Bachelorarbeit, 2010
80 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Emissionshandel
2.1. Ökonomische Theorie des Emissionshandels
2.2. Kyoto Protokoll
2.2.1. Assigned Amount
2.2.2. Flexible Mechanismen
2.2.3. Überwachung, Berichterstattung und Verifizierung
2.3. European Emissions Trading Scheme
2.3.1. European Emissions Trading Scheme Phase I & II
2.3.2. European Emissions Trading Scheme Phase III
2.3.3. Handel von Emissionsberechtigungen
2.4. Weitere existierende und geplante EHS
2.4.1. Japanese Voluntary Emissions Trading Scheme
2.4.2. Emissionshandel in der Schweiz
2.4.3. New Zealand Emissions Trading Scheme
2.4.4. New South Wales Greenhouse Gas Reduktion Schemes
2.4.5. Carbon Pollution Reduction Scheme
2.4.6. Kanadisches EHS
2.4.7. Emissionshandel in den USA
3. Linking von Emissionshandelssystemen
3.1. Formen von Links
3.2. Zertifikatspreisentwicklung unter Links
3.2.1. Unilateraler Link
3.2.2. Bilateraler Link
3.2.3. Bilateraler Link mit Preisbegrenzungsmechanismus
3.2.4. Allgemeines Gleichgewichtsmodell
3.3. Chancen und Trade–Offs durch Linking
3.3.1. Verteilungseffekte des Linkings
3.3.2. Politische und regulatorische Implikationen des Linkings
3.4. Systemunterschiede und deren Implikationen für Links
3.5. Implementierung von Links
4. Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Linking von Emissionshandelssystemen als Instrument zur Effizienzsteigerung im globalen Klimaschutz. Ziel ist es, aus einer Top-Down-Perspektive die ökonomische Logik hinter dem Emissionshandel zu erläutern und durch eine Bottom-Up-Analyse existierender sowie geplanter Systeme die Voraussetzungen, Hindernisse und Konsequenzen einer systemübergreifenden Verbindung aufzuzeigen.
3.1 Formen von Links
Unter einem Link wird die direkte oder indirekte Verbindung von Emissionshandelssystemen verstanden, die eine Umverteilung der Emissionsvermeidungsanstrengungen innerhalb der teilnehmenden Systeme erlaubt. Zu unterscheiden sind direkte von indirekten Links, sowie unilaterale von bilateralen bzw. multilateralen Links.
Ein direkter Link kann durch die Einwilligung eines oder mehrerer EHS, die Emissionsberechtigungen des jeweils anderen Systems zur Erfüllung der Reduktionsverpflichtung anzuerkennen, geschaffen werden.
Ist diese Anerkennung einseitig, handelt es sich um einen unilateralen Link. Dieser kann entweder zwischen zwei Cap–and–Trade Systemen bestehen oder aber zwischen einem Cap–and–Trade System und einem Credit–System, ausgehend vom Cap–and–Trade System. Ist letzteres der Fall, kann es sich ausschließlich um einen unilateralen Link handeln, da von dem Credit System keine Verpflichtungsanforderungen ausgehen können (vgl. Jaffe und Stavins, 2008, S. 7).
1. Einleitung: Hinführung zur Problematik des Klimawandels und Darstellung der Relevanz des Emissionshandels sowie der theoretischen Vorteile des Linkings von Emissionshandelssystemen.
2. Emissionshandel: Erläuterung der ökonomischen Grundlagen, des Kyoto-Protokolls als internationaler Rahmen sowie eine detaillierte Übersicht existierender EHS-Systeme weltweit.
3. Linking von Emissionshandelssystemen: Theoretische Herleitung der verschiedenen Kopplungsformen, Analyse der Preisbildungseffekte sowie Untersuchung der Chancen, Risiken und regulatorischen Implikationen bei der Implementierung von Links.
4. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Erkenntnisse über die Eignung und Herausforderungen bei der Schaffung verbundener internationaler Emissionsmärkte unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausgestaltungsmerkmale nationaler Systeme.
Emissionshandel, Linking, EHS, Kyoto-Protokoll, Zertifikatspreis, Cap-and-Trade, Effizienzgewinne, Klimapolitik, Emissionsberechtigungen, Systemkopplung, regulatorische Kompatibilität, Vermeidungskosten, Klimaschutzziele, Carbon Market, Marktversagen
Die Arbeit analysiert das Konzept des Linkings von Emissionshandelssystemen, um Treibhausgasemissionen kosteneffizienter zu reduzieren.
Die zentralen Themen umfassen die ökonomische Theorie des Emissionshandels, einen Vergleich internationaler Systeme (EU ETS, NZ ETS, etc.) und die Analyse der Mechanismen und Auswirkungen von direkten sowie indirekten Verbindungen zwischen diesen Märkten.
Ziel ist es, theoretisch und praxisorientiert aufzuzeigen, wie unterschiedliche Emissionshandelssysteme miteinander verknüpft werden können und welche ökonomischen Konsequenzen dies für Zertifikatspreise und Effizienz hat.
Es werden wohlfahrtsökonomische Modelle (partial- und allgemeine Gleichgewichtsmodelle) verwendet, ergänzt durch eine Literaturanalyse der regulatorischen Strukturen bestehender Systeme.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung von Linking-Formen (unilateral, bilateral, indirekt) und eine Untersuchung von Chancen und Trade-Offs, wie z.B. Preisstabilität vs. regulatorische Autonomie.
Emissionshandel, Linking, EHS, Cap-and-Trade, Zertifikatspreis, Effizienzgewinne, regulatorische Kompatibilität und Klimapolitik.
Bei einem unilateralen Link erkennt ein System die Zertifikate des anderen einseitig an, während bei einem bilateralen Link beide Systeme Zertifikate des jeweils anderen gegenseitig akzeptieren.
Unterschiede bei Allokationsverfahren, Strafmaßnahmen bei Nichteinhaltung, relative vs. absolute Reduktionsziele und unterschiedliche Preisbegrenzungsmechanismen können die Vergleichbarkeit und ökologische Integrität des gemeinsamen Marktes gefährden.
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