Fachbuch, 2018
58 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Begriffsherkunft und historische Entwicklung
2.2 Definition des Guerilla-Marketings
2.3 Einordnung des Guerilla-Marketings in den Marketing-Mix
2.4 Das Effizienzproblem der klassischen Werbung
2.5 Die Effekte des Guerilla-Marketings
3 Instrumente des Guerilla‐Marketings und Beispiele aus der Praxis
3.1 Trittbrettfahrerprinzip
3.1.1 Moskito-Marketing
3.1.2 Ambush-Marketing
3.2 Lebensumfeldprinzip
3.2.1 Sensation-Marketing
3.2.2 Ambient-Marketing
3.3 Empfehlungsprinzip
3.3.1 Buzz-Marketing
3.3.2 Viral-Marketing
3.4 Guerilla-PR als flankierende Maßnahme
4 Anwendung des Guerilla‐Marketings in Start‐ups und KMU
4.1 Abgrenzung zu Großunternehmen
4.2 Strategie als Schlüssel zum Guerilla-Erfolg
4.3 Chancen des Guerilla-Marketings
4.4 Risiken des Guerilla-Marketings
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Guerilla-Marketing als kosteneffiziente Kommunikationsstrategie für Start-ups und KMU. Dabei wird analysiert, wie diese Unternehmen trotz begrenzter Budgets durch unkonventionelle Maßnahmen hohe Aufmerksamkeit erzielen und sich von der klassischen, ineffizienten Werbeflut abheben können.
3.1.1 Moskito-Marketing
Das Moskito-Marketing wird oftmals von KMU angewandt. Die Schwachstellen der Mitbewerber sollen ausgenutzt werden, um in der Folge ihre Nische zu besetzen.44 Dies setzt eine möglichst umfassende Analyse der Schwächen und Fehler von Wettbewerbern voraus, um sie mit den begrenzt zur Verfügung stehenden Mitteln ‚auszustechen’ (wie ein Moskito).
In der Praxis tritt das Moskito-Marketing häufig als spezielle Form der Plakatwerbung auf. Als weitere Beispiele können Flyer, Poster oder auch internetbasierte Maßnahmen genannt werden. Da sich solche Maßnahmen mit geringem Mitteleinsatz umsetzen lassen, kann in diesem Zusammenhang der Vorteil der Kostengünstigkeit angeführt werden, was insbesondere Unternehmen mit begrenzten finanziellen Ressourcen entsprechende Opportunitäten bietet.
Allerdings liefert diese Werbeform auch Grund zur Kritik, da Plakate und ähnliches gewöhnlich in Form von klassischer Werbung auftreten. Dies kann dazu führen, dass eine Moskito-Marketing-Maßnahme trotz unkonventioneller Botschaft von Rezipienten unterbewusst als klassische Werbung verstanden und somit nicht beachtet wird. Rumelhart bezeichnet dies als kognitives Schema und beschreibt, dass sich Menschen im Laufe ihres Lebens Erfahrungen im Zusammenspiel von Objekten, Situationen und Ereignissen aneignen.45 Demnach ist es möglich, dass Konsumenten die Plakatwerbung als typische Werbung wahrnehmen und folglich nicht beachten.46
Um zu gewährleisten, dass die Aufmerksamkeit von Rezipienten geweckt wird, entwickeln aus diesem Grund Unternehmen im Zuge des Moskito-Marketings besonders unkonventionelle Werbebotschaften. Die Praxis zeigt, dass sich dadurch eine Vielzahl von Konsumenten erreichen lässt und eine hohe Reichweite generiert werden kann. Jedoch erfordert diese Vorgehensweise ein gewisses Maß an ‚Mut’ und ‚Respektlosigkeit’, was wiederum Risiken birgt. Diese werden in Abschnitt 4.4 genauer erläutert.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, die sich aus der Marktdynamik und der Werbeflut ergibt, und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2 Grundlagen: Hier werden die historische Entwicklung, die Definition des Guerilla-Marketings sowie dessen Einordnung in den Marketing-Mix und die zugrunde liegenden Effekte erläutert.
3 Instrumente des Guerilla‐Marketings und Beispiele aus der Praxis: Dieses Kapitel stellt verschiedene Prinzipien und Instrumente wie das Trittbrettfahrer-, Lebensumfeld- und Empfehlungsprinzip vor und illustriert diese mit aktuellen Fallbeispielen.
4 Anwendung des Guerilla‐Marketings in Start‐ups und KMU: Hier wird die Anwendung des Guerilla-Marketings für kleinere Unternehmen untersucht, strategische Ansätze definiert und eine detaillierte Analyse der Chancen und Risiken durchgeführt.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung des Guerilla-Marketings als strategische Option, während der Ausblick zukünftige Entwicklungen im globalen Wettbewerb beleuchtet.
Guerilla-Marketing, Start-ups, KMU, Kommunikation, Effizienz, Aufmerksamkeit, Werbeflut, Strategie, Moskito-Marketing, Ambush-Marketing, Sensation-Marketing, Ambient-Marketing, Buzz-Marketing, Viral-Marketing, Guerilla-PR
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Guerilla-Marketing als alternative Kommunikationsstrategie für Start-ups und kleine bis mittelständische Unternehmen, um mit geringem Budget eine große Wirkung zu erzielen.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Guerilla-Marketings, die verschiedenen Instrumente wie Ambient- oder Viral-Marketing sowie die strategische Anwendung, Chancen und Risiken bei der Umsetzung in kleinen Organisationen.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Guerilla-Marketing zu vermitteln und die Kernfrage zu beantworten, welche Chancen und Risiken sich konkret für Start-ups und KMU aus dessen Anwendung ergeben.
Die Autorin oder der Autor verwendet eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Literatur und ergänzt diese durch zahlreiche reale Praxisbeispiele, um die abstrakten Konzepte zu veranschaulichen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen gelegt, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung der verschiedenen Marketinginstrumente und einer kritischen Analyse der strategischen Planung und praktischen Implementierung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Guerilla-Marketing, Kosteneffizienz, Werbewirkung, Start-ups, KMU, Kommunikationspolitik, strategische Planung und Markenaufbau.
Die Arbeit betont, dass Guerilla-Marketing keineswegs planlos sein darf. Eine fundierte Strategie ist essenziell, um Ressourcen effizient einzusetzen, Fehlentscheidungen zu vermeiden und langfristige Unternehmensziele nachhaltig zu verfolgen.
Moskito-Marketing ist besonders für kleine Unternehmen relevant, da es darauf abzielt, die Schwachstellen großer Konkurrenten zu analysieren und diese gezielt zu nutzen, um mit wenig Budget eine Nische zu besetzen.
Der Vampir-Effekt beschreibt den Aufmerksamkeitsverlust für das eigentliche Produkt oder die Marke, bei dem Rezipienten zwar die Werbeaktion als unterhaltsam wahrnehmen, aber keinen Bezug zum Unternehmen herstellen können.
Da Start-ups oft begrenzte finanzielle Mittel haben, warnt die Arbeit davor, rechtliche Grenzen leichtfertig zu überschreiten. Eine sorgfältige Prüfung vorab ist notwendig, um teure Unterlassungs- oder Schadensersatzforderungen zu vermeiden.
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