Bachelorarbeit, 2015
44 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Ziele der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Darstellung des amerikanischen Magnetprogramms
2.1 Definitionen und Begriffserklärungen
2.2 Historie der amerikanischen Magnetkrankenhäuser
3. Erläuterungen zu den Magnetkomponenten
3.1 Transformationale Führung
3.2 Strukturelle Befähigung
3.3 Exemplarische professionelle Praxis
3.4 Neues Wissen, Innovationen und Verbesserungen
3.5 Empirische Ergebnisse
4. Die Situation der Pflege in Deutschland
5. Chancen und Ergebnisse nach der Implementierung der Magnetkräfte in deutschen Krankenhäusern
5.1 Ergebnisse für die Pflegekräfte
5.2 Ergebnisse für die Organisation
5.3 Hervorragende Patientenergebnisse
6. Nebeneffekte der Magnetwirkung
7. Strategien und Möglichkeiten einer Implementierung der Magnetkräfte in Deutschen Krankenhäusern an einem ausgewähltem Beispiel
7.1 Das Element der professionellen Pflegemodelle: Strukturelle Rahmenbedingungen und Praxisbeispiele
7.2 Das Element der Autonomie: Vorgaben und mögliche Zielsetzungen
7.3 Das Element der interdisziplinären Beziehungen: Kontext und potenzielle Ergebnisse
7.4 Das Element der Pflegende als Lehrende: Aufgaben und Ziele
7.5 Das Element Beratung und Ressourcen: Strukturelle Bedingungen und Lösungen
7.6 Das Element Qualität der Pflege: Strukturelle Voraussetzungen und Implementierungsmöglichkeiten
7.7 Das Element der Qualitätsverbesserung: Rahmenbedingungen und Beispiele aus der Praxis
8. Handlungsfelder für ein nachhaltiges Management
8.1 Professionalisierung und Strukturierung des Pflegemanagements
8.2 Ausdifferenzierung der Pflegeaufgaben entsprechend der Pflegebedarfe nach unterschiedlichen Qualifikationen
8.3 Neustrukturierung der Verantwortungsbereiche der Führungs-kräfte
8.4 Personalgewinnung und Rekrutierungspolitik
8.5 Transparenz und gute Kommunikationspolitik
9. Problematische Aspekte und Grenzen
9.1 Kulturelle Unterschiede
9.2 Strukturelle Unterschiede
9.2.1 Berufliche Entwicklungsprogramme
9.2.2 Qualifikation des Pflegedirektors
9.2.3 Einbindung in Bildungsaktivitäten
10. Ausblick und weiteres Vorgehen
11. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht die Übertragbarkeit des US-amerikanischen Magnetkrankenhaus-Programms auf das deutsche Gesundheitssystem, um Lösungsansätze für den dortigen Pflegenotstand zu identifizieren. Dabei wird analysiert, welche strukturellen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um eine erfolgreiche Implementierung der Magnetkräfte zu ermöglichen und damit die Attraktivität des Pflegeberufs sowie die Versorgungsqualität nachhaltig zu steigern.
3.3 Exemplarische professionelle Praxis
In der Exemplarischen Professionellen Praxis spiegelt sich das umfassende Verständnis der Pflegenden und die Selbsterkenntnis wieder, welche wichtige Rolle sie im Pflege- und Beratungsprozess und in der gesamten Gesundheitsversorgung spielen. Autonomie in der Pflege, übersetzt mit Eigenverantwortung und selbständigem Handeln der Pflegekraft, zeigt sich darin, dass Pflegekräfte eigenständige Verantwortungsbereiche ausfüllen. Sie lassen sich z. B. zu Pflegeexperten ausbilden, werden tätig als Casemanager oder Wundmanager und sorgen dafür, dass die Profession der Pflegenden gestärkt wird.
Im Umgang mit Patienten und deren Angehörigen wird ein gezielter, konsequenter Informationsaustausch gefördert. Innerhalb der Prozesse herrscht in Magnetkrankenhäusern eine permanente Kommunikation, die sich bspw. in der Etablierung eines geregelten Besprechungswesen darstellt. Diese gemeinsamen Besprechungen sorgen durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess dafür, dass Probleme gelöst und weitere Optimierungen und Verbesserungen erreicht werden können.
Berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit ist ein weiterer Baustein der Exemplarischen Professionellen Praxis. Gemeinsam mit der Berufsgruppe der Ärzte wird der gesamte Behandlungsprozess während des Krankenhausaufenthaltes besprochen und festgelegt. Interdisziplinäre sowie multiprofessionelle Teams treffen gemeinsam Entscheidungen mit und für die Patienten.
Pflegerische Professionalität wird in Magnetkrankenhäusern dann gelebt, wenn Pflegende bereit sind, ihr Wissen weiter zu entwickeln und zu vertiefen. Das Management gibt ihnen die Handlungsfähigkeit dazu. Pflegende treten dann u. a. als Lehrer und Wissensmultiplikatoren auf.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass in den Magnetkrankenhäusern professionelle Pflegemodelle in den Alltag implementiert sind. Die Pflegemodelle spiegeln sich in allen Bereichen wieder, wie z.B. in der Dokumentation, in den Pflegestandards und in Pflegeleitbildern. Sie sorgen für eine professionelle, strukturierte und standardisierte Durchführung des Pflegeauftrages (vgl. Wagner 2008: 12 f).
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung des Pflegenotstands und legt die Ziele der Arbeit sowie den methodischen Aufbau dar.
2. Darstellung des amerikanischen Magnetprogramms: Erläutert die Entstehung und Definition des Magnet-Konzepts durch das ANCC.
3. Erläuterungen zu den Magnetkomponenten: Detailliert die fünf Kernkomponenten (COMs) des Magnetmodells, die als Basis für die pflegerische Exzellenz dienen.
4. Die Situation der Pflege in Deutschland: Beschreibt die aktuellen Herausforderungen wie Fachkräftemangel und demografischen Wandel.
5. Chancen und Ergebnisse nach der Implementierung der Magnetkräfte in deutschen Krankenhäusern: Analysiert die positiven Auswirkungen auf Pflegekräfte, die Organisation und die Patientenergebnisse.
6. Nebeneffekte der Magnetwirkung: Beleuchtet ökonomische und imagebildende Vorteile, die sich aus einem Magnetstatus ergeben.
7. Strategien und Möglichkeiten einer Implementierung der Magnetkräfte in Deutschen Krankenhäusern an einem ausgewähltem Beispiel: Präsentiert konkrete Umsetzungsstrategien für die Komponente 'Exemplarische professionelle Praxis'.
8. Handlungsfelder für ein nachhaltiges Management: Identifiziert Managementaufgaben zur dauerhaften Bindung und Strukturierung der Pflege.
9. Problematische Aspekte und Grenzen: Setzt sich kritisch mit den kulturellen und strukturellen Hindernissen einer Übertragung auf den deutschen Kontext auseinander.
10. Ausblick und weiteres Vorgehen: Skizziert zukünftige Entwicklungen und notwendige nächste Schritte für deutsche Kliniken.
11. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die Sinnhaftigkeit der Implementierung.
Magnetkrankenhaus, Pflegenotstand, Pflegemanagement, Magnetkräfte, Professionelle Pflege, Personalbindung, Arbeitszufriedenheit, Patientenversorgung, Unternehmenskultur, Pflegedirektor, Akademisierung der Pflege, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Qualitätsmanagement, Gesundheitswesen, Magnetzertifizierung
Die Arbeit untersucht, ob das amerikanische Magnetkrankenhaus-Modell als Lösungsstrategie für den aktuellen Pflegenotstand in deutschen Krankenhäusern fungieren kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Erläuterung der fünf Magnetkomponenten (COMs), der Analyse deutscher pflegerischer Rahmenbedingungen und der Ableitung konkreter Managementstrategien zur Implementierung dieser Kräfte.
Das Ziel ist es, Rahmenbedingungen und Voraussetzungen zu definieren, unter denen Magnetkräfte in deutschen Kliniken erfolgreich angewendet werden können, um die Personalbindung und Versorgungsqualität zu verbessern.
Die Autorin stützt sich auf eine umfangreiche Literaturrecherche, um Handlungsanweisungen für das Pflegemanagement aus den bestehenden Modellen und Studien abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Magnetmodells, die Analyse der Situation in Deutschland, die Darstellung der Chancen einer Implementierung sowie eine vertiefende Ausarbeitung praktischer Umsetzungsstrategien für die "exemplarische professionelle Praxis".
Kernbegriffe sind Magnetkrankenhaus, Pflegemanagement, Personalgewinnung, Arbeitszufriedenheit, professionelle Pflegepraxis und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Der Autor argumentiert, dass ohne eine grundlegende Veränderung der Unternehmenskultur hin zu Respekt und offener Kommunikation die technokratischen Elemente des Magnetprogramms in Deutschland nicht ihre volle Wirkung entfalten können.
Neben hohen Zertifizierungskosten werden vor allem strukturelle Unterschiede, wie der Mangel an beruflichen Entwicklungsprogrammen und die unterschiedliche akademische Qualifikation der Pflegedirektoren, als signifikante Hindernisse angeführt.
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