Diplomarbeit, 2003
84 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 Arten von Fehlzeiten und Begriffsdefinition
2.1 Ausfallzeiten
2.2 Fehlzeiten
2.3 Arbeitsunfähigkeit
2.4 Krankheit vs. Gesundheit
2.5 Absentismus
3 Bedeutung, Erfassung und Analyse der Fehlzeiten
3.1 Bedeutung und Folgen von Fehlzeiten
3.1.1 Folgen für Mitarbeiter und Vorgesetzte
3.1.2 Folgen für das Unternehmen
3.2 Betriebliche Erfassung und Auswertung
3.3 Analyse der Fehlzeiten
3.3.1 Arbeitsunfähigkeit nach Häufigkeit und Dauer
3.3.2 Krankenstand im überbetrieblichen Vergleich
4 Einflußfaktoren auf Fehlzeiten
4.1 Externe Einflußfaktoren
4.1.1 Gesellschaftliche Einflüsse
4.1.2 Politische Einflußfaktoren
4.1.3 Wirtschaftliche Einflußfaktoren
4.1.4 Medizinische Einflüsse
4.1.5 Periodische Einflußfaktoren
4.2 Betriebliche Einflußfaktoren
4.2.1 Unternehmensmerkmale
4.2.2 Personalpolitik
4.2.3 Arbeitsbedingungen
4.2.4 Mitarbeiterführung und Betriebsklima
4.3 Persönliche Einflußfaktoren
4.3.1 Qualifikation und Stellung im Beruf
4.3.2 Alter und Nationalität
4.3.3 Geschlecht und Familienstand
4.3.4 Persönlichkeitsstruktur und private Situation
4.3.5 Risikoverhalten
5 Betriebliche Maßnahmen zur Fehlzeitensenkung
5.1 Allgemeine Maßnahmen
5.1.1 Verbesserung der Arbeitssituation
5.1.2 Betriebliche Gesundheitsförderung
5.1.3 Personalpolitische Maßnahmen
5.2 Spezielle Maßnahmen
5.2.1 Maßnahmen der subjektiven Einflußnahme
5.2.2 Kontrollierende Maßnahmen
6 Maßnahmenbewertung und Handlungsempfehlungen
6.1 Kriterienbildung
6.2 Bewertung der Maßnahmen
6.2.1 Allgemeine Maßnahmen
6.2.2 Spezielle Maßnahmen
6.2.3 Handlungsempfehlungen für die X GmbH & Co. KG
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die Diplomarbeit analysiert das Phänomen der betrieblichen Fehlzeiten, um durch eine umfassende Bestandsaufnahme und eine anschließende Bewertung von Maßnahmen konkrete Handlungsempfehlungen zur Fehlzeitenreduzierung für das Unternehmen Z X GmbH & Co. KG abzuleiten.
3.1.2 Folgen für das Unternehmen
Für das Unternehmen bewirken Fehlzeiten neben einer Nichterreichung betrieblicher Zielsetzungen und einer Störung des Arbeitsablaufs hauptsächlich eine erhöhte Kostenbelastung, was einen negativen Einfluß auf das Betriebsergebnis und damit auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens hat. Die bisher beschriebenen Auswirkungen der Abwesenheit von Mitarbeitern münden alle in Kosten, die dem Unternehmen durch fehlendes Personal im betrieblichen Leistungsprozeß entstehen. Die Arten der anfallenden Kosten sind sehr vielfältig und lassen sich teilweise nur grob schätzen.
Als direkte Kosten werden diejenigen Aufwendungen bezeichnet, die aufgrund gesetzlicher oder tarifvertraglicher Bestimmungen trotz nicht erbrachter Leistung des Arbeitnehmers vom Betrieb erbracht werden müssen. Den wichtigsten Kostenfaktor stellt dabei die gesetzliche Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall dar.
Nach §§ 3, 4 EfzG beträgt sie für die ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit 100% des dem Arbeitnehmer bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit zustehenden Bruttoarbeitsentgeltes und ist vom Arbeitgeber zu tragen. Für Kuren und Heilverfahren gelten die §§ 3, 4 entsprechend (§ 9 EfzG). Ist der Arbeitnehmer aus anderen in seiner Person liegenden Gründen nicht in der Lage, seine Arbeit zu verrichten, regelt § 616 BGB, daß der Arbeitnehmer den Anspruch auf Vergütung nicht verliert, wenn er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit ohne Verschulden an der Leistungserbringung verhindert ist (z. B. Geburt, Todesfall, Hochzeit, Arztbesuch, gerichtliche Ladung, Musterung, Ehrenämter, Behördengänge etc.).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Fehlzeiten ein, beleuchtet die Problemstellung für Unternehmen sowie das Ziel der Arbeit, Ansätze zur Fehlzeitenreduktion am Beispiel der X GmbH & Co. KG zu untersuchen.
2 Arten von Fehlzeiten und Begriffsdefinition: Hier werden grundlegende Begriffe wie Ausfallzeiten, Fehlzeiten, Arbeitsunfähigkeit und Absentismus definiert und voneinander abgegrenzt.
3 Bedeutung, Erfassung und Analyse der Fehlzeiten: Dieses Kapitel behandelt die wirtschaftlichen Folgen von Fehlzeiten für Unternehmen und Mitarbeiter sowie die Methoden zur systematischen betrieblichen Erfassung und Analyse.
4 Einflußfaktoren auf Fehlzeiten: Es erfolgt eine detaillierte Differenzierung und Betrachtung von externen, betrieblichen und persönlichen Einflussfaktoren, die das Fehlzeitenverhalten von Mitarbeitern bestimmen.
5 Betriebliche Maßnahmen zur Fehlzeitensenkung: Dieses Kapitel stellt verschiedene Ansätze zur Senkung von Fehlzeiten vor, unterteilt in allgemeine Maßnahmen zur Ursachenbekämpfung und spezielle Maßnahmen zur Verhaltensbeeinflussung.
6 Maßnahmenbewertung und Handlungsempfehlungen: Nach der Entwicklung von Bewertungskriterien werden die in Kapitel 5 vorgestellten Ansätze evaluiert, um abschließend Handlungsempfehlungen für die X GmbH & Co. KG abzuleiten.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Die gewonnenen Erkenntnisse werden abschließend zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Handhabung der Fehlzeitenproblematik gegeben.
Fehlzeiten, Arbeitsunfähigkeit, Absentismus, Entgeltfortzahlung, Krankenstand, betriebliche Gesundheitsförderung, Rückkehrgespräche, Personalführung, Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzgestaltung, Fehlzeitenanalyse, Prävention, Kostenbelastung.
Die Arbeit befasst sich mit der Struktur, den Ursachen und den Auswirkungen betrieblicher Fehlzeiten sowie mit Möglichkeiten zu deren Reduzierung am Beispiel der Z X GmbH & Co. KG.
Die Arbeit gliedert sich in die Definition von Fehlzeitenbegriffen, die Analyse der wirtschaftlichen Bedeutung, die Untersuchung diverser Einflussfaktoren (extern, betrieblich, persönlich) und die Bewertung verschiedener Maßnahmen zur Fehlzeitenreduktion.
Das primäre Ziel ist es, das Phänomen Fehlzeiten im Unternehmen durch eine umfassende Analyse transparent zu machen und auf Basis von Literaturmodellen und Kriterien konkrete Handlungsempfehlungen zur Senkung der Fehlzeiten für das Unternehmen abzuleiten.
Die Autor setzt auf eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und einer eigenen Datenanalyse im Unternehmen, gestützt durch ein Benchmarking mit AOK-Statistiken.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Systematisierung der Fehlzeiten, die Identifikation von Ursachenfeldern (z.B. Arbeitsbedingungen, Führungsstil) und die detaillierte Bewertung von Interventionsmöglichkeiten, von Gesundheitszirkeln bis hin zu Rückkehrgesprächen.
Wesentliche Begriffe sind Entgeltfortzahlung, Absentismus, Arbeitsunfähigkeit, präventive Maßnahmen und die kritische Bewertung von Kontrollinstrumenten wie der Vorladung zum MDK.
Die Analyse zeigt, dass der Krankenstand des Unternehmens zwar im Vergleich zu branchenweiten Statistiken günstig ausfällt, dennoch aber eine erhebliche finanzielle Belastung darstellt, die insbesondere durch häufige Kurzerkrankungen entsteht.
Der Autor rät aufgrund der Analyseergebnisse eher von Anwesenheitsprämien ab, da sie das Betriebsklima belasten können und die Gefahr besteht, dass sie langfristig als fester Lohnbestandteil ohne Anreizwirkung wahrgenommen werden.
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