapie nicht adäquat eingenommen, hat dies nicht nur persönliche und gesundheitliche Konsequenzen für die betroffene Person, sondern auch schwerwiegende epidemiologische und sozioökonomische Folgen. Es können Resistenzmutationen des HI-Virus entstehen, was zu klinisch-virologischem Versagen der ART führen kann. Neuinfektionen mit bereits resistenten Viren können folgen, die für die Betroffenen eine ungünstige Prognose bedeuten kann. Eine erhöhte Viruslast, aufgrund einer nicht wirksamen Therapie führt zu einer erhöhten Infektiosität, wodurch mit einer steigenden Rate an opportunistischen Infektionen zu rechnen ist. Aus gesundheitsökonomischer Sicht muss aufgrund der Zunahme von Resistenzbildungen häufig auf teurere Second-Line Therapien zurückgegriffen werden (vgl. Salzberger et al., 2011, S. 89).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der HIV-Therapie ein und betont die zentrale Rolle der Adhärenz sowie die pflegerische Kernkompetenz in der Beratung.
2 Methodik in der Datenerhebung bzw. -auswertung: Das Kapitel erläutert das Vorgehen des Rapid Reviews, einschließlich der Datenbanksuche und der Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien.
3 Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe wie HIV/AIDS, chronische Krankheit, Adhärenz, Patientenedukation und Evidenz wissenschaftlich definiert und erläutert.
4 Zusammenfassung der Ergebnisse der systematischen Übersichtsarbeiten zur Verbesserung der Adhärenz: Dieses Hauptkapitel synthetisiert die Ergebnisse der untersuchten Studien, beleuchtet Messmethoden und diskutiert spezifische Interventionen in europäischen Ländern.
5 Limitationen: Hier werden die Grenzen der Arbeit aufgezeigt, insbesondere in Bezug auf die Heterogenität der Studien und die eingeschränkte Datenlage.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und die Notwendigkeit weiterer Langzeitforschung sowie die Bedeutung individueller Beratung unterstrichen.
7 Schluss: Das Fazit fasst die Komplexität der Adhärenz-Beratung zusammen und gibt abschließende Empfehlungen für die pflegerische Praxis.
HIV, Adhärenz, Patientenedukation, Beratung, ART, Antiretrovirale Therapie, Evidenz, Rapid Review, Pflege, Chronische Erkrankung, Stigma, Selbstmanagement, Gesundheitsförderung, Prävention, Therapietreue.
Die Arbeit widmet sich der Untersuchung von Adhärenz-Interventionen bei HIV-positiven Erwachsenen innerhalb der Europäischen Union.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Adhärenz zur antiretroviralen Therapie, die Rolle der Patientenedukation und die evidenzbasierte Beratung durch Pflegekräfte.
Ziel ist es, aus der vorhandenen Evidenz "best practice"-Empfehlungen für die Adhärenz-Beratung im pflegerischen Alltag abzuleiten.
Es wurde ein Rapid Review durchgeführt, bei dem systematische Übersichtsarbeiten analysiert wurden, um einen schnellen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu erhalten.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Definitionen die Messergebnisse der Adhärenz, psychosoziale Barrieren und verschiedene Beratungsinterventionen in europäischen EU-Staaten detailliert analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie HIV, Adhärenz, Patientenedukation, Beratung und antiretrovirale Therapie definiert.
Individuelle Beratung ist ein entscheidender Faktor, um auf psychosoziale und ernährungsbedingte Faktoren einzugehen, die eine Therapieadhärenz behindern könnten.
Stigmatisierung wird als ein signifikanter Risikofaktor identifiziert, der das psychische Wohlbefinden und die Motivation der Betroffenen zur Einnahme ihrer Medikamente negativ beeinflusst.
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