Diplomarbeit, 2017
35 Seiten, Note: 1,0
Hintergrund
Fragestellung
Methode
Teilnehmer
Ablauf
Headtracking
Stimuli
Ergebnisse
Diskussion
Literatur
Anhang A: Untersuchungsmaterialien
A-1 Liste dargebotener Stimuli
A-2 Visuelle Stimuli
A-3 Schaltplan Haarreif
A-4 Self-Assessment Mannequin
Anhang B: Ergänzende Ergebnisse
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der valenzkonkordanten Körperbewegungen bei der Präsentation von auditiven und visuellen Reizen. Ziel ist es, durch eine indirekte Messmethode mittels Headtracking zu klären, ob sich bei Individuen eine Annäherung an appetitive Stimuli bzw. eine Vermeidungsreaktion bei aversiven Stimuli feststellen lässt und wie diese über die Zeit variiert.
Hintergrund
Die vorliegende Studie befasst sich mit der Durchführung einer explorativen Untersuchung zur indirekten Messung der Valenz von auditiven Stimuli.
Zur Beschreibung von Emotionen haben sich der dimensionale und der diskrete Ansatz etabliert. Der diskrete Ansatz nimmt die Existenz einer bestimmten Zahl von Basisemotionen an, die Grundlage für jegliche differenzierte Emotion seien (Ekman, 1992). Im Gegensatz dazu gehen Vertreter des dimensionalen Ansatzes von grundlegenden Dimensionen aus, anhand derer die Beschreibung von psychologischen Reaktionen auf die Umwelt, zu denen Emotionen zählen, möglich sei (Bakker et al. 2014). Als diese Dimensionen gelten seit den 1970er Jahren meist Valenz bzw. Pleasure, Arousal und Dominance (Russel & Mehrabian, 1974). Allerdings wird in der Wissenschaft bislang uneinheitlich mit den Termini und Inhalten der einzelnen Dimensionen umgegangen.
Bereits Wilhelm Wundt (1897) findet bei seinem Versuch, einfache Gefühle zu beschreiben, die Kategorien Intensität und Qualität. Während Intensität als stetige Skala auffasst, auf der ein Gefühl einen Wert zwischen hoher und niedriger Intensität aufweisen kann, stellt er fest, dass eine semantische Beschreibung der Qualität scheitern muss. Daher schlägt er ein System von drei Dimensionen vor, die sogenannten Hauptrichtungen. Wundt geht dabei von den Skalen „angenehm/unangenehm“, „erregend/unterdrückend“ und „belastend/entspannend“ aus.
Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Emotionspsychologie, insbesondere das dimensionale Verständnis von Emotionen sowie das Approach-Avoidance-Paradigma.
Fragestellung: Hier werden die Forschungsziele definiert, insbesondere die Überprüfung, ob auditive Reize ähnliche distanzregulierende Körperreaktionen auslösen wie visuelle Stimuli.
Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Stichprobe, das technische Setup des Headtrackings mittels WiiMote sowie die Auswahl und Normierung der verwendeten Stimuli.
Ergebnisse: Die statistischen Analysen der aufgezeichneten Distanzveränderungen werden hier präsentiert, wobei die Befunde hinsichtlich der Signifikanz bei verschiedenen Stimulus-Kategorien diskutiert werden.
Diskussion: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse bewertet, methodische Limitationen reflektiert und Möglichkeiten für zukünftige Forschungsansätze aufgezeigt.
Literatur: Dieses Kapitel enthält das vollständige Verzeichnis der in der Arbeit zitierten Quellen.
Anhang A: Untersuchungsmaterialien: Dieser Bereich bietet detaillierte Zusatzinformationen wie Listen der Reize, Abbildungen der visuellen Stimuli, Schaltpläne und verwendete Skalen.
Anhang B: Ergänzende Ergebnisse: Hier finden sich weiterführende statistische Tabellen und Analysen, die den Ergebnisteil ergänzen.
Valenzmessung, Auditive Reize, Headtracking, Approach-Avoidance-Paradigma, Emotionen, Distanzveränderung, WiiMote, Pleasure, Arousal, Multisensorische Integration, Verhaltensforschung, Psychologie, Stimulus, Körperbewegung, Explorative Studie.
Die Arbeit untersucht, ob Menschen unbewusst ihre Körperdistanz zu auditiven Reizen in Abhängigkeit von deren emotionaler Valenz anpassen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle von Emotionspsychologie, Wahrnehmungsforschung und der methodischen Erfassung von affektivem Verhalten.
Es wird erforscht, ob eine statistisch signifikante Distanzveränderung zwischen Proband und Schallquelle messbar ist, wenn auditive Stimuli präsentiert werden.
Es handelt sich um eine explorative Untersuchung mit einem Headtracking-Verfahren, bei dem Infrarot-LEDs und eine WiiMote zur Distanzmessung genutzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung, die methodische Umsetzung des Experiments, die Darstellung der Ergebnisse sowie eine kritische Diskussion der Befunde.
Die zentralen Begriffe sind Valenzmessung, auditive Reize, Headtracking und das Approach-Avoidance-Paradigma.
Die WiiMote dient als kostengünstige und dennoch präzise Alternative zu hochpreisigen Tracking-Kamerasystemen für die Erfassung von Kopf- und Distanzbewegungen.
Die Studie prüft, ob die beim visuellen Approach-Avoidance-Paradigma bekannten Effekte der Distanzregelung auch auf auditive Reize übertragbar sind.
Dies erläutert den technischen Aufbau des für die Messung notwendigen Hilfsmittels, welches die Infrarotsignale für die Kamera bereitstellt.
Die postulierten Effekte konnten im Rahmen dieser Untersuchung nicht in dem erwarteten Maße nachgewiesen werden, was zu einer Diskussion über methodische Herausforderungen und Störvariablen führt.
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