Magisterarbeit, 2000
74 Seiten, Note: 2,5
I. Die Elementenlehre in der Antike
a) Einleitung
b) Entwicklung einer Elementenlehre
c) Empedokles und die vier Wurzeln des Seins
d) Weiterentwicklung der Elementenlehre
II. Die Elementenlehre im Mittelalter
a) Die Vierheit der Weltordnung
b) Weltbild
c) Die Elemente in der Lehre von der Natur
d) Alchemie
e) Paracelsus
f) Übergang zur neuzeitlichen Chemie
g) Astrologie
III. Die Elementenlehre in der deutschen Literatur der Neuzeit
a) Einleitung
b) Naturphilosophie und Romantik
c) Klassische Wiedergabe
d) Weltentstehen
e) Weltbild
f) Alchemie und Zauberei
g) Astrologie und Temperamentenlehre
h) Elementargeister
IV. Abschließende Betrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und Rezeption der antiken Elementenlehre (Feuer, Erde, Wasser, Luft) und deren Fortwirken in der deutschen Literatur der Neuzeit. Im Fokus steht dabei die Frage, wie sich dieses einstige wissenschaftliche Ordnungsschema wandelte, um als ästhetisches Modell in der Literatur fortzubestehen und ein spezifisches Naturverhältnis zu artikulieren.
I. a) Einleitung
Schon von jeher haben sich die Menschen die Frage gestellt, wie wohl die Vielgestaltigkeit der Schöpfung zustande gekommen sei, auf welche Prinzipien sie zurückgeführt und wie sie geordnet werden könne; und so verschieden die Kulturen waren, so unterschiedlich fielen auch die Antworten auf diese Frage aus.
Nach einer dieser Überlegungen wurde angenommen, daß alle Dinge, die wir um uns herum sehen, aus den vier Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft aufgebaut seien.
Das Wort „Element“ kommt vom lateinischen „elementum = Urstoff, Buchstabe“. Das Wort stammte vielleicht aus dem Etruskischen oder stellt eine Zusammenziehung der Mittelbuchstaben LMN des lateinischen und griechischen Alphabetes dar, vielleicht ist es aber auch eine Ableitung vom griechischen eléphas (Elfenbein), da die Kinder reicher Römer das Alphabet anhand von Buchstaben aus Elfenbein lernten.
So verwendeten auch Platon und Aristoteles das Wort „stoicheion“ für die Bezeichnung der Elemente, das neben seiner Bedeutung als einfache Substanz, Grundstoff, Prinzip eben auch die Bedeutung Buchstabe hatte.
I. Die Elementenlehre in der Antike: Diese Einleitung beleuchtet die philosophischen Ursprünge der Vier-Elemente-Lehre bei Denkern wie Thales, Heraklit, Anaxagoras und besonders Empedokles.
II. Die Elementenlehre im Mittelalter: Das Kapitel analysiert die Verknüpfung der Elemente mit christlicher Weltordnung, Alchemie, Paracelsus' medizinischen Ansätzen und astrologischen Modellen.
III. Die Elementenlehre in der deutschen Literatur der Neuzeit: Hier wird der Einfluss der Lehre auf Autoren wie Goethe, Droste-Hülshoff, Heine und Brentano untersucht, wobei der Fokus auf Ästhetik, Naturmystik und der Verwendung von Elementargeistern liegt.
IV. Abschließende Betrachtung: Eine Synthese, die festhält, dass die Elementenlehre als faktisches Wissenschaftsmodell ausgedient hat, aber als metaphorischer Wortschatz in der Literatur fortlebt.
Elementenlehre, Antike, Mittelalter, Naturphilosophie, Romantik, Alchemie, Astrologie, Temperamentenlehre, Elementargeister, Empedokles, Goethe, Literaturgeschichte, Naturmystik, Metaphorik, Weltbild
Die Arbeit untersucht die historische und literarische Bedeutung der antiken Vier-Elemente-Lehre und deren Rezeption in der deutschen Literatur der Neuzeit.
Die zentralen Felder sind die Geschichte der Naturphilosophie, das mittelalterliche Weltbild, Alchemie, Astrologie und die literarische Auseinandersetzung mit der Natur.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie die Elementenlehre nach ihrem wissenschaftlichen Bedeutungsverlust als ästhetisches und symbolisches Denkmodell in der Literatur weiterlebte.
Es handelt sich um eine literatur- und kulturwissenschaftliche Untersuchung, die philosophische Texte und literarische Primärquellen (Gedichte, Romane) analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der antiken und mittelalterlichen Grundlagen sowie die Analyse der Rezeption in der Literatur der Neuzeit, insbesondere in der Romantik.
Zu den zentralen Begriffen zählen Elementenlehre, Naturphilosophie, Romantik, Alchemie, Astrologie und Elementargeister.
Faust nutzt sie als personifizierte Naturkräfte, um die Welt zu verstehen, wobei sie für Goethe sowohl als symbolische Seelen der Natur als auch als Gegenstand seines wissenschaftlichen Interesses fungieren.
In der Romantik wird sie von der faktischen Naturerklärung zur ästhetischen Metapher, um ein ganzheitliches, beseeltes Naturverhältnis auszudrücken.
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